• 13.03.2013, 11:29:02
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Welser-Möst steht für Salzburg nicht zur Verfügung

Schmied: Debatte über Pereiras Verbleib nicht vor Ende 2013

Utl.: Schmied: Debatte über Pereiras Verbleib nicht vor Ende 2013 =

Wien (OTS) - Der Dirigent Franz Welser-Möst, zuletzt für die
Nachfolge des Salzburger Festspielintendanten Alexander Pereira ab
2016 favorisiert, wird das Amt nicht übernehmen. "Ich stehe nicht zur
Verfügung, weil ich zwei gute Jobs habe" sagt der
Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper (bis 2018) und Musikchef
des Cleveland Orchestra (bis 2020). "Meine
peripheren Erfahrungen bestärken mich darin, dass mir das Dirigieren
doch wichtiger ist." Welser-Möst wurde 2004 als Intendant aus
parteipolitischen Motiven verhindert. 2010 führte die Salzburger
Politik mit ihm und den Wiener Philharmonikern Scheinverhandlungen um
die Osterfestspiele, um Simon Rattle und die Berliner zu halten.

Kunstministerin Claudia Schmied äußert sich in NEWS skeptisch zur
Ansage des Salzburger Bürgermeisters Schaden, Pereira werde nicht
über 2016 im Amt bleiben. Die Entscheidung über die
Vertragsverlängerung wäre erst Ende 2013, spätestens bis Mitte 2014
zu treffen, außerdem: "Die Festspiele sind eine zentrale
Kultureinrichtung. Öffentliche Debatten über Nichtkünstlerisches
schaden dem Ansehen der Festspiele und sind zu vermeiden."

Laut NEWS werden in Salzburger Politikerkreisen Szenarien
entworfen, Pereiras Vertrag schon nach dem Sommer 2014 zu beenden.
Die Chancen des Intendanten auf die Mailänder Scala stehen indes
schlecht, wie ein ungenannt bleiben wollender hoher italienischer
Kulturpolitiker in NEWS zu verstehen gibt: Die seit kurzem regierende
Lega Nord und Regionalpräsident Maroni wollten definitiv einen
Italiener. "Es gibt nur drei Favoriten: den Direktor des örtlichen
Piccolo Teatro, Sergio Escobar, Christiano Chiarot, den Direktor des
Teatro Fenice in Venedig, und Walter Verdano aus Turin. Von Pereira
habe ich nichts gehört."

Geklärt ist auch die Identität der beiden szenischen Produktionen,
die 2014 aus Ersparnisgründen aus dem Programm genommen werden
sollen: Händels "Jephta" und die Wiederaufnahme von "Cosí fan tutte".

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