• 13.03.2013, 11:48:08
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Landesrechnungshof zeigt auf: Beraterkosten bei Fusionierung BiMEZ-EDUHI 5 Mal höher als geplant

SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "Massive Schwachstellen beim Projektmanagement."

Utl.: SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "Massive Schwachstellen beim
Projektmanagement." =

Linz (OTS) - Keine Vergleichsangebote, massive Kostensteigerungen und
unrealistische Einsparungspotenziale sind nur einige der vielen
Kritikpunkte des Oö. Landesrechnungshofs im jüngsten Bericht zur
Zusammenlegung des BildungsMedienZentrums (BiMEZ) und des Education
Highway Innovationszentrums (EDUHI). "Der Bericht offenbart
schonungslos die Schwächen der Verantwortlichen beim
Projektmanagement. Statt geplant 24.400 zzgl. Umsatzsteuer wurden
134.000 Euro an Beratungskosten verrechnet und bezahlt", zeigt
SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn auf. Zudem sei eine
Gesamtbetrachtung erforderlich, um echte Einsparungen zu lukrieren,
statt Kosten nur zwischen Land Oberösterreich und Gemeinden als
Schulerhaltern zu verschieben.

Als wesentliche Ursache für die nicht realisierten Einsparungen
bezeichnet der Landesrechnungshof die noch immer getrennten Standorte
der beiden Organisationen EDUHI und BiMEZ - die Empfehlung lautet
daher auf sofortige Zusammenführung. "Völlig unverständlich ist es
zudem, dass bei der Berechnung der Einsparungspotenziale die
notwendigen Erstinvestitionen nicht berücksichtigt wurden. Wenig
überraschend konnten daher die Ziele nicht erreicht werden", stellt
Jahn klar.

Auch weist der Landesrechnungshof ausdrücklich darauf hin, dass
Einsparungen beim Land Oberösterreich zu Mehrausgaben bei
Schulerhaltern und Gemeinden führen können, weshalb stets eine
Gesamtbetrachtung notwendig ist, um echte Einsparungen für die
öffentliche Hand zu realisieren.

Die Kosten des im Bericht nicht namentlich genannten externen
Beratungsunternehmens wurden mit einem Höchstbetrag von 24.400 Euro
zzgl. Ust festgelegt - verrechnet und bezahlt wurden von vier
verschiedenen Organisationseinheiten jedoch insgesamt 134.000 Euro
auch deshalb weil über den Höchstrahmen hinaus weitere Aufträge
erteilt wurden. "Eine Kostensteigerung um das Fünffache zeugt von
schweren Mängeln in der Projektplanung", betont die
SPÖ-Klubvorsitzende.

Einsparungen durch Umstieg auf elektronische Distribution von
Dienstleistungen und Produkten konnten weiters deshalb nicht
realisiert werden, weil teilweise die technische Infrastruktur in den
Schulen nicht ausreichend ausgebaut ist. "Bei Verwaltungsreformen
müssen andere öffentliche Partner schon beim Projektdesign mitgeplant
werden - sonst droht aus einer vermeintlichen Effizienzsteigerung
eine Verteuerung für andere oder sogar eine Leistungskürzung zu
werden", gibt Jahn zu bedenken.

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