Argentinien feiert "seinen" Papst als Fußballfan

Franziskus ist Ehrenmitglied Nummer 88.235 im Fußballklub San Lorenzo - Reaktionen von Maradona und Messi

Buenos Aires, 14.03.13 (KAP) Die Welt des Fußballs ist begeistert von der Wahl von Kardinal und Fußball-Freund Jorge Mario Bergoglio zum nunmehrigen Papst Franziskus - ganz besonders in seinem Heimatland Argentinien. Fußballlegende Diego Maradona hat bereist angekündigt, er hoffe auf eine baldige Audienz in Rom, und auch Landsmann Lionel Messi vom FC Barcelona ist begeistert: "Ein argentinischer Papst. Welche Freude. Franziskus, mich würde es bezaubern, Ihnen die Weltmeisterschaft 2014 zu widmen."

Im Freudentaumel ist derzeit besonders der Fußballclub San Lorenzo aus Buenos Aires: Der neue Nachfolger Petri ist Ehrenmitglied im Verein, der zu den fünf großen Klubs des Landes zählt, mit der Mitgliedsnumer 88.235. Franziskus habe einmal erwähnt, dass er niemals die Spiele der Saison 1946 vergessen werde, als San Lorenzo seine dritte Meisterschaft gewann, berichten die Sportgazetten ausführlich. "Der neue Papst ist ein glühender Sympathisant von San Lorenzo", verkündete der Klub unmittelbar nach der Wahl auf seiner Homepage. Klubpräsident Matias Lammens werde umgehend ein Glückwunschschreiben an den Papst senden, hieß es.

Tango-Liebhaber

Franziskus spielte jedoch in seiner Jugend außer Fußball auch Basketball, wird weiters berichtet, er sei ein leidenschaftlicher Tango-Tänzer, "mit jedoch einer starken Neigung zur Milonga". Wichtig weiters für den argentinischen Nationalstolz die Vorliebe für Filme der Schauspielerin Tita Merello (1904-2002) und des italienischen Neorealismo.

Schon mit 21 Jahren sei er schwer erkrankt, wird weiters erwähnt, man habe die Ursache nicht feststellen können und er habe bereits gedacht, bald zu sterben. Schließlich wurde eine schwere Lungenentzündung diagnostiziert und ein Teil des Oberlappens des rechten Lungenflügels entfernt. Einer weiteren seiner hobbymäßig betriebenen Sportart, dem Schwimmen, tat das keinen Abbruch. Reisen möge der Papst allerdings nicht so gerne, wird der Weihbischof von Buenos Aires, Eduardo Horacio Garcia, zitiert.

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