• 12.03.2013, 12:44:30
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Vom Waldviertel bis Johannesburg: 25 Jahre VIER PFOTEN

Neue Studie zeigt Bedarf an Tierschutz-Arbeit auf

Heli Dungler, Gründer und Geschäftsführer VIER
PFOTEN; Dr. Sophie Karmasin, Geschäftsführerin Karmasin
Motivforschung

Utl.: Neue Studie zeigt Bedarf an Tierschutz-Arbeit auf =

Wien (OTS) - Anlässlich des 25jährigen Jubiläums von VIER PFOTEN zog
Gründer und Geschäftsführer Heli Dungler auf einer Pressekonferenz
heute Vormittag Bilanz über ein Vierteljahrhundert Arbeit für den
Tierschutz. Dungler präsentierte Meilensteine und Erfolge von VIER
PFOTEN und gab einen Überblick über die Entwicklung von einer kleinen
Gruppe Tierschützer bei der Gründung im Jahr 1988 hin zu einem Global
Player, der mittlerweile in zwölf Ländern vertreten ist. Um einen
Bogen hin zum Tierschutz der Zukunft zu spannen, präsentierte Heli
Dungler gemeinsam mit Dr. Sophie Karmasin von Karmasin Motivforschung
außerdem die Studie "Tierschutz 2020".

Die repräsentative Online-Umfrage (befragt wurden 1.000 Personen)
ergab, dass Tierschutz für 45% der ÖsterreicherInnen "sehr wichtig"
ist. "Somit kann fast jeder Zweite in Österreich als tierschutz-affin
bezeichnet werden, was unsere Arbeit nicht nur legitimiert, sondern
sehr erleichtert", freut sich Heli Dungler. Fast zwei Drittel sind
sogar der Ansicht, dass Tierschutz bis 2020 an Bedeutung gewinnen
muss, wobei mit 71% der 14- bis 30-Jährigen die Jüngeren dieses
Anliegen besonders vehement vertreten.

Deutlich wird durch die Befragung auch, dass in punkto Tierschutz
in Österreich noch viel getan werden muss: Auf die Frage, welche Note
sie für den Tierschutz in Österreich vergeben würden, antworteten nur
4% mit "Sehr gut", 25% mit "Gut", allerdings 44% mit "Befriedigend".
Immerhin 15% vergeben die mäßige Note "Genügend", 3% sogar die Note
"Nicht genügend".

"Interessant ist, dass viele ÖsterreicherInnen auch prinzipiell
bereit sind, für den Tierschutz auf gewisse Gewohnheiten zu
verzichten", so der im Waldviertel aufgewachsene Heli Dungler. So
sind laut Studie 76% bereit, auf Gänsefleisch aus Stopfmast bzw.
Lebendrupf zu verzichten. 74% wollen generell mehr auf die Qualität
von Lebensmittel tierischen Ursprungs achten, also z.B. auf deren
Herkunft oder die Tierhaltung, die dahinter steht.

Heli Dungler: "Bestätigung unserer Arbeit und klarer Auftrag
für die Zukunft"

Heli Dungler sieht die Studie als Bestätigung, dass die Anliegen
des Tierschutzes auch in den kommenden Jahren vertreten werden
müssen. "Wir erkennen auch eine große Verantwortung und einen klaren
Auftrag der ÖsterreicherInnen." In jedem Fall sieht sich Heli Dungler
in seiner bisherigen Strategie bestätigt: Deutlich wird in der Studie
nämlich auch, dass die BürgerInnen radikalen Tierschutz-Gruppierungen
eine klare Absage erteilen. Heli Dungler: "VIER PFOTEN legt Wert
darauf, lösungs- und auch dialogorientiert zu arbeiten. Wir versuchen
stets, die Leute mit ins Boot zu holen, was unsere Anliegen betrifft.
Wir wollen sie überzeugen und nicht mit dem sprichwörtlichen
Holzhammer bearbeiten. Tierschutz ohne den Menschen ist schlicht
nicht möglich."

Seit nunmehr 25 Jahren ist Heli Dungler für VIER PFOTEN im
Einsatz. Er hat die Organisation 1988 in Wien gegründet und mit
Unterstützung seiner MitarbeiterInnen innerhalb eines
Vierteljahrhunderts zu einem internationalen Player im Tierschutz
weiterentwickelt.

Meilensteine: Pelz, Wildtiere und Legehühner

Als Meilensteine für VIER PFOTEN bezeichnet Heli Dungler für
Österreich das Verbot von Pelztierfarmen und von Wildtieren in
Zirkussen im Rahmen des Bundestierschutzgesetzes 2005, für das die
Organisation den Weg bereitet hat. Ein ebenso großer Erfolg war die
Abschaffung der Käfighaltung von Hühnern im Jahr 2007. Seither gilt
Österreich zu Recht als Vorreiter in der EU, was die Hühnerhaltung
betrifft. Auf internationaler Ebene erreichte VIER PFOTEN unter
anderen im Jahr 2000 in Bulgarien ein Gesetz, das die Haltung von
Tanzbären, bislang grausame verbreitete Praxis und Tradition im Land,
verbietet.

Unter den großen Projekten von VIER PFOTEN sind vor allem das
Großkatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika zu nennen, das Löwen und
Tigern aus schlechter Privathaltung ein neues, artgemäßes Leben
bietet, sowie die Bärenparks in Arbesbach (Österreich) und Müritz
(Deutschland) und der Tanzbärenpark in Belitsa (Bulgarien). Stolz ist
man auch auf das Orang-Utan-Waisen-Projekt der Orangutan Survival
Foundation (BOS) in Samboja auf Borneo, das VIER PFOTEN unterstützt.
Im Jubiläumsjahr 2013 wird der Fokus auf den Bären-Projekten liegen.
Derzeit wird etwa ein neuer Park im Kosovo gebaut, in dem Bären aus
tierquälerischer Privathaltung ein artgemäßes Zuhause finden sollen.
Der Park soll laut Plan im Herbst eröffnet werden. In der
Kampagnenarbeit steht der Kampf gegen den illegalen Welpenhandel im
Mittelpunkt.

Neue Social Media-Kampagne "Give me Four" hilft Streunerhunden
in Sofia

Anlässlich des Jubiläums startet VIER PFOTEN auch eine neue
Online-Kampagne , in dessen Zentrum der Slogan "Give me Four" steht.
Im Rahmen von Social Media Aktivitäten werden die ÖsterreichInnen
aufgefordert, virtuell ihre "Pfoten zu heben" und für mehr
Menschlichkeit für Tiere abzuklatschen. Jedes "Give me Four" bringt
eine Spende von 1 Euro seitens der Sponsoren von VIER PFOTEN und
kommt der Klinik für Streunerhunde in Sofia, Bulgarien, zugute.

Link zur "Give me Four"-Kampagne auf Facebook:
http://apps.facebook.com/givemefour

"Wir hoffen, mit dieser Initiative auch eine jüngere Zielgruppe
für unsere Projekte zu begeistern", erklärt Heli Dungler. "Wie wir
aus der Studie "Tierschutz 2020 erfahren haben, ist jungen Menschen
Tierschutz ein besonderes Anliegen, und dieser Tatsache wollen wir
künftig auch verstärkt Rechnung tragen."

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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