Bemerkenswertes Ungleichgewicht (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 30. März 2013

Klagenfurt (OTS) - Technischer Fortschritt ist für viele etwas Selbstverständliches geworden. Doch wenn gesellschaftlich vergleichsweise wenig weitergeht, nimmt man das mehr oder weniger geduldig hin. Dieses Ungleichgewicht wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass die Österreicher sich im Durchschnitt zwei Kinder wünschen, zugleich aber die Zahl der Familien ohne Kinder rasant steigt. An den Ursachen hat sich trotz einiger Verbesserungen nicht wirklich etwas grundlegend geändert: Nach wie vor krankt es an der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zu wenig Väter beteiligen sich an der Kinderbetreuung, und die Kinderbetreuungsstätten erfüllen noch immer nicht die Ansprüche, die sich aus einer modernen Arbeitswelt ergeben, vor allem wenn man sich etwa Öffnungszeiten am Land ansieht. Offenbar ist das Bewusstsein noch nicht entsprechend durchgedrungen, welche Folgen die demografische Entwicklung für unser System hat.

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