• 16.03.2013, 12:14:49
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ÖAMTC holt Wiener Geschäftsmann aus Schneechaos in Ungarn

32-Jähriger nach fast 24 Stunden mit Kohlenmonoxid-Vergiftung aus Stau gerettet

Utl.: 32-Jähriger nach fast 24 Stunden mit Kohlenmonoxid-Vergiftung
aus Stau gerettet =

Wien (OTS) - Gestern Abend erreichte die ÖAMTC-Notrufzentrale
abgesehen von vielen hundert Informationsanfragen auch ein Hilferuf
eines medizischen Notfalls aus Ungarn: Ein 32-jähriger Wiener war auf
der Rückreise von Budapest nach Wien im ungarischen Schnee-Chaos
hängen geblieben. Nach einer Nacht im Auto kollabierte der
Geschäftsmann gestern Nachmittag. Mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung
wurde er mit dem Hubschrauber ins Spital nach Györ geflogen. Heute
Mittag wird er vom ÖAMTC zurück nach Wien gebracht.

Patrick B. war auf Geschäftsreise in Budapest. Am Donnerstag gegen
15.30 Uhr machte er sich auf den Heimweg nach Wien. Er tankte sein
Auto, kaufte eine Kleinigkeit zu essen und fuhr los. Er landete wie
Zigtausende andere in einem Stau-Chaos ungeahnten Ausmaßes.
Schneefälle und Sturm hatten den Verkehr auf hunderten
Straßenkilometer in Ungarn zum Erliegen gebracht. Zwischen Budapest
und Wien ging gar nichts mehr. Patrick B. befand sich irgendwo
zwischen Budapest und Györ. Der 32-jährige Wiener verbrachte die
ganze Nacht im Auto, der Motor lief. Am Freitag starb dann der Motor
ab. Patrick B. fühlte sich nicht gut, er bekam Schüttelfrost. Als es
ihm immer schlechter ging, konnte er gerade noch zu einem anderen Pkw
gehen. Dann dürfte er das Bewusstsein verloren haben.

"Patrick B. hatte mehrfach Glück: Die Insassen des Fahrzeugs
setzten einen Notruf ab, und das Wetter hatte sich so weit gebessert,
dass ein Hubschraubereinsatz möglich war. Er selbst kann sich noch
erinnern, dass er mit dem Helikopter ins Spital geflogen wurde",
erzählt Michael Tagunoff, Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. In
Györ diagnostizierten die Ärzte eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.
Offensichtlich waren durch den Schnee Auspuffabgase ins Wageninnere
gedrückt worden, als der Motor die ganze Zeit gelaufen war. Der
32-Jährige erhielt Sauerstoff und erholte sich soweit, dass er aus
dem Spital selbst die ÖAMTC-Notrufzentrale verständigen konnte. Von
hier aus wurde in Absprache mit den Ärzten in Ungarn sofort die
Rückholung des Geschäftsmannes organisiert. Heute wird Patrick B. mit
dem Krankenwagen von Györ nach Wien gebracht, wo er "nur mehr nach
Hause, in die Badewanne und schlafen" möchte.

Durch einen gültigen ÖAMTC-Schutzbrief sind sowohl die
Kranken-Transportkosten als auch die Rückholung des Fahrzeugs, das
der Wiener Geschäftsmann auf der ungarischen Autobahn zurücklassen
musste, zur Gänze gedeckt.

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