Wlodkowski: Nur Lebensmittel von Landwirten als "Bauern-"Produkte bezeichnen

Klare Herkunfts-Kennzeichnung hilft Konsumenten und Landwirtschaft

Wien (OTS) - "Mit der Lebensmittel-Bezeichnung 'Bauern-', wie Bauernbrot, auf industriell hergestellten Produkten werden die Konsumenten nach wie vor in die Irre geführt und getäuscht. Nur Brot vom Landwirt ist Bauernbrot. Daher verlangt die Landwirtschaftskammer, dass Produktbezeichnungen mit dem Wortteil 'Bauern-' oder ähnlichen Begriffen bei Lebensmitteln ausschließlich für Waren aus bäuerlicher Erzeugung erlaubt sind. Österreichs Landwirte produzieren nämlich nach strengeren Standards als die EU vorgibt, meist ohne dass sich dieser Mehraufwand im Preis niederschlägt. Daher braucht der Verbraucher die Möglichkeit, solche Produkte klar zu erkennen, wozu eine eindeutige Herkunfts-Kennzeichnung dient. Hier sind sowohl die EU als auch Österreich gefordert", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.

Herkunft von Hauptrohstoff bei Milch- und Fleischprodukten

"Die Europäische Kommission muss bis Ende des Jahres die Kennzeichnung von frischem Schweine-, Geflügel-, Schaf- und Ziegenfleisch umsetzen. Wir verlangen, dass die Herkunftsdefinition auf der Basis 'geboren', 'gemästet' und 'geschlachtet' festgelegt wird, so wie das bei Rindfleisch bereits seit über zehn Jahren funktioniert. Weiter fordern wir, dass bei sämtlichen Milch- und Fleischprodukten die Herkunft des Hauptrohstoffes verpflichtend angeführt wird. Ebenso müssen verarbeitete Lebensmittel, die Volleier oder Eierprodukte enthalten, die Herkunft sowie die Haltungsform der Hühner auf dem Etikett angeben. Nur so hat der Konsument Klarheit und Wahlfreiheit", stellte Wlodkowski weiter fest.

Gastronomie: Kennzeichnung

"Genauso wie der Käufer im Supermarkt muss der Verbraucher in der Gastronomie und in der öffentlichen Verpflegung die Möglichkeit haben, alles über die Herkunft der dort verwendeten Lebensmittel zu erfahren. Daher verlangen wir, dass in diesen Bereichen die Herkunft der wertbestimmenden tierischen Lebensmittel, bei Volleiern beziehungsweise Eierprodukten auch die Haltungsform, auf Speisekarten oder Aushängen angegeben wird. Dies ist mit einer Novelle der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung machbar, die wir fordern", so Wlodkowski.

Lebensmittelkontrolle reformieren

"Gesundheits- und Landwirtschaftsminister haben 2011 dem Parlament Vorschläge für eine Reform und Neustrukturierung der Kontrollen entlang der Lebensmittelkette vorgelegt. Damit soll die Lebensmittelkontrolle in Österreich effizienter und kostengünstiger werden. Wir fordern, dass diese Vorschläge ehebaldigst umgesetzt werden, um solche Vorkommnisse, wie in der Vergangenheit, tunlichst zu vermeiden. Denn sowohl Konsumenten als auch Landwirte und Verarbeitungsbetriebe wollen, dass 'schwarze Schafe' und Betrüger rasch entdeckt und zur Verantwortung gezogen werden", verlangte Wlodkowski abschließend.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

LK-Pressestelle
Dr. Josef Siffert
Tel.: 01/53441-8521, E-Mail: j.siffert@lk-oe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001