• 04.04.2013, 09:30:33
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Allianz Invest: Sicherheit muss neu definiert werden

Wien (OTS) - Im ersten Quartal haben sich die volkswirtschaftlichen
Indikatoren vorübergehend stabilisiert, auch die Aktienmärkte
verzeichneten überwiegend eine positive Performance. Das
Wirtschaftswachstum bleibt angesichts der Sparanstrengungen der
Regierungen unter Druck. Privaten Anlegern empfehlen die Allianz
Experten in Zeiten finanzieller Repression eine breitere
Diversifikation und eine erweiterte Definition von Sicherheit.

"Bei einem großen Teil der Core-Staatsanleihen herrschen negative
Realrenditen vor, die Bewertungen der Aktienmärkte sind im
längerfristigen Vergleich immer noch attraktiv. Gestützt durch
expansive Geldpolitik und verbesserte Konjunkturdaten setzt sich
"risk on" an den Märkten fort", erklärte Martin Bruckner,
Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank und Chief Investment
Officer der Allianz Gruppe in Österreich, am Donnerstag vor
Journalisten.

Verbesserung des globalen Wachstums ab Mitte 2013

Wirft man einen Blick auf die volkswirtschaftlichen Prognosen, so
wird eine Belebung des globalen Wachstums im zweiten Halbjahr 2013
bis ins Jahr 2014 erwartet. Die Wachstumsaussichten der Emerging
Markets trüben sich zwar ein, dennoch bleiben diese Länder der Motor
der Weltwirtschaft. In den USA gewinne die Konjunktur an Momentum,
Europa befinde sich weiter in der Rezession, Vorlaufindikatoren
lassen auf eine leichte wirtschaftliche Erholung schließen. "Die
EU-Staatsschuldenkrise hat sich zwar entspannt, ist jedoch - wie das
jüngste Beispiel Zypern zeigt - noch lange nicht gelöst", erklärt
Mag. Martin Maier, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG. Die
Allianz geht davon aus, dass die Notenbanken ihre expansive Politik
beibehalten werden, wobei von FED und EZB keine weiteren Zinsschritte
zu erwarten sind, Inflation bleibe auch 2013 kein Thema. Als Risiken
für das zweite Quartal charakterisiert Bruckner politische Faktoren.

Kaufkrafterhalt durch Erweiterung der Definition von
Sicherheit

Die Suche nach Sicherheit bei der Kapitalanlage erscheint
trügerisch, denn die Gefahr besteht, dass sich Klumpenrisiken im
Portfolio bilden. Mit Veranlagungen ausschließlich in Staatsanleihen
und Pfandbriefen höchster Bonität scheinen Investoren lediglich für
ein Szenario sinkender Wirtschaftswachstumsraten und rückläufiger
Inflation relativ gut gerüstet. In anderen ökonomischen Szenarien,
insbesondere in Zeiten einer finanziellen Repression, in der die
Zinsen künstlich niedrig gehalten sowie die Schuldenberge über
Inflation sukzessive abgebaut werden und das Wachstum gleichzeitig
aber gedämpft bleiben sollte, könnte ein derartiges Portfolio
Kursrisiken und verminderten Erträgen ausgesetzt sein:
"Sichere-Hafen-Anleihen" werden immer weniger, so dass sich Anleger
hierbei mit niedrigen oder sogar negativen Realrenditen
zufriedengeben müssen. "Vor diesem Hintergrund muss 'Sicherheit'
weiter definiert werden, nicht verstanden als die ausschließliche
Abwesenheit von Kursschwankungen, sondern auch verstärkt als
Kaufkrafterhalt. Es geht um die Suche nach positiver realer Rendite
in einem voraussichtlich weiterhin volatilen Marktumfeld - das heißt,
es müssen Renditetreiber gefunden und deren Risiken gestreut bzw.
gesteuert werden", so Maier. Ein Portfolio, das vor allem innerhalb
des Anleihesegments breiter aufgestellt ist, beispielsweise in
Unternehmens- und Schwellenländeranleihen, und das je nach
individuellem Risikoprofil des Investors in Aktien breit
diversifiziert ist, kann helfen, sich für die finanzielle Repression
zu wappnen. Dank der breiteren Diversifikation können Klumpenrisiken
spürbar reduziert, Risikoprämien verschiedenster Vermögensklassen
besser abgeschöpft und das reale Vermögen nach Abzug der Inflation
erhalten bzw. ausgeweitet werden.

Chancen für Anleger: US-Aktien, Unternehmensanleihen in den
USA und Emerging Markets

Fund Flows zeigen, dass institutionelle Investoren auf der Suche
nach Rendite begonnen haben, die Aktienquote zu erhöhen. "Im
derzeitigen Umfeld raten wir den Anlegern, Aktien gegenüber Anleihen
überzugewichten", erklärte Bruckner die Anlagestrategie der Allianz
für das zweite Quartal. Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz,
USA und Japan über- und Europa sowie Emerging Markets
unterzugewichten. In Europa habe es die EZB geschafft, die
Finanzmärkte zu stabilisieren. Die Gewinnrevisionen seien zuletzt
stark negativ und das Gewinnwachstum deutlich unter dem langjährigen
Durchschnitt. In den Emerging Markets werde Inflation zu einem Thema
und stehe einer expansiven Geldpolitik im Wege. Die USA als
defensiver Markt konnten sich gut behaupten: Die Unternehmen zeichnen
sich weiterhin durch solides Gewinnwachstum und hohe Profitabilität
aus. In Japan führte die Ankündigung eines Inflationsziels von 2
Prozent und weiterer expansiver Maßnahmen durch den neuen
Notenbankgouverneur zu anhaltender Währungsschwäche und infolgedessen
zu weiteren Kursanstiegen. Auf der Anleihenseite empfiehlt die
Allianz, Emerging Markets und Unternehmensanleihen gegenüber
Staatsanleihen aus den USA und Europa überzugewichten. Staatsbilanzen
und absolutes Wachstum sind in den meisten Emerging Markets besser
als in Developed Markets. Attraktiv erscheinen insbesondere
Lokalwährungsanleihen und Corporate-Emissionen. Die fundamentale
Unternehmenssituation bleibt positiv, der nächste
Refinanzierungszyklus kommt erst in ein paar Jahren. US-Corporates
werden gegenüber europäischen Unternehmensanleihen bevorzugt, da bei
ähnlichen Renditeaufschlägen eine bessere Unternehmenssituation und
Konjunktur vorherrscht.

Downloads im Internet unter
http://www.ots.at/redirect/allianz14

- Foto: Martin Bruckner ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Foto: Mag. Martin Maier ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Pressemeldung als PDF
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dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel
durch Naturkatastrophen), der Entwicklung der Schadenskosten,
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(z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse
sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss
haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten
Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst
werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US
Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die
Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu
aktualisieren.

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