• 15.03.2013, 13:17:41
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SPÖ-Klubtagung - Ludwig: Stadt der Zukunft. Zukunft Wien.

Wien als Motor für die gesamte Ostregion

Utl.: Wien als Motor für die gesamte Ostregion =

Rust (OTS/SPW-K) - "Die Stadt Wien zählt heute zu den lebenswertesten
Städten der Welt. Eine Stadt mit wirtschaftlicher, kultureller und
politischer Bedeutung. Gleichzeitig entwickelt sich Wien
kontinuierlich weiter", so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. "Für diese
dynamische Weiterentwicklung zur modernen europäischen Metropole gilt
es heute, die wesentlichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen zu
schaffen", betonte Ludwig im Rahmen seiner Präsentation der
"Strategien für eine wachsende Stadt". Dabei könne einerseits auf ein
besonders stabiles Fundament aufgebaut werden, andererseits werde
dieser Weg verstärkt zu einer Entwicklung "von der Stadt zur
Stadtregion" führen. Von zentraler Bedeutung sei dabei: "Wir werden
diesen Weg der Stadtentwicklung, der Weiterentwicklung unserer Stadt,
gemeinsam mit der Wiener Bevölkerung, gemeinsam mit den Wienerinnen
und Wienern, gehen", wie Wohnbaustadtrat Ludwig besonders
hervorstrich.

Der Wohnbau als Rückgrat der Stadtentwicklung und der
Stadterneuerung

Die dynamische Entwicklung Wiens zeige sich aktuell in einer ganzen
Reihe von Projekten. Im zweiten und 20. Bezirk etwa durch die weitere
Entwicklung auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs, im dritten
Bezirk durch die Entwicklung der Aspanggründe und von St. Marx. "Der
Wohnbau - und insbesondere der geförderte Wohnbau - ist hier der
Motor der für die Stadtentwicklung", erklärte Ludwig. Beispielhaft
stehen dafür auch das Stadterweiterungsgebiet aspern Die Seestadt
Wiens und das Sonnwendviertel, als eines der größten innerstädtischen
Stadtentwicklungsgebiete. "In aspern werden in der ersten
Entwicklungsetappe mit den geförderten Wohnbauten sowie den Projekten
aus der Wiener Wohnbauinitiative insgesamt mehr als 2.800
Wohneinheiten für rund 6.000 Menschen geschaffen. Bis 2016 wird somit
bereits ein Drittel aller geplanten Wohnungen in aspern Die Seestadt
Wiens realisiert", unterstrich Stadtrat Michael Ludwig.
Im Sonnwendviertel beim neuen Hauptbahnhof wiederum werden derzeit
rund 2.000 geförderte Wohnungen - mehr als 300 davon als
SMART-Wohnungen - errichtet. Hinzu kommen noch weitere 365
Wohneinheiten, die über die Wiener Wohnbauinitiative realisiert
werden. Gleichzeitig werden im Rahmen der Sanften Stadterneuerung
dutzende Wohnhäuser im angrenzenden Grätzel umfassend saniert und das
gesamte Viertel aufgewertet.

Wien wächst - Die Stadt agiert vorausschauend und stellt die
notwendigen Weichen

Neben der Entwicklung von städtischen Erweiterungsgebieten - sowohl
innerstädtisch als auch an Stadtrandlagen - werde in Zukunft ein ganz
spezieller Fokus auch auf der inneren Stadtentwicklung liegen. Denn
vor dem Hintergrund der wachsenden Bevölkerung (bis 2035 wird ein
Wachstum von derzeit 1,7 Millionen auf 2 Millionen EinwohnerInnen
prognostiziert) und der Sicherung der hohen Lebensqualität ist es
notwendig, bestehende urbane Gebiete bestmöglich zu nutzen. Mehr
Menschen bedeute auch mehr Notwendigkeit von Infrastruktur.
"Stadtentwicklung bedeutet im Übereinkommen mit der Bewahrung von
Grünräumen und mit der Entwicklung von neuen Bebauungstypologien und
begleitenden Freiraumplanungen neuen lebenswerten Wohnraum zu
schaffen", präzisierte Ludwig.
Im Bereich der inneren Stadtentwicklungen werden daher neue und
zusätzliche Instrumente eingesetzt. "So werden wir über eine
Ergänzung zur Förderschiene für Wohnhaussanierungen, mit der Thewosen
plus-Förderung, die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum unterstützen
und forcieren", erklärte Wohnbaustadtrat Ludwig. Dabei handle es sich
um Förderangebote, die bei einer thermisch energetischen Sanierung
von Wohnhäusern und der gleichzeitigen Schaffung von zusätzlichem
Wohnraum, etwa durch Aufstockung oder Zubau, angeboten werden. Der so
entstehende zusätzliche, kostengünstige Wohnraum liegt zudem in
infrastrukturell ausgezeichnet erschlossenen Gebieten.

