Bei schmerzhafter Krümmung von Finger und Hand: Therapie ohne Skalpell

ÖGH-Studie: 'XIANIS' zur Nutzen-/Risikoabschätzung bei Dupuytren

Wien (OTS) - Mit dem Medikament Xiapex(R) ist die minimal invasive Behandlung der weit verbreiteten Dupuytren'schen Kontraktur möglich:
erkrankte Collagenstränge werden mit Hilfe einer Collagenase-Injektion gespalten und soweit geschwächt, dass durch manuelles Dehnen die Beugekontraktur behoben werden kann. Bei fachgerechter Infiltration können auch schwere Verlaufsformen behandelt werden. Zur Vermeidung möglicher Komplikationen soll Xiapex(R) nur von Ärzten mit Erfahrung in Diagnose und chirurgischer Behandlung (v.a. in Anatomie des Morbus Dupuytren.), verwendet werden!

Zur Abschätzung von Nutzen und Risiko dieser neuen Therapieform hat die Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie (ÖGH) nach Markteinführung des Präparates in Österreich die nicht interventionelle Studie 'XIANIS' aufgesetzt.

Strenge Richtlinie bei Anwendung von Xiapex(R)

Um Xiapex(R) einzusetzen, ist gemäß den Richtlinien der EMA (European Medicines Agency)

1. die grundsätzliche Erfahrung des Arztes im Umgang mit Diagnose und Behandlung von Morbus Dupuytren Voraussetzung und

2. das Studium der Trainingsbroschüre und/oder die Absolvierung des Infiltrations-Trainings.

3. Empfohlen wird, die Anwendung von Xiapex(R) durch ausgebildete Handchirurgen oder handchirurgisch versierte Fachärzte aus den Fachgebieten Allgemeinchirurgie, Orthopädie, Plastische Chirurgie, Unfallchirurgie durchführen zu lassen, da diese bei etwaigen Komplikationen auch die unmittelbar erforderlichen handchirurgischen Schritte einleiten können. Grundsätzlich ist jeder Arzt/Ärztin, der/die mit Xiapex(R) behandelt, aufgerufen, an XIANIS teilzunehmen.

ÖGH: XIANIS Studie auf 3 Jahre ausdehnen!

Erste Resultate der durch die ÖGH aufgesetzten XIANIS Studie zeigen, dass die Bewertung des Behandlungserfolgs sowohl durch Patient wie auch Arzt gleichermaßen gut ausfällt. Im Beobachtungszeitraum wurden 352 Patienten innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen durchgehend erfasst.

Im längerfristigen Verlauf liegen noch nicht genügend Daten vor, um eine sichere Aussage treffen zu können. Daher soll die Studie auf einen Beobachtungszeitraum von 3 Jahren ausgedehnt werden, um langfristige Resultate bei der Behandlung mit Xiapex(R) mit jenen anderer Verfahren vergleichen zu können. Das beobachtete Kollektiv umfasst mehr als 90 % Männer im Alter zwischen 60 - 80 Jahren. Betroffenes Areal waren meist Ring- und Kleinfinger. Bei der Aufdehnung wird das Schmerz-empfinden - abhängig von der Form der Lokalanästhesie - von den PatientInnen als mittel bis gering eingestuft, die Infiltration jedoch als schmerzhaft angegeben.

Bei Komorbidität: Xiapex(R) erfolgversprechende Therapie

Die Besserung der Fehlstellung ist abhängig von der Lokalisation des Gelenkes und der Dauer der Fehlstellung. Grundgelenke haben gegenüber dem Kleinfingermittelgelenk eine günstigere Prognose. Das Kleinfingergelenk kann am wenigsten aus der Beugeposition gebracht werden. Medikamentöse Nebenwirkungen wurden in den ersten 30 Tagen häufig beobachtet, die Auswirkungen blieben jedoch gering. Häufiger als in der Literatur angeführt, traten Risse der Haut mit Wunddefekten auf, die jedoch alle ohne operativen Eingriff ausheilten. Lediglich in 2 Fällen war auf Grund von Komplikationen eine weitere Operation erforderlich.

Besonderen Stellenwert hat die Xiapex(R) -Behandlung bei Patienten mit schweren Verlaufsformen, bei denen eine chirurgische Fasziektomie in Plexus- bzw. Vollnarkose risikoreich wäre: Xiapex(R) ist gerade für diese Patienten eine erfolgversprechende Erweiterung im Therapieportfolio der Dupuytren'schen Erkrankung.
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