• 13.03.2013, 21:28:23
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Kapellari: Ein Jesuit namens Franziskus ist "starkes Symbol"

Grazer Bischof "höchst erstaunt und tief bewegt" bei erstem Auftritt des neu gewählten Papstes aus Lateinamerika - Jesuit auf dem Stuhl Petri mit Namen Franziskus, ist "starkes Symbol" - "Die Leute werden ihn mögen"

Utl.: Grazer Bischof "höchst erstaunt und tief bewegt" bei erstem
Auftritt des neu gewählten Papstes aus Lateinamerika - Jesuit
auf dem Stuhl
Petri mit Namen Franziskus, ist "starkes Symbol" - "Die Leute
werden
ihn mögen" =

Wien, 13.03.13 (KAP) "Höchst erstaunt und tief bewegt" hat der
Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari auf die Wahl von Kardinal
Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst reagiert. Der stellvertretende
Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, der den ersten
Auftritt von Franziskus I. in den Redaktionsräumen der "Kathpress"
in Wien mitverfolgte, nannte es in einer ersten Reaktion ein
"starkes Symbol", dass der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri fortan
den Namen des populären Heiligen und "herausragenden Liebenden der
Kirche und der Menschen" trägt. Diese "prophetische Geste" zeige,
dass der neuen Papst die soziale Dimension des christlichen Glaubens
sehr ernst nimmt, so Kapellari. Zugleich sieht er in der Ernennung
eines Mannes aus Lateinamerika eine Verdeutlichung, "dass wir eine
Weltkirche sind".

"Überrascht" sei er, weil er nach dem vergleichsweise kurzen
Konklave mit der Wahl eines Italieners gerechnet hätte, sagte der
Grazer Bischof. Bergoglio sei zudem kein Name gewesen, der zuletzt
als Favorit gegolten habe. Andererseits sei der 76-jährige
Argentinier bereits vor acht Jahren allem Vernehmen nach im
Blickfeld gewesen und seine nunmehrige Wahl somit "auch wieder nicht
überraschend", erinnerte Kapellari.

Befragt nach nun für den Papst anstehenden vordringlichen Aufgaben
und Erneuerungsschritten sagte der Bischof, "die Probleme sind da
und bleiben es auch". Die Kirche sei "lebendig und bewegt sich
unabhängig von der Person des Papstes". Aber sie werde "nicht
galoppieren" und sich den Rhythmus ihrer Bewegung nicht von außen
oder von einer Ortskirche auferlegen lassen.

Den ersten Auftritt von Franziskus I. auf der Loggia im Vatikan
empfand Bischof Kapellari - wie er sagte - als "beeindruckend
schlicht und leise" jenseits von Pathos und "Theatralik". Dass der
Papst sich vor dem Segen der am Petersplatz versammelten Gläubigen
an diese mit der Bitte wandte, sich erst still und fürbittend für
ihn an Gott zu wenden, sei eine "neue Dramaturgie", die beeindrucke.
"Die Leute werden ihn mögen", prophezeite Kapellari.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) rme/pwu/

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