- 11.03.2013, 10:35:10
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Eurofighter-Einführung im Jahr 2015 abgeschlossen
Wien (OTS) - Zum heutigen Rechnungshof-Bericht zum Eurofighter stellt
das BMLVS fest, dass die Einführungsphase des Abfangjägers erst im
Jahr 2015 abgeschlossen sein wird. Bis dahin gelten völlig andere
Parameter, Vorgaben, Flugstunden und Ziele für die Pilotenausbildung.
So wie ein Studienanfänger zu Beginn seines Studiums nicht über jenes
Wissen verfügt, dass ein promovierter Akademiker hat, so dient auch
beim Eurofighter der Zeitraum bis 2015 zur Einführung des Systems.
Diese Phase beinhaltet das Sammeln von Erfahrungen bei der
Ersatzteilbewirtschaftung, bei der Ausbildung und dem Herstellen der
Einsatzbereitschaft der Piloten sowie bei Abläufen im Flugbetrieb.
Es ist daher systembedingt, dass die durch interne Richtlinien
vorgegebenen Flugstunden der einzelnen Piloten sowie der Klarstand
erst im Jahr 2015 erreicht werden soll. Die Luftraumüberwachung
hingegen war und ist immer sichergestellt. Eine höhere
Einsatzbereitschaft der Eurofighter und damit verbunden höhere
Flugstundenanzahl der Piloten wird im ersten Halbjahr 2013 eintreten.
Zu diesem Zeitpunkt wird das Software-Update abgeschlossen, das eine
signifikante Verbesserung der Funktionalitäten und der technischen
Zuverlässigkeit beinhaltet und insgesamt rund 2,5 Jahre in der
Durchführung in Anspruch genommen hat.
Die Tatsache, dass Flugzeuge wegen fehlender Ersatzteile nicht
einsatzbereit waren, ist dem Umstand geschuldet, dass ein neuer
Wartungsvertrag mit EADS ausgehandelt wurde. Dieser Vertrag hat dem
Bundesheer rund 30 % im Vergleich zu dem abgelaufenen Vertrag
eingespart. In der Übergangszeit in der Dauer von rund fünf Monaten
ist es zu Engpässen gekommen.
Der Eurofighter muss nach einer bestimmten Anzahl von Flugstunden
(z.B. 10, 50, 100, 400,...) technische Wartungsintervalle
durchlaufen. Diese sind vom System vorgeben und für die
Flugsicherheit zwingend erforderlich. Eine ständige
Einsatzbereitschaft aller 15 Eurofighter wird daher niemals gegeben
sein und ist in keiner Armee dieser Welt möglich.
Der RH bestätigt, dass mehr als die Hälfte aller Empfehlungen
umgesetzt wurden. Dies betrifft insbesondere die Steigerung der
Nachtsichtfähigkeit, die Herstellung der bodenseitigen Einrichtungen
für den taktischen Datenlink, die umfassende Erfassung der Ausgaben
für den Betrieb, konkrete Planungen der Kosten für die
Luftstreitkräfte, Regelungen bezüglich der Sonderverträge der Piloten
oder die frühzeitige Einbindung des BMWFJ.
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