Eurofighter-Einführung im Jahr 2015 abgeschlossen

Wien (OTS) - Zum heutigen Rechnungshof-Bericht zum Eurofighter stellt das BMLVS fest, dass die Einführungsphase des Abfangjägers erst im Jahr 2015 abgeschlossen sein wird. Bis dahin gelten völlig andere Parameter, Vorgaben, Flugstunden und Ziele für die Pilotenausbildung. So wie ein Studienanfänger zu Beginn seines Studiums nicht über jenes Wissen verfügