• 13.03.2013, 11:54:19
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Wlodkowski: Nur Lebensmittel von Landwirten als "Bauern-"Produkte bezeichnen

Klare Herkunfts-Kennzeichnung hilft Konsumenten und Landwirtschaft

Utl.: Klare Herkunfts-Kennzeichnung hilft Konsumenten und
Landwirtschaft =

Wien (OTS) - "Mit der Lebensmittel-Bezeichnung 'Bauern-', wie
Bauernbrot, auf industriell hergestellten Produkten werden die
Konsumenten nach wie vor in die Irre geführt und getäuscht. Nur Brot
vom Landwirt ist Bauernbrot. Daher verlangt die
Landwirtschaftskammer, dass Produktbezeichnungen mit dem Wortteil
'Bauern-' oder ähnlichen Begriffen bei Lebensmitteln ausschließlich
für Waren aus bäuerlicher Erzeugung erlaubt sind. Österreichs
Landwirte produzieren nämlich nach strengeren Standards als die EU
vorgibt, meist ohne dass sich dieser Mehraufwand im Preis
niederschlägt. Daher braucht der Verbraucher die Möglichkeit, solche
Produkte klar zu erkennen, wozu eine eindeutige
Herkunfts-Kennzeichnung dient. Hier sind sowohl die EU als auch
Österreich gefordert", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der
Landwirtschaftskammer Österreich.

Herkunft von Hauptrohstoff bei Milch- und Fleischprodukten

"Die Europäische Kommission muss bis Ende des Jahres die
Kennzeichnung von frischem Schweine-, Geflügel-, Schaf- und
Ziegenfleisch umsetzen. Wir verlangen, dass die Herkunftsdefinition
auf der Basis 'geboren', 'gemästet' und 'geschlachtet' festgelegt
wird, so wie das bei Rindfleisch bereits seit über zehn Jahren
funktioniert. Weiter fordern wir, dass bei sämtlichen Milch- und
Fleischprodukten die Herkunft des Hauptrohstoffes verpflichtend
angeführt wird. Ebenso müssen verarbeitete Lebensmittel, die Volleier
oder Eierprodukte enthalten, die Herkunft sowie die Haltungsform der
Hühner auf dem Etikett angeben. Nur so hat der Konsument Klarheit und
Wahlfreiheit", stellte Wlodkowski weiter fest.

Gastronomie: Kennzeichnung

"Genauso wie der Käufer im Supermarkt muss der Verbraucher in der
Gastronomie und in der öffentlichen Verpflegung die Möglichkeit
haben, alles über die Herkunft der dort verwendeten Lebensmittel zu
erfahren. Daher verlangen wir, dass in diesen Bereichen die Herkunft
der wertbestimmenden tierischen Lebensmittel, bei Volleiern
beziehungsweise Eierprodukten auch die Haltungsform, auf Speisekarten
oder Aushängen angegeben wird. Dies ist mit einer Novelle der
Lebensmittelkennzeichnungsverordnung machbar, die wir fordern", so
Wlodkowski.

Lebensmittelkontrolle reformieren

"Gesundheits- und Landwirtschaftsminister haben 2011 dem Parlament
Vorschläge für eine Reform und Neustrukturierung der Kontrollen
entlang der Lebensmittelkette vorgelegt. Damit soll die
Lebensmittelkontrolle in Österreich effizienter und kostengünstiger
werden. Wir fordern, dass diese Vorschläge ehebaldigst umgesetzt
werden, um solche Vorkommnisse, wie in der Vergangenheit, tunlichst
zu vermeiden. Denn sowohl Konsumenten als auch Landwirte und
Verarbeitungsbetriebe wollen, dass 'schwarze Schafe' und Betrüger
rasch entdeckt und zur Verantwortung gezogen werden", verlangte
Wlodkowski abschließend.
(Schluss)

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