• 09.04.2013, 11:35:39
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ORF-Minderheitenredaktion: 25-jähriges Bestehen mit Filmpräsentation im Parlament gefeiert

"Schatten der Scham" steht am 4. Mai in ORF III auf dem Programm

Utl.: "Schatten der Scham" steht am 4. Mai in ORF III auf dem
Programm =

Wien (OTS) - 1988, vor 25 Jahren, wurde auf Initiative des damaligen
Generalintendanten Thaddäus Podgorski die Zentrale
Minderheitenredaktion des ORF gegründet. Mit der von der
Minderheitenredaktion produzierten sonntäglichen Sendung "Heimat,
fremde Heimat" und den Volksgruppensendungen "Dobar dan Hrvati" im
Burgenland und "Dober dan, Koroska" in Kärnten wurde damals die
Minderheitenberichterstattung fixer Bestandteil des TV-Programms.
Über die Jahre hinweg wurde das Programm in allen Medien des ORF -
TV, Radio und online - kontinuierlich ausgebaut. Gestern, am Montag,
dem 8. April 2013, fand im Sitzungssaal des Nationalrats im Parlament
anlässlich des 25-jährigen Bestehens der ORF-Minderheitenredaktion
die Präsentation des Dokumentarfilms "Schatten der Scham" statt, zu
der die Präsidentin des Nationalrates, Mag. Barbara Prammer und
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz luden. Zahlreiche
Weggefährten, Minderheitenvertreter/innen, ehemalige
Regierungsmitglieder und aktuelle Mitglieder des Nationalrats folgten
der Einladung, darunter OGH-Präsident Dr. Eckart Ratz, der ehemalige
Vizekanzler Dr. Norbert Steger, der ehemalige Justizminister Dr.
Nikolaus Michalek, der ehemalige Außenminister Erwin Lanc, der
ehemalige Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen, Dr.
Alfred Finz, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien,
Mag. Raimund Fastenbauer, Prof. Rudolf Sarközi, Obmann des
Kulturvereins österreichischer Roma, Dr. Fuat Sanac, Präsident der
Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, sowie der ehemalige
ORF-Generalintendant Thaddäus Podgorski, ORF-Fernsehdirektorin Mag.
Kathrin Zechner, ORF-Technikdirektor Ing. Michael Götzhaber,
ORF-Landesdirektor Karlheinz Papst, Ö1-Chefin Bettina Roither-Epp,
Magazin-Chefredakteurin Mag. Waltraud Langer, Sissy Mayerhoffer,
Leiterin des ORF-Humanitarian-Broadcasting, Silvana Meixner, Leiterin
der ORF-Minderheitenredaktion u.v.a.

Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer: "Zentraler Auftrag an
den öffentlich-rechtlichen ORF ist, die Gesellschaft in ihrer Breite
und Vielfalt zu begreifen, Österreich und seine Menschen
differenziert abzubilden. Dazu zählt auch, Minderheiten die ihnen
gebührende Aufmerksamkeit zu schenken und ihnen im Sinne des Wortes
eine Stimme zu geben. Sprachen und Dialekte sind wichtig für die
Identität eines jeden Menschen und drücken zugleich gesellschaftliche
Vielfalt aus. Das macht sie zum bewahrenswerten Kulturgut, wobei
Medien eine wesentliche Rolle zukommt. Die ORF-Minderheitenredaktion
wird dieser Aufgabe seit nunmehr 25 Jahren in vorbildlicher Weise
gerecht. Sie vermittelt ein authentisches, von Respekt geprägtes Bild
der in Österreich lebenden Minderheiten und ist somit eindeutiges
Statement für ein gleichberechtigtes Miteinander. Und sie lebt
gesellschaftliche Buntheit, weil sie selbst Sprachenvielfalt
widerspiegelt. Herzlichen Glückwunsch zum 25-Jahr-Jubiläum, verbunden
mit Dank für die bisher geleistete Arbeit und besten Wünschen für die
Zukunft!"

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Minderheitenredaktion sind seit einem
Vierteljahrhundert darum bemüht, die komplexen und umfangreichen
Themen der vielfältigen österreichischen Gesellschaft zu erklären und
zu analysieren. In Österreich waren sie die Wegbereiterinnen und
Wegbereiter in diesem Bereich und deswegen gebührt ihnen unser
besonderer Dank."

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Der ORF übernimmt mit
seinen Programmen, Aktivitäten und seiner unabhängigen
Berichterstattung eine wichtige gesellschaftliche
Integrationsfunktion, die kein privates Medienunternehmen in diesem
Umfang wahrnimmt. Mediale Homebase der gesellschaftlichen Vielfalt
Österreichs ist seit einem Vierteljahrhundert die
ORF-Minderheitenredaktion. Ihre umfassende, differenzierte und
authentische Information ist weit mehr als das Umsetzen des
gesetzlichen Auftrags. Mit leidenschaftlichem Einsatz informieren die
ORF-Redakteurinnen und -Redakteure über die unterschiedlichen
Lebenswelten der in Österreich beheimateten Minderheiten. Wie wichtig
das gesellschaftlich aktuelle Thema Integration dem Gesamtunternehmen
ORF ist, zeigte zudem vor kurzem der trimediale Schwerpunkt 'Wir sind
Österreich'. Fünf Millionen Österreicher haben unsere 70
Programmstunden zum Zusammenleben gesehen. Mit einem so wichtigen
Thema so viele Menschen erreichen, das kann nur der ORF."

Im Dokumentarfilm "Schatten der Scham" von Sabina Zwitter-Grilc, zu
sehen in ORF III Kultur und Information am Samstag, dem 4. Mai, um
20.15 Uhr geht es um die Wunden, die die NS-Vertreibung der Jüdinnen
und Juden, Romnija und Roma und Kärntner Sloweninnen und Slowenen bei
den Opfern hinterlassen hat. Diese Wunden sind bis heute nicht
verheilt. Drei junge Frauen - eine Kärntner Slowenin, eine Romni und
eine Frau mit jüdischem Background wollen herausfinden, warum das
Leid ihrer Großmütter für ihr Leben und Empfinden ausschlaggebend
ist. Sie begeben sich auf eine spannende, Generationen übergreifende
Wurzelsuche in Österreich und New York. Peter Handke, Maja Haderlap,
Harry Belafonte, André Heller, Lily Brett, Harri Stojka, Christoph
Grissemann und Dirk Stermann, Katja Sturm-Schnabl, Thea Scholl, Liese
Scheiderbauer und Adolf Papai beschäftigen sich vor der Kamera mit
der Weitergabe von Traumata.

Zahlreiche weitere Statements zum Jubiläum, Infos zur
Erfolgsgeschichte der ORF-Minderheitenredaktion sowie weitere Details
zum Film sind in der Pressemappe unter http://presse.ORF.at abrufbar.

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