Alumni Club der MedUni Wien lud zur Präsentation des Mobilen Hospizdienstes der Caritas

Betreuung und Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase zentrales Thema des "Alumni-Treffpunkts"

Wien (OTS) - Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Alumni-Treffpunkt" hatte der Club der AbsolventInnen der MedUni Wien seine Mitglieder am 12. März zum Hospiz-Infoabend in die Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik eingeladen.

"Palliativmedizin und Begleitung von unheilbar kranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase ist eine enorm wichtige Aufgabe - gerade in einer Gesellschaft, die immer älter wird. Hospiz-Einheiten bieten neben palliativer Medizin eine zusätzliche Begleitung auf verschiedenen Ebenen an - für die Betroffenen und ihr Umfeld. Mit diesem Info-Abend wollen wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit bieten, Einblick in diese wichtige Arbeit zu bekommen", so Karin Gutiérrez-Lobos, Club-Präsidentin und Vizerektorin der MedUni Wien, anlässlich des Hospiz-Infoabends des Clubs am 12. März.

Schmerzen lindern - zuhören und trösten - Brücken bauen

Seit nunmehr 24 Jahren sind die MitarbeiterInnen des Mobilen Hospiz der Caritas im Einsatz, um die Lebensqualität unheilbar Kranker in körperlicher, psychischer und sozialer Hinsicht zu verbessern oder zu bewahren und ihnen ein Sterben zu Hause zu ermöglichen. Dr.in Claudia Treipl vom Mobilen Hospiz Alt Erlaa erläuterte im Rahmen des Info-Abends die medizinischen und menschlichen Anforderungen, die an ein Hospiz-Team gestellt werden.

"Zunächst geht es fast immer darum, körperliche Schmerzen zu lindern. Hier sind Schmerz- und Palliativmedizin gefragt", so Treipl. Die Diagnose "unheilbar" verursache aber auf vielen Ebenen tiefe Wunden. Täglich müsse damit gerechnet werden, dass die eigene Kraft weniger werde, die Autonomie zunehmend eingeschränkt werde. "Die eigene Zukunft ist ungewiss, Vorhaben können nicht mehr umgesetzt werden. Hospizbegleitung heißt hier zuhören, trösten, gemeinsam und interdisziplinär Lösungen finden", meinte Treipl.

Oft brauche es auch Unterstützung von außen, um Prozesse der Klärung in Gang zu bringen. Denn eine lebensbedrohliche Krankheit verändere nicht nur das Leben der unmittelbar Betroffenen, sondern auch das des Umfeldes. Treipl: "Beziehungen innerhalb der Familie und des Freundeskreises werden mitunter auf harte Proben gestellt, manchmal ziehen sich Angehörige aus Angst und Unsicherheit zurück. Schwelende Konflikte brechen plötzlich auf und es bleibt nur mehr wenig Zeit zur Versöhnung." Hier bedeute Hospizbegleitung auch zu vermitteln und Brücken zu bauen. "Die Arbeit im Hospiz-Team sei zwar sehr herausfordernd, aber mindestens ebenso sinnvoll und zufriedenstellend", so die Allgemeinmedizinerin zum Abschluss.

ÄrztInnen, die in einem Hospiz-Team arbeiten möchten, sollten einen interdisziplinären Palliativkurs absolviert haben.

Über den Alumni Club der MedUni Wien

Universitas - Scientia - Humanitas: Der 2008 gegründete Verein ist die postgraduale Wissens-, Dialog- und Karriereplattform für AbsolventInnen der MedUni Wien. Das zentrale Anliegen des Clubs ist die Verknüpfung von beruflicher Praxis und universitärem Dialog. Das Generationen-übergreifende Netzwerk der MedUni Wien bietet vielfältige Gelegenheit zu fachlichem und persönlichem Austausch. PartnerInnen und UnterstützerInnen des Alumni Clubs sind: MedUni Wien, Wiener Städtische Versicherung, Die Presse, ASCINA - Austrian Scientists & Scholars in North America. www.alumni-meduniwien.at

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