Weiters werde die verstärkte Nutzung von Brachflächen (z.b. ehemalige
Industrieareale, Kasernen, Bahnhöfe) weiter forciert. Eine
kontrollierte Potenzialausschöpfung in Gründerzeitvierteln soll zudem
im Einklang mit den Maßnahmen der Sanften Stadterneuerung die
Möglichkeiten für weitere kostengünstige Wohnraumschaffung in gut
erschlossenen Gebieten bieten.

Die Miteinbeziehung der Bevölkerung werde bei der Entwicklung der
künftigen Stadtviertel zentral im Mittelpunkt stehen. Hier kann Wien
auf viele erfolgreich Mitbestimmungsmodelle vorweisen, die angesichts
der Stadtentwicklung auch wieder zunehmend in den Vordergrund rücken.
Im Wohnbau werden in Zukunft somit verstärkt zweistufige
Bauträgerwettbewerbe und kooperative Planungsverfahren zum Einsatz
kommen.

Bereits bisher hatte Wien dafür Sorge getragen, dass sämtliche
Wohnbauvorhaben - insbesondere in neuen Entwicklungsgebieten - im
Einklang mit der notwendigen Infrastruktur verwirklicht werden. Um
die Bereitstellung der notwendigen infrastrukturellen Einrichtungen
auch in Zukunft optimal zu gewährleisten und sicherzustellen, werde
die Abstimmung noch weiter verstärkt und das Vorgehen deutlich
flexibler gestaltet. Die einzelnen Planungs- und
Realisierungsschritte werden zudem noch wesentlich stärker mit den
Bezirken und den AnwohnerInnen abgestimmt.

Bauordnung und Widmungen als Lenkungsinstrumente und
Kostenbremse

Neben der effizienten Nutzung von vorhandenen Entwicklungsgebieten
und Flächen, die zur Bebauung vorgesehen sind, betreibt die Stadt
Wien seit vielen Jahren bereits eine konsequente
Grundstücksbevorratung. Diese werde auch in Zukunft ganz gezielt
fortgeführt und intensiviert, wie Ludwig betont. Über dieses
Instrument werde den steigenden Grundstückskosten gezielt entgegen
gewirkt.

Darüber hinaus werden zusätzliche Instrumente und Maßnahmen zur
Eindämmung der Liegenschaftspreisentwicklung eingesetzt. Die
Einführung einer eigenen Widmungskategorie "förderbarer Wohnbau"
werde bereits in den nächsten Monaten in der Wiener Bauordnung
verankert. Zudem werde in Zukunft in besonderen Fällen auch das
Instrument von befristeten Widmungen eingesetzt. "Auf diese Weise
wird das Horten von Liegenschaften mit Baulandwidmung zu rein
spekulativen Zwecken unterbunden. Es ist dies ein wichtiges
Lenkungsinstrument, um Grundstücksspekulationen erfolgreich Einhalt
zu bieten", hält der Wiener Wohnbaustadtrat fest.

Liegenschaftseigentümer sollen zukünftig außerdem auch einen Beitrag
zur notwendigen Schaffung und Bereitstellung der Infrastruktur
leisten. Über eine neue Infrastrukturabgabe, die voraussichtlich ab
dem nächsten Jahr eingehoben werden wird, sollten sie sich an den
Investitionen, die schließlich zu einer deutlichen Aufwertung ihrer
Liegenschaften führen, beteiligen.

