Sima/König: Wiener Gemüsesaison startet mit den "Riesen von Aspern"

Regional, frisch und gentechnikfrei: Das erste Wiener Gemüse der Saison ist auf dem Markt!

Wien (OTS) - Das erste Wiener Gemüse ist da! Beim traditionellen Frühjahrstermin präsentierten Umweltstadträtin Ulli Sima und Gerald König, Vorstand der LGV-Frischgemüse, am Kutschkermarkt in Wien-Währing das erste reife Wiener Gemüse des Jahres. Star unter den Wiener Gemüse-Sorten ist der "Riese von Aspern" - eine alte, besonders geschmackvolle Radieschen-Sorte. Aber auch saftige Gurken, junger Häuptelsalat und grüner Paprika sind schon im Handel erhältlich und geben einen wunderbaren Vorgeschmack auf das frische Gemüse, das die Wienerinnen und Wiener erwartet.

Wiener Gemüse: Regional, naturnah und gentechnikfrei

"Bei Produkten aus der Region wissen die Konsumentinnen und Konsumenten immer, woher diese kommen. Besonders beim Gemüse gilt:
Das Frischeste kommt ganz aus der Nähe. Und natürlich wirken sich kurze Transportwege positiv auf die CO2-Bilanz aus", so Umweltstadträtin Ulli Sima. "Darüber hinaus ist das Wiener Gemüse garantiert gentechnikfrei", so Ulli Sima weiter. "Gemüse, das lange Reisen hinter sich hat und über Tausende Kilometer transportiert wurde, ist nicht vergleichbar mit dem Gemüse, das unsere Gärtnerfamilien hier anbauen und das auf direktem Weg und wenige Stunden nach der Ernte im Supermarkt landet", so Gerald König, Vorstand der LGV-Frischgemüse.

Die Wiener GärtnerInnen bauen naturnah und umweltschonend an. "Das beginnt bereits beim Anbau, so werden seit mehr als 20 Jahren Hummeln zum Bestäuben der Pflanzen eingesetzt. Und anstelle von Chemiekeulen verwenden die Gärtnerinnen und Gärtner Nützlinge zur Schädlingsbekämpfung", so LGV-Traditionsgärtner Alexander Ableidinger. Gekennzeichnet ist das LGV-Gemüse mit entsprechenden Tafeln bzw. Etiketten bei den Preisschildern. Damit ist für die KundInnen auf den ersten Blick erkennbar, welche Produkte aus Wien stammen.

Traditionsreiche Radieschen-Sorte schon im Februar reif!

Die "Riesen von Aspern" sind bereits im Februar reif, da die schnell wachsenden Knollen die kalte Morgenluft lieben. Die Knollen dieser alten Radieschen-Sorte sind mit bis zu 5 cm Durchmesser außergewöhnlich groß. Der Name stammt vom gleichnamigen Wiener Ortsteil. Damit die jungen Pflanzen keinen Frost abbekommen, wachsen die Radieschen im geschützten Anbau, genauso wie der Wiener Häuptelsalat und die Gurken, die ebenfalls schon im Supermarkt erhältlich sind. Bereits seit fünf Generationen ziehen die Wiener GärtnerInnen diese Sorte und vermehren die Samen der besten Knollen für die jeweils nächste Saison. 2009 wurde der "Riese von Aspern" sogar in den "Club der Arche des guten Geschmacks" aufgenommen.

Umweltfreundlicher geschützter Anbau

Angebaut wird das Wiener Gemüse unter den schützenden Dächern der Gewächshäuser. Die Luft in den Gewächshäusern wird in den Wintermonaten mit CO2-neutraler Fernwärme aufgewärmt. Die LGV-GärtnerInnen sparen durch die Nutzung von Fernwärme jährlich über 50.000 Tonnen schädliche CO2-Emissionen ein. Durch die gute Auswahl der Samen müssen die GärtnerInnen den Pflanzen keine zusätzlichen Nährstoffe zuführen.

Einzigartig in Europa: Wien könnte sich selbst mit Frischgemüse versorgen

Dass die heimische Frischgemüsesaison von der LGV eröffnet wird, hat einen guten Grund. Denn mit einem Absatz von mehr als 52.000 Tonnen jährlich ist die genossenschaftlich organisierte LGV-Frischgemüse der größte Wiener Versorger am Frischgemüsemarkt. Die aktuell 108 Gärtnerbetriebe bewirtschaften gemeinsam eine Anbaufläche von knapp 250 Hektar in Wien und Niederösterreich. Jährlich werden unter anderem rund 900.000 Bund Radieschen, 16.000 Tonnen Paradeiser, 40 Millionen Stück Gurken und 6 Millionen Salathäupteln geerntet. Damit könnte sich die Weltstadt Wien mit ihren 1,7 Millionen EinwohnerInnen zur Gänze selbst mit Gemüse versorgen.

Über die LGV-Frischgemüse:

Gegründet wurde die LGV im Jahr 1946 als "Landwirtschaftliche Gemüse- und Obstverwertungsgesellschaft für Wien und Umgebung". Die LGV-Frischgemüse ist genossenschaftlich organisiert. Die LGV-GemüsegärtnerInnen bieten über die Saison vierzig verschiedene frische Gemüsesorten an, von Melanzani über Tomaten, Paprika und Gurken bis Brokkoli oder Vogerlsalat. Neben den Klassikern bauen sie jedes Jahr auch neue Gemüsespezialitäten an, die durch ihre besondere Form oder ihren einzigartigen Geschmack die österreichische Gemüsevielfalt bereichern, wie zum Beispiel Ochsenherz-Paradeiser oder Chili.

Jährlich spendet Österreichs größter Frischgemüseproduzent rund 180 Tonnen Frischgemüse an soziale Organisationen wie z. B. die Wiener Tafel, die SOMA Märkte und die Vinzimärkte.

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Rückfragen & Kontakt:

Mathilde Urban
Mediensprecherin StRin Ulli Sima
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Christina Spörk
Öffentlichkeitsarbeit
LGV Frischgemüse Wien reg. Gen.m.b.H.
Tel.: +43 1 760 69 700
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