- 27.03.2013, 15:51:44
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AK Zangerl: Anschlag auf Tyrolean!
Tirol verliert 109 wertvolle Arbeitsplätze und 45 Millionen Euro Beitragsvolumen
Utl.: Tirol verliert 109 wertvolle Arbeitsplätze und 45 Millionen
Euro Beitragsvolumen =
Innsbruck (OTS) - "Obwohl AUA-Geschäftsführer Albrecht noch im
Dezember eine Standortgarantie für Innsbruck abgegeben und
schriftlich von einer Konzentration zahlreicher Aufgaben in Innsbruck
gesprochen hat, wird jetzt die Verwaltung nach Wien verlagert! Das
bedeutet für Tirol: Es werden 109 wertvolle Arbeitsplätze geopfert
und wir verlieren 45 Millionen Euro an Beitragsvolumen für die TGKK",
zeigt sich AK Präsident Erwin Zangerl empört über die Vorgangsweise
der AUA-Führung:
"Mit 1. Juli 2012 wurde der gesamte Flugbetrieb der AUA von der
eigenständigen Tyrolean GmbH übernommen, was auch im Firmenbuch bei
beiden Gesellschaften eingetragen ist. Bereits Anfang März wurde von
Wien aus Druck gegen den Standort Tirol gemacht. Durch die
Verlagerung nach NÖ entgehen Tirol allein rund 45 Millionen Euro an
Beitragsvolumen, also ca. 9 Millionen Euro an Krankenbeiträgen für
die TGKK! Es deutet vieles darauf hin, dass seit längerem politisch
interveniert wurde, um eine Ummeldung der AUA nach Tirol zu
verhindern! Diesem Druck dürfte sich der AUA-Chef gebeugt haben, denn
die vorgesehene Ummeldung wurde plötzlich von der AUA-Spitze
untersagt. Einmal mehr erhalten die Zentralstellen in Ostösterreich
politische Unterstützung auf Kosten der Wirtschaftskraft Tirols.
Der AK Präsident: "Alle anderen Indikatoren sprechen gegen eine
Schließung der Tyrolean-Zentrale. Zuletzt wurde die Belegschaft noch
mit einer Einmalzahlung belohnt. Tatsache ist, dass die
Tyrolean-Belegschaft in Innsbruck sämtliche Sparmaßnahmen des
Konzerns vorbildlich umgesetzt und mitgetragen hat und jetzt mit der
Schließung bestraft wird. Eine zutiefst miserabel Art der
AUA-Spitze.. Es stellt sich die Frage, ob die Lufthansa-Zentrale über
derartige Vorgangsweisen gegen Tiroler Interessen überhaupt Bescheid
weiß.
Ich fordere die Landespolitiker dringend auf, sich diese
Vorgangsweise nicht bieten zu lassen, sowohl im Sinne des Landes als
auch der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Tyrolean."
Zangerl: "Wenn jetzt angeboten wird, das Personal könne ja nach Wien
wechseln, ist das Zynismus pur. Hier hängen Familien und Schicksale,
die man nicht mit einem Federstrich abhaken kann, wie diese die
Geschäftsführung auf dem Papier tut.
Dies umso mehr, da die Tyrolean ja für die AUA der Rettungsanker für
das Fortbestehen war, weil gerade hier in Tirol höchst effizient und
wirtschaftlich gearbeitet wird."
Der AK Präsident abschließend: "Ausgerechnet jener Betrieb, der
aufgrund guter Leistungen und fleißiger Mitarbeiter das
Gesamtunternehmen gerettet hat, wird nun nach getaner Schuldigkeit
zugunsten der Wien- und NÖ-lastigen AUA geopfert. Sollte die AUA
Spitze den Verwaltungsstandort Innsbruck tatsächlich aufgeben,
verlangt die AK Tirol für die betroffenen Mitarbeiter einen
umfangreichen Sozialplan."
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