Stärkere regionale Vernetzung schafft Win-Win-Situation

Der Wiener Wohnbaustadtrat machte aber auch deutlich, dass die
dynamische Entwicklung Wiens und auch jene in weiten Teilen der
Ostregion und des Donauraums, eine überregionalere Betrachtung und
Planung notwendig mache. "Von der Stadt zur Stadtregion, so kann man
die aktuellen Entwicklungen zusammenfassen", so Ludwig.

Daher werde die Weiterentwicklung der Donaumetropole Wien in einer
noch intensiveren Vernetzung und Zusammenarbeit mit der Gesamtregion
erfolgen. "Wir wollen bereits gewachsene Strukturen weiter aus-, auf
bestehenden Kooperationen aufbauen und diese verstärken sowie auch
zusätzliche Möglichkeiten der Zusammenarbeit schaffen", erklärte
Wohnbaustadtrat Ludwig. Dazu zählen u.a. das Arbeitsübereinkommen
"Stadtregion+" zwischen den Landeshauptleuten des Burgenlandes,
Niederösterreichs und Wien, die Planungsgemeinschaft Ost, der
Verkehrsverbund Ostregion VOR und die Österreichische
Raumentwicklungskonferenz ÖREK.

Neben der verstärkten Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden und den
Bundesländern Niederösterreich und Burgenland werde aber auch die
Kooperation und gemeinsame Planung mit Ungarn, der Slowakei und
Tschechien intensiviert werden. Gerade auch die siedlungspolitischen
und infrastrukturellen Maßnahmen müssen nach ökonomischen, sozialen
und ökologischen Überlegungen erfolgen. Gemeinsam, regional vernetzt
anstatt isolierter Einzelentwicklungen.

Die dynamische Entwicklung Wiens wirke hier als starker Motor für die
gesamte Region. Mit einer noch stärkeren Vernetzung solle die
Leistbarkeit tragfähiger Infrastrukturen gesichert, der effiziente
und umweltschonende Einsatz von Ressourcen und Energie, der Erhalt
von Landschaftsräumen und die Entwicklung nachhaltiger
Mobilitätsstrategien forciert werden.

Wien präsentiert sich und seine Stadtentwicklung einem
internationalen Publikum

Abschließend kündigte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig an, dass sich
Wien mit seinen Aktivitäten in der Stadtentwicklung, in der
Stadterneuerung und im Wohnbau bereits ab 2015 im Rahmen einer
internationalen Bauausstellung präsentieren wird. Die internationale
Bauaustellung IBA Wien wird sich dem Thema "Sozial und ökologisch
nachhaltiger Wohnbau" widmen.

"Internationale Bauausstellungen sind ein - seit rund 100 Jahren
bekanntes - Instrument der stadtplanerischen und städtebaulichen
Impulssetzung. Mit der IBA Wien soll eine Weiterentwicklung der
international bereits jetzt anerkannten hervorragenden Qualitäten des
Wiener Wohnbaus mit einem kräftigen zusätzlichen Innovationsschub
erreicht werden. Dies wird zusätzliche Vorteile für die Bewohnerinnen
und Bewohner unserer Stadt bringen", erklärte Ludwig.

Eine IBA ist kein Ausstellung im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr
ein Entwicklungsprozess. An mehreren Orten, vor allem im 21. und 22.
Bezirk soll die IBA stattfinden, wobei sich der zweite
Entwicklungsteil der Seestadt aspern anbietet. Ein zweiter Teil der
IBA wird sich mit sozial und ökologisch nachhaltiger Stadterneuerung
- Sanierung und qualitätsvoller Ausbau der Kernstadt - in einem dicht
bebauten Gebiet beschäftigen. Die Präsentationsphase soll bis 2018
stattfinden. "Wir entwickeln Wien heute für morgen weiter. Und wir
werden die Wienerinnen und Wiener mitnehmen und diesen Weg gemeinsam
mit ihnen gehen", so Wiens Wohnbaustadtrat abschließend.

Videos der Klubklausur unter: http://www.youtube.com/spoew

Fotos der Klubklausur unter: http://www.flickr.com/photos/spoewien

(Schluss) csi/kau

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