Welser-Möst steht für Salzburg nicht zur Verfügung

Schmied: Debatte über Pereiras Verbleib nicht vor Ende 2013

Wien (OTS) - Der Dirigent Franz Welser-Möst, zuletzt für die Nachfolge des Salzburger Festspielintendanten Alexander Pereira ab 2016 favorisiert, wird das Amt nicht übernehmen. "Ich stehe nicht zur Verfügung, weil ich zwei gute Jobs habe" sagt der Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper (bis 2018) und Musikchef des Cleveland Orchestra (bis 2020). "Meine
peripheren Erfahrungen bestärken mich darin, dass mir das Dirigieren doch wichtiger ist." Welser-Möst wurde 2004 als Intendant aus parteipolitischen Motiven verhindert. 2010 führte die Salzburger Politik mit ihm und den Wiener Philharmonikern Scheinverhandlungen um die Osterfestspiele, um Simon Rattle und die Berliner zu halten.

Kunstministerin Claudia Schmied äußert sich in NEWS skeptisch zur Ansage des Salzburger Bürgermeisters Schaden, Pereira werde nicht über 2016 im Amt bleiben. Die Entscheidung über die Vertragsverlängerung wäre erst Ende 2013, spätestens bis Mitte 2014 zu treffen, außerdem: "Die Festspiele sind eine zentrale Kultureinrichtung. Öffentliche Debatten über Nichtkünstlerisches schaden dem Ansehen der Festspiele und sind zu vermeiden."

Laut NEWS werden in Salzburger Politikerkreisen Szenarien entworfen, Pereiras Vertrag schon nach dem Sommer 2014 zu beenden. Die Chancen des Intendanten auf die Mailänder Scala stehen indes schlecht, wie ein ungenannt bleiben wollender hoher italienischer Kulturpolitiker in NEWS zu verstehen gibt: Die seit kurzem regierende Lega Nord und Regionalpräsident Maroni wollten definitiv einen Italiener. "Es gibt nur drei Favoriten: den Direktor des örtlichen Piccolo Teatro, Sergio Escobar, Christiano Chiarot, den Direktor des Teatro Fenice in Venedig, und Walter Verdano aus Turin. Von Pereira habe ich nichts gehört."

Geklärt ist auch die Identität der beiden szenischen Produktionen, die 2014 aus Ersparnisgründen aus dem Programm genommen werden sollen: Händels "Jephta" und die Wiederaufnahme von "Cosí fan tutte".

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