- 03.04.2013, 08:19:30
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Patentschutz unterstützt die Entwicklung innovativer Arzneimittel
Wien (OTS) - Entwicklung eines Medikaments kostet bis zu 1,3 Mrd.
US$. Patentschutz bildet Grundlage für das risikoreiche und
jahrelange Erforschen neuer Behandlungsmethoden. Ohne Anreiz durch
den Schutz geistigen Eigentums wäre bestehender großer Reichtum an
Medikamenten nicht möglich.
Die Entwicklung neuer Arzneimittel ist ein Hochrisikogeschäft. Um
die dafür notwendigen und enorm hohen Investitionen - bis zu 1,3 Mrd.
US$ - tätigen zu können, muss gewährleistet sein, dass diese
Investitionen in das Unternehmen zurückfließen. "Die Verbesserung
medizinischer Standards ist nur möglich, wenn entsprechend
förderliche Rahmenbedingungen existieren und beibehalten werden",
betont Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, im Zuge der
Ablehnung eines Patentantrages für ein innovatives Krebsmedikament in
Indien.
Die Entwicklung neuer Medikamente nimmt immer mehr Zeit und
finanzielle Mittel in Anspruch, bedingt durch komplexere
Technologien, risikoreichere Forschungsgebiete und die zunehmend
hohen regulatorischen Rahmenbedingungen. "Wenn Unternehmen nicht mehr
davon ausgehen können, dass ihre aufwändig entwickelten Produkte als
geistiges Eigentum anerkannt werden, wird dies Auswirkungen auf
gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Vorgänge und
Zielsetzungen haben", so Huber. "Entscheidungen wie die des indischen
Höchstgerichts sind dazu angetan, dass sich Unternehmen mit der
Veröffentlichung ihrer Produkte auf derartigen Märkten in Zukunft
zurückhalten werden. Wer Investitionen tätigt, ohne die Möglichkeit
zu bekommen, diese wieder zu erwirtschaften, gefährdet die eigene
Existenz. Das kann nicht im Sinne derer sein, die von diesen
Innovationen profitieren." Gleichzeitig führen viele international
tätige Pharmaunternehmen Maßnahmen durch, um Medikamente auch jenen
Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen, die sich diese nicht
leisten können.
Der innovative und damit schützenswerte Charakter von
Arzneimitteln kann viele Aspekte betreffen: Durch intensive Forschung
werden immer wieder Medikamente für Krankheiten entwickelt, die
bislang als nicht behandelbar galten - die Onkologie steht hier
zurzeit besonders im Fokus. Oder es wird durch entsprechende
Arzneimittel möglich, Krankheiten wesentlich gezielter als bisher zu
behandeln. Die Lebensqualität von Patienten kann aber auch durch die
Entwicklung neuer Darreichungsformen von bereits existierenden
Arzneimitteln wesentlich verbessert werden, wie dies etwa in den
letzten Jahren im Bereich HIV/AIDS geschehen ist. Auch die
Entwicklung von kindgerechten Arzneimitteln stellt eine wesentliche
Innovationsleistung dar, die breite Unterstützung in der Gesellschaft
findet.
"Die Geschichte der Medizin zeigt, welchen Nutzen das Engagement
der pharmazeutischen Industrie im Kampf gegen Krankheiten gebracht
hat. Zahlreiche Menschen können heute ein oft beschwerdefreies Leben
trotz ernsthafter Erkrankungen führen, weil die Errungenschaften der
pharmazeutischen Industrie aus einst tödlichen Krankheiten chronische
gemacht haben", so Huber. Er plädiert daher für einen sorgfältigeren
Umgang mit den Innovationen pharmazeutischer Unternehmen. Dieser
trage dazu bei, dass Innovationen auch bei den Patientinnen und
Patienten ankommen.
Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband 120 Mitglieder (Stand März 2013), die den
Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die
Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000
Beschäftigte.
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