- 15.03.2013, 12:50:50
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In Argentinien verfolgter Jesuit Jalics ist "mit Papst versöhnt"
Von der Militärjunta verschlepper Jesuiten-Missionar Franz Jalics hat Vorkommnisse mit Bergoglio besprochen und sieht sie als "abgeschlossen"
Utl.: Von der Militärjunta verschlepper Jesuiten-Missionar Franz
Jalics hat Vorkommnisse mit Bergoglio besprochen und sieht sie
als
"abgeschlossen" =
Wien, 15.03.13 (KAP) Einer der beiden Jesuitenpater, der während der
Militärdiktatur in Argentinien vom heutigen Papst Franziskus
angeblich fallen gelassenen wurde, hat sich mit Jorge Mario
Bergoglio versöhnt. Der heute 85-jährige Franz Jalics, der seit 1978
in Deutschland lebt, hat am Freitag auf der Homepage der deutschen
Jesuiten (www.jesuiten.de) eine diesbezügliche Erklärung abgegeben.
Jalics habe mit Bergoglio während dessen Zeit als Erzbischof über
die Situation während der Militärdiktatur (1976-1983) gesprochen, er
sei mit den Geschehnissen versöhnt und betrachte sie als
"abgeschlossen", führte er aus. Jalics hält sich derzeit in Ungarn
auf, so die Information der deutschen Jesuitenprovinz.
Dem am Mittwoch zum Papst gewählten einstigen Erzbischof von Buenos
Aires wird vorgeworfen, zwei Jesuiten in seiner Zeit als
argentinischer Jesuitenprovinzial nicht vor der Verschleppung durch
das Militär geschützt zu haben. Bergoglio selbst sagte, er habe sie
vor den Gefahren gewarnt und bei der Militärjunta für sie
vorgesprochen, aber wenig Einfluss gehabt. Die zwei Jesuiten - einer
von ihnen der 1927 in Ungarn geborene und mittlerweile im
Exerzitienhaus Wilhelmsthal im oberfränkischen Kronach lebende Franz
Jalics - wurden nach fünf Monaten Haft und Folter freigelassen.
Verteidigt wird Bergoglio auch vom prominenten Befreiungstheologen
Leonardo Boff. Bergoglio habe niemanden verraten, sondern vielmehr
"viele gerettet und versteckt, die von der Militärdiktatur verfolgt
wurden", sagte Boff am Donnerstag in Rio de Janeiro. Ähnliche
Entlastung kommt auch durch den Friedensnobelpreisträger Adolfo
Perez Esquivel, der betonte, betonte allerdings, dass Bergoglio in
diesen Tagen eine rühmliche Ausnahme gewesen sei.
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