Patentschutz unterstützt die Entwicklung innovativer Arzneimittel

Wien (OTS) - Entwicklung eines Medikaments kostet bis zu 1,3 Mrd. US$. Patentschutz bildet Grundlage für das risikoreiche und jahrelange Erforschen neuer Behandlungsmethoden. Ohne Anreiz durch den Schutz geistigen Eigentums wäre bestehender großer Reichtum an Medikamenten nicht möglich.

Die Entwicklung neuer Arzneimittel ist ein Hochrisikogeschäft. Um die dafür notwendigen und enorm hohen Investitionen - bis zu 1,3 Mrd. US$ - tätigen zu können, muss gewährleistet sein, dass diese Investitionen in das Unternehmen zurückfließen. "Die Verbesserung medizinischer Standards ist nur möglich, wenn entsprechend förderliche Rahmenbedingungen existieren und beibehalten werden", betont Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, im Zuge der Ablehnung eines Patentantrages für ein innovatives Krebsmedikament in Indien.

Die Entwicklung neuer Medikamente nimmt immer mehr Zeit und finanzielle Mittel in Anspruch, bedingt durch komplexere Technologien, risikoreichere Forschungsgebiete und die zunehmend hohen regulatorischen Rahmenbedingungen. "Wenn Unternehmen nicht mehr davon ausgehen können, dass ihre aufwändig entwickelten Produkte als geistiges Eigentum anerkannt werden, wird dies Auswirkungen auf gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Vorgänge und Zielsetzungen haben", so Huber. "Entscheidungen wie die des indischen Höchstgerichts sind dazu angetan, dass sich Unternehmen mit der Veröffentlichung ihrer Produkte auf derartigen Märkten in Zukunft zurückhalten werden. Wer Investitionen tätigt, ohne die Möglichkeit zu bekommen, diese wieder zu erwirtschaften, gefährdet die eigene Existenz. Das kann nicht im Sinne derer sein, die von diesen Innovationen profitieren." Gleichzeitig führen viele international tätige Pharmaunternehmen Maßnahmen durch, um Medikamente auch jenen Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen, die sich diese nicht leisten können.

Der innovative und damit schützenswerte Charakter von Arzneimitteln kann viele Aspekte betreffen: Durch intensive Forschung werden immer wieder Medikamente für Krankheiten entwickelt, die bislang als nicht behandelbar galten - die Onkologie steht hier zurzeit besonders im Fokus. Oder es wird durch entsprechende Arzneimittel möglich, Krankheiten wesentlich gezielter als bisher zu behandeln. Die Lebensqualität von Patienten kann aber auch durch die Entwicklung neuer Darreichungsformen von bereits existierenden Arzneimitteln wesentlich verbessert werden, wie dies etwa in den letzten Jahren im Bereich HIV/AIDS geschehen ist. Auch die Entwicklung von kindgerechten Arzneimitteln stellt eine wesentliche Innovationsleistung dar, die breite Unterstützung in der Gesellschaft findet.

"Die Geschichte der Medizin zeigt, welchen Nutzen das Engagement der pharmazeutischen Industrie im Kampf gegen Krankheiten gebracht hat. Zahlreiche Menschen können heute ein oft beschwerdefreies Leben trotz ernsthafter Erkrankungen führen, weil die Errungenschaften der pharmazeutischen Industrie aus einst tödlichen Krankheiten chronische gemacht haben", so Huber. Er plädiert daher für einen sorgfältigeren Umgang mit den Innovationen pharmazeutischer Unternehmen. Dieser trage dazu bei, dass Innovationen auch bei den Patientinnen und Patienten ankommen.

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand März 2013), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000 Beschäftigte.

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