- 23.03.2013, 08:00:44
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"profil": Finanz fordert von Karl-Heinz Grasser 5,4 Millionen Euro Einkommensteuer
Bescheide für Zeitraum 2003 bis 2010 ergangen - Finanz wirft Grasser vor, Meinl-Honorare den "Besteuerungsgrundlagen" entzogen zu haben
Utl.: Bescheide für Zeitraum 2003 bis 2010 ergangen - Finanz wirft
Grasser vor, Meinl-Honorare den "Besteuerungsgrundlagen"
entzogen zu haben =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, stehen Karl-Heinz Grasser
empfindliche Steuernachzahlungen ins Haus. Am 14. Februar wurden dem
ehemaligen Finanzminister neue Einkommensteuerbescheide für die Jahre
2003 bis 2010 zugestellt. Demnach hat das Wiener Finanzamt 1/23 auf
Basis einer umfassenden Untersuchung der Großbetriebsprüfung nun
eine Nachzahlung in der Höhe von insgesamt 5,4 Millionen Euro
verfügt. Davon entfallen 4,95 Millionen Euro auf die Einkommensteuer
sowie 462.375 Euro auf so genannte Anspruchszinsen, zahlbar bis Mitte
April. Grasser hat die Bescheide zwischenzeitlich angefochten und
damit vorerst einen Zahlungsaufschub erwirkt. Die Finanzverwaltung
sieht es als erwiesen an, dass Grassers Stiftungskonstruktionen in
Liechtenstein nebst angeschlossenen Briefkastenstrukturen auf Zypern
und den Britischen Jungferninseln darauf ausgerichtet waren, die
Honorare aus seinem Meinl-Engagement den "österreichischen
Besteuerungsgrundlagen" zu entziehen. Zwischen 2007 und 2010 flossen
Grasser allein aus seiner Tätigkeit für Meinl insgesamt 8,949
Millionen Euro, wovon gegenüber der österreichischen Finanz lediglich
3,375 Millionen Euro deklariert und versteuert wurden.
Weiters geht die Finanz davon aus, dass auch jene 500.000 Euro,
die Grasser zwischen 2005 und 2006 vorgeblich von seiner
Schwiegermutter übernommen und für diese veranlagt hatte, ihm selbst
zuzurechnen sind. Wie auch die daraus erzielten Gewinne. Auch dafür
soll Grasser nun Einkommensteuer bezahlen. Grasser nimmt dazu in
"profil" ausführlich Stellung: "Ich habe keine Steuern hinterzogen
und wollte das auch nie." Die Verantwortung für das
Stiftungskonstrukt und für die von der Finanz monierte unvollständige
Offenlegung trage ausschließlich sein früherer Steuerberater Peter
Haunold von Deloitte. Haunold wollte das gegenüber "profil" nicht
kommentieren.
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