- 22.03.2013, 12:22:59
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Sozialer Wohnbau: Zu wichtig, um als Wahlkampfthema missbraucht zu werden
GDI fordert Umsetzung noch vor den kommenden Nationalratswahlen
Utl.: GDI fordert Umsetzung noch vor den kommenden
Nationalratswahlen =
Wien (OTS) - Im Strategiepapier "Wohnen 2020" hat die überparteiliche
Nachhaltigkeitsinitiative "Umwelt+Bauen" Maßnahmen und Ziele
formuliert, die der Politik eine sofortige Umsetzung ermöglichen.
Über 30 anerkannte Experten haben die wichtigsten Schlüsselfaktoren
dazu ausgearbeitet. Drei Vorschläge können sofort realisiert werden -
wenn das derzeitige Wahlkampfgetöse einer nachhaltig orientierten
Gestaltung weicht, wird dies von den Wählern mit Sicherheit
honoriert.
"Wohnen ist ein Grundbedürfnis, das für alle Schichten leistbar
bleiben muss", betont Franz Roland Jany, Geschäftsführer der
Gemeinschaft Dämmstoff Industrie und Mitglied der
Nachhaltigkeitsinitiative "Umwelt+Bauen". "Es ist Aufgabe der
Politik, die entsprechenden Rahmenbedingungen so zu entwickeln, dass
ausreichende Finanzmittel zur Verfügung stehen und diese
zweckgerichtet eingesetzt werden, um so der Verteuerung des Wohnens
gegen zu steuern. Diese Forderungen wurden von Gewerkschaft Bau-Holz
Chef Josef Muchitsch bereits eindeutig formuliert und werden seitens
der GDI voll und ganz unterstützt."
1. Bedarfsorientierte und zweckgewidmete Wohnbauförderung
"Eine bedarfsorientierte und zweckgewidmete Wohnbauförderung ist
der Schlüssel zur Schaffung ausreichenden und leistbaren Wohnens
durch die gemeinnützigen Wohnbauträger. Heute fehlen rund 7.000
geförderte Wohnungen und erhöhen so den Druck auf den Wohnungsmarkt",
warnt Jany vor einer weiteren Verknappung des leistbaren Wohnbaus.
"Der geförderte Wohnbau ist aber nicht nur Garant für leistbare
Mieten sowie Betriebs- und Energiekosten", so Jany weiter. Die
vielfachen Effekte des nachhaltig geförderten Wohnbaus reichen von
sozialen Aspekten über ökonomische bis hin zu ökologische
Auswirkungen. "Die Forcierung des energieeffizienten Neubaus und die
Steigerung der thermischen Sanierung schaffen aber nicht nur
leistbaren Wohnraum, sondern kreieren zusätzliche Arbeitsplätze und
senken CO2 Emissionen auf dem Weg zum Klimaziel 2020."
2. Budgetneutrale Finanzierung über EIB
"Die notwendigen Finanzmittel könnten über eine
Wohnbaufinanzierungsagentur oder die Österreichische
Bundesfinanzagentur (OeBFA) budgetneutral von der Europäischen
Investitionsbank (EIB) zur Verfügung gestellt werden. Rund eine
Milliarde Euro würde die fehlende Lücke im Angebot der Gemeinnützigen
schließen", ist Jany überzeugt.
3. Forcierung der thermischen Sanierung
"Die thermische Sanierung ist ein adäquates Mittel, um die
Klimaziele 2020 überhaupt zu erreichen", betont Jany nachdrücklich.
"Darüber hinaus werden so nicht nur die oben angesprochenen
Nachhaltigkeitsziele angekurbelt, über Steuern und Abgaben wird zudem
auch das Doppelte der Förder-Gelder in die Staatskasse retourniert.
Das bedeutet: Ein Förder-Euro generiert zwei Euros."
"Unser Appell an die Politik lautet daher: Möglichst rasch und
konstruktiv die Vorschläge des Strategiepapiers "Wohnen 2020" der
überparteilichen Plattform Umwelt+Bauen zu realisieren und so den
Wohlstand in Österreich nachhaltig zu mehren", schließt Jany.
Über GDI:
Die GDI ist die produktunabhängige Plattform und
Interessensvertretung der österreichischen Dämmstoffindustrie. Die
Arbeitsschwerpunkte liegen in der Steigerung der Energieeffizienz
sowie dem Wärme- und Klimaschutz bei Gebäuden.
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