Karas bei G20: Globalisierung muss demokratisiert werden

EU-Parlamentsvizepräsident bei Gipfel der G20- Parlamentspräsidenten in Mexiko City

Brüssel / Mexiko City, 03. April 2013 (ÖVP-PD)

"Die Globalisierung muss demokratisiert werden. Wenn wir immer mehr internationale Entscheidungen haben, darf das nicht heißen, dass die Bürger nicht im gleichen Maße mitreden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Parlamentarisierung des Prozesses", so Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Karas vertritt das EU-Parlament beim Gipfel der Parlamentspräsidenten der G20-Länder kommende Woche in Mexiko City. Zur Vorbereitung des G20-Gipfels im September im russischen St. Petersburg diskutieren die Parlamentspräsidenten vom 3. bis 5. April, wie die Bürgerkammern in die zunehmende Zahl internationaler und globaler Entscheidungen eingebunden werden können. Karas schlägt deshalb auch konkret vor, dass die gemeinsame Resolution beim nächsten G20-Gipfel der Staats-und Regierungschefs von einem der anwesenden Parlamentspräsidenten vorgetragen wird.****

Karas spricht heute zur Reform des globalen Finanzsystems und zum internationalen Kampf gegen Korruption. "Europa hat sich gerade auf die umfassendste und tiefgreifendste Bankenregulierung in der Geschichte der EU geeinigt. Bei der Begrenzung der Bonuszahlungen
an Bankmanager ist die EU überhaupt internationaler Vorreiter. Eine nachhaltige Stabilität des Finanzsystems kann aber nur durch weltweite Regelungen gefunden werden. Die Finanzmärkte sind so vernetzt und voneinander abhängig, dass wir mehr internationale Regelungen brauchen", so der Parlamentsvizepräsident. Er gehe davon aus, dass die europäischen Regelungen Vorbildwirkung haben werden.

Am Rande des Gipfels sind bilaterale Treffen von Karas mit dem Präsidenten des mexikanischen Senats, Ernesto Cordero Arroyo, dem Präsidenten d es kanadischen Senats, Noël Kinsella, dem Vizepräsidenten des indonesischen Repräsentantenhauses, Mohamad Sohibul Iman, und dem Vorsitzenden des südafrikanischen Provinzrates, Mninwa Johannes Mahlangu, vorgesehen.

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