• 29.03.2013, 19:56:10
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Bemerkenswertes Ungleichgewicht (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 30. März 2013

Utl.: Ausgabe 30. März 2013 =

Klagenfurt (OTS) - Technischer Fortschritt ist für viele etwas
Selbstverständliches geworden. Doch wenn gesellschaftlich
vergleichsweise wenig weitergeht, nimmt man das mehr oder weniger
geduldig hin. Dieses Ungleichgewicht wird deutlich, wenn man sich vor
Augen führt, dass die Österreicher sich im Durchschnitt zwei Kinder
wünschen, zugleich aber die Zahl der Familien ohne Kinder rasant
steigt. An den Ursachen hat sich trotz einiger Verbesserungen nicht
wirklich etwas grundlegend geändert: Nach wie vor krankt es an der
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zu wenig Väter beteiligen sich
an der Kinderbetreuung, und die Kinderbetreuungsstätten erfüllen noch
immer nicht die Ansprüche, die sich aus einer modernen Arbeitswelt
ergeben, vor allem wenn man sich etwa Öffnungszeiten am Land ansieht.
Offenbar ist das Bewusstsein noch nicht entsprechend durchgedrungen,
welche Folgen die demografische Entwicklung für unser System hat.

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