- 06.04.2013, 10:41:53
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Kaske: Lehrstellenförderung muss an Bedingungen geknüpft werden
Rund 100 Delegierte bei der 3. Landesjugendkonferenz der FSG-Wien
Utl.: Rund 100 Delegierte bei der 3. Landesjugendkonferenz der
FSG-Wien =
Wien (OTS/FSG) - Für eine Verbesserung der Qualität der
Lehrlingsausbildung sprach sich AK-Präsident Rudolf Kaske bei der
Eröffnung der 3. Landesjugendkonferenz der FSG-Wien aus. Vor den rund
100 Delegierten sprachen weiters Vizebürgermeisterin Renate Brauner,
SPÖ-Wien-Klubvorsitzender Rudolf Schicker, FSG-Wien Vorsitzender
Christian Meidlinger und die Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Wien Marina Hanke.++++
"Die Jugend ist weder blöder noch lernunwilliger als vor Jahren, wie
von vielen Arbeitgebern immer wieder unterstellt wird. Diese
Behauptung ist eine Diffamierung", stellte Kaste fest und forderte
die Jugend auf "Vorlaut zu sein und frische Ideen einzubringen".
Damit die Lehrlingsausbildung qualitativ verbessert werden könne
müsse es einerseits eine regelmäßige Überprüfung der Lehrberechtigung
der Betriebe geben sowie die Lehrstellenförderung an Bedingungen
geknüpft werden. Beispielsweise daran, ob alle Lehrlinge auch zur
Lehrabschlussprüfung antreten.
Brauner erinnerte daran, dass die schwarz-blaue Regierung zu Beginn
des neuen Jahrtausends als erstes die Lehrlingsstiftungen aufgelöst
und die Wiedereinstiegshilfen für Frauen eingestellt habe. Innerhalb
der EU gibt es einige Länder in denen die Hälfte der Jugendlichen
arbeitslos sind. Brauner: "Und den konservativen Politikern ist das
schlichtweg egal." Daher sei es auch besonders wichtig, dass sich
viele Jugendliche politisch, insbesondere gewerkschaftlich
engagieren.
Die Zukunft eines Jugendlichen dürfe nicht davon abhängen in welche
Familie und mit welchem Einkommen dieser hineingeboren wurde, stellte
Schicker fest und plädierte für den freien Zugang zur Bildung.
Rot-grün in Wien funktioniere und vor allem in den Bereichen Bildung,
öffentliche Dienstleistungen sowie leistbares Wohnen ziehe man an
einem Strang. Als bezeichnend nannte es der Klubvorsitzende, dass die
WienerInnen mit 87 Prozent gegen Privatisierungen gestimmt haben, die
ÖVP bis hin zu Stronach noch immer für die Privatisierung eintreten.
Unverständlich ist für Schicker, dass Hausherrn beispielsweise bei
einem U-Bahn-Anschluss Zuschläge für die Mieten einheben dürfen.
Für die ArbeitnehmerInnen sei die Krise noch lange nicht vorbei,
stellt der FSG-Wien-Vorsitzende Christian Meidlinger fest. Daher sei
es auch nicht einzusehen, dass es noch immer leichter sei eine Bank
zu retten als Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Hanke forderte zur
Solidarität mit den Arbeitslosen und allen die in prekären
Dienstverhältnissen beschäftigt sind auf. Eine sozialdemokratische
Krisenbekämpfungsstrategie müsse die Lebenssituation der Menschen
verbessern. Dazu bedürfe es einer Besteuerung der Vermögen und die
Verkürzung der Arbeitszeit.
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