• 14.03.2013, 10:50:46
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Berlakovich: Konjunkturpaket Wasser mit 160 Mio. Euro geschnürt

Zusätzliche Fördermittel sichern hohes Niveau der Wasserwirtschaft

Utl.: Zusätzliche Fördermittel sichern hohes Niveau der
Wasserwirtschaft =

Wien (OTS) - Durch Budgetkonsolidierungsmaßnahmen im Vorjahr ist es
zu groben Einschnitten bei den Fördermitteln für die
Siedlungswasserwirtschaft gekommen. Umweltminister Berlakovich hat
nun eine Gesetzesnovelle in Begutachtung geschickt, die eine massive
Aufstockung der Förderungsmittel zum Inhalt hat: "Mit dieser Novelle
des Umweltfördergesetzes gibt es in den Jahren 2013 und 2014
zusätzliche Mittel von 145 Millionen Euro. Insgesamt haben wir für
diesen Zeitraum nun ein Konjunkturpaket für die Wasserwirtschaft in
Höhe von 160 Millionen Euro geschnürt. Das verbessert die
Umweltsituation unserer Gewässer und sorgt mit hohen Investitionen
für Aufschwung in der Wirtschaft und wichtige green jobs", so
Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Österreichischen
Gemeindebundes Helmut Mödlhammer.

Die österreichische Trinkwasserversorgung und die
Abwasserentsorgung sind zentrale Leistungen der Daseinsvorsorge.
Diese sind im Verantwortungsbereich unserer Gemeinden und Städte
hervorragend organisiert. "Die Qualität unserer Wasserversorgung und
Abwasserentsorgung ist europaweit einzigartig", sagt
Gemeindebund-Chef Mödlhammer. "Die Gemeinden errichten und erhalten
die Infrastruktur. Wir sind froh, dass nunmehr die Förderlandschaft
des Bundes auch für die kommenden Jahre gesichert ist. Wir haben ja
enormen Investitionsbedarf, zunehmend natürlich in der Sanierung.
Rund vier Fünftel der Kosten haben die Gemeinden ohnehin alleine zu
stemmen."

Österreichs Wasserwirtschaft ist gut aufgestellt
In Österreich wurden 55 Milliarden Euro ab 1959 in die
Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung investiert. Damit konnte in
vielen Gebieten Österreichs eine sehr gute Wasserqualität und eine
sichere Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser erreicht werden.
Aus Umfragen ist bekannt, dass die Österreicherinnen und Österreicher
mit dieser Situation und mit den Leistungen der Städte und Gemeinden
als Wasserversorger höchst zufrieden sind. In Österreich gibt es 1,4
Millionen Hausanschlüsse, 76.700 km Wasserleitungen, 89.000 km
öffentliche Kanäle und 1.841 kommunale Kläranlagen. Mehr als 90% der
Bevölkerung sind an eine kommunale Kläranlage angeschlossen. Neben
den sich daraus ergebenden positiven Auswirkungen auf den
Gesundheits-, Umwelt- und Gewässerschutz und auf die Attraktivität
Österreichs als Tourismusland, hat die Siedlungswasserwirtschaft aber
auch nachweislich dazu beigetragen, die regionale Wertschöpfung zu
steigern und Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern.

"Die Wasserinfrastruktur sichert den Wohlstand und die
Lebensqualität der österreichischen Bevölkerung am Land gleichermaßen
wie in den Städten. Durch die Bereitstellung von Förderungsmitteln
für die Siedlungswasserwirtschaft kann die Bevölkerung mit hygienisch
einwandfreiem Trinkwasser versorgt und die Reinigung der anfallenden
Abwässer bereits weitgehend gewährleistet werden. Damit haben wir
viel für Österreich und für die Qualität der Wasserressourcen
erreicht, viel ist aber noch zu tun", erklärt Berlakovich. So wird es
die Herausforderung der kommenden Jahre und Jahrzehnte sein, den
hohen Standard der Trinkwasserversorgung und Abwasserreinigung durch
einen effizienten Anlagenbetrieb zu erhalten und die Infrastruktur
vorausschauend und sparsam zu bewirtschaften. Zudem ist die
Versorgungssicherheit in jenen Regionen Österreichs sicherzustellen,
die in Folge des Klimawandels verstärkt von Trockenheit betroffen
sind. Hier gilt es, die zentrale Leitungsinfrastruktur weiter
auszubauen, dort wo möglich, zusätzliche Wasserspender zu erschließen
und eine bessere Vernetzung der Leitungssysteme zu erreichen.

VOR SORGEN - Initiative für den Erhalt unserer Trink- und
Abwassersysteme

Wie wichtig funktionierende Trink- und Abwassersysteme für die
Gemeinde, die Stadt und die Region sind, soll allen Österreicherinnen
und Österreichern, vor allem den lokal verantwortlichen
Entscheidungsträgerinnen und -trägern bewusst werden.
Die österreichischen Bundesländer, das Lebensministerium, ÖWAV
(Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband), ÖVGW
(Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach) sowie der
Städte- und Gemeindebund unterstützen daher mit VOR SORGEN - für
unsere Trink- und Abwassernetze gemeinsam dieses Ziel. Informationen
dazu im Internet auf www.wasseraktiv.at/vorsorgen

Rückfragehinweis:

Daniel Kosak
Presse- und Öffentlichkeitsreferat
Österreichischer Gemeindebund
01/ 512 14 80

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