P.Z.T.T.: Zum Jahrestag der Einreichungen zur Konzeptförderung der Wiener Bühnen liegen weiterhin keine Ergebnisse vor!

Wien (OTS) - Plattform zeitgenössischer Theater- und Tanzhäuser (P.Z.T.T.) fordert vom Kulturstadtrat mehr Transparenz, Gleichbehandlung und ein klares Bekenntnis zu den mittleren und kleinen Bühnen dieser Stadt, um diese gemeinsam mit Fr. Ministerin Schmied vor der finanziellen Bedeutungslosigkeit zu bewahren.

Während die Bundestheater in Person von Dir. Springer keinen "Spaß" mehr haben am "Rücklagen auflösen" und permanenten "am Limit" arbeiten, die großen Theater wie Josefstadt und Volkstheater ihre technischen Gewerkschaften die laufenden Mehrkosten bei den zuständigen Ämtern direkt eintreiben lassen, hetzt der Wiener Kulturstadtrat im Verband mit seinem grünen Koalitionspartner die kleinen und mittleren Bühnen in einen Verteilungskampf untereinander. Zitat: "...in anderen europäischen Ländern sieht es ganz bitter aus und wir sind froh, das Kulturbudget für diesen Sektor halten zu können". Ein Gleichbleiben dieses Budgets jedoch bedeutet einen Realverlust von 15% über 4 Jahre, also massive Einbußen für alle Künstler und Mitarbeiter, die auf diesem Sektor ohnehin bereits in prekären Verhältnissen arbeiten.

Noch drastischer stellt sich die Situation für diesen Bereich seitens des BMUKK und Ministerin Claudia Schmied dar. Nur 0,5% (!) der Mittel, die seitens des Bundes an Wiener Theaterbühnen fließen, kommen den Klein- und Mittelbühnen zu Gute.
Dies bezeichnet der Stadtrat dann in einer Aussendung als "vorbildliche Kooperation" zwischen Stadt und Bund. Ein Hohn für alle Bühnen, die seit der schwarz-blauen Bundesregierung gar keine Unterstützung vom Minoritenplatz mehr erhalten.

Bis jetzt wurden die Fördersummen trotz Vorliegen der Ergebnisse der Wiener Theaterjury nicht bekannt gegeben - was die teils international ausgerichtete Planungsarbeit der Klein- und Mittelbühnen massiv behindert. Die P.Z.T.T. fordert ein klares Bekenntnis des Kulturstadtrates und der Frau Bundesministerin zu den Klein- und Mittelbühnen, welches sich in einer 15%igen Erhöhung der Gesamtfördersumme für diesen Bereich niederschlagen muss.

Die P.Z.T.T. sieht sich in der nicht Index gebundenen Fördervergabe aber durchaus in einem Boot mit den Großbühnen und begrüßt hier eine wechselseitige Unterstützung.

Unterzeichnende Bühnen:

brut, DAS OFF THEATER, DSCHUNGEL WIEN, Figurentheater LILARUM, GARAGE X, Interkulttheater, KosmosTheater, Palais Kabelwerk, Rabenhof Theater, Salon5, Theater Brett, Theater Nestroyhof Hamakom, Theater Spielraum, TAG, Theater Drachengasse

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