• 22.03.2013, 12:56:53
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Salzburger EDV-Projekt "PROP" wird bundesweit angeboten

Steidl: Das in Salzburg entwickelte und erfolgreich getestete Reformpoolprojekt "Präoperative Befundung" spart Zeit und Geld

Utl.: Steidl: Das in Salzburg entwickelte und erfolgreich getestete
Reformpoolprojekt "Präoperative Befundung" spart Zeit und Geld =

Salzburg (OTS) - Anlässlich einer Sitzung der
Bundesgesundheitskommission wurde am Freitag beschlossen, das
erfolgreiche Salzburger Reformpoolprojekt "Präoperative Befundung",
kurz "PROP", bundesweit allen am e-card-System angebundenen
Krankenanstalten und niedergelassenen Ärzten als gemeinsame geeignete
EDV-Lösung zur Verfügung zu stellen. Die Einführung von PROP mit den
damit einhergehenden Maßnahmen und Entscheidungen wird von den
Ländern organisiert und finanziert. Neben Salzburg nutzen Teile der
Bundesländer Wien und Burgenland und die Krankenhäuser der
Barmherzigen Brüder das EDV-Tool aus Salzburg schon jetzt.

"Mit PROP kann künftig österreichweit möglich sein, was in
Salzburg schon seit Anfang 2008 Standard ist: Befunde vor geplanten
operativen Eingriffen, beispielsweise von Labor- oder
EKG-Untersuchungen, Lungenröntgen oder
Computertomograph-Untersuchungen werden nicht mehr doppelt und
dreifach durchgeführt. Es werden nur noch jene erledigt, die für die
Operation unbedingt notwendig sind, weil einerseits bereits
existierende Befunde von Ärzten aus dem niedergelassenen Bereich und
aus Krankenhäusern verwendet werden und somit Doppelbefundungen
vermieden und andererseits die Notwendigkeit der Untersuchungen noch
individueller auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden",
erklärte Gesundheitsreferent LH-Stv. Walter Steidl heute, Freitag,
22. März. "Damit erhöht sich die Qualität für die Patientinnen und
Patienten - diese ersparen sich Wege und müssen Untersuchungen nicht
mehrfach über sich ergehen lassen - und die Ausgaben im
Gesundheitswesen werden gedämpft."

Eine Studie der PMU Salzburg hat ergeben, dass bei einer
österreichweiten Verwendung von PROP ein Kosten-Einsparungspotenzial
zwischen zehn und 30 Millionen Euro pro Jahr möglich wäre. Anders
ausgedrückt könnten pro Patient und Untersuchung zwischen 20 Euro und
30 Euro eingespart werden.

Die Sozialversicherungen sparen durch PROP laut PMU-Studie in
Salzburg rund 70 Prozent der Laborkosten und rund 80 Prozent der
Kosten bei Lungenröntgen ein.

Den Anfang genommen hat PROP an der FH Urstein. Dort entwickelten
Experten die Basis-Software für Salzburg und die jetzige Grundlage
für eine bundesweite Ausrollung. PROP wurde in Salzburg in enger
Kooperation zwischen Land, der Sozialversicherung, der FH Urstein,
der Ärztekammer und den SALK entwickelt. Federführend dabei
mitgewirkt haben FH-Prof. Univ.-Doz. Dr. Karl Entacher (FH Salzburg),
OA Dr. Gerhard Fritsch (SALK), Dr. Vinzenz Huber (BVA) und Dr. Beate
Stolzlechner (Land Salzburg, Abteilung 9).

Anwendung finden kann PROP in Salzburg bei etwa 30.000 elektiven,
also geplanten Operationen und österreichweit bei rund 800.000
elektiven Operationen.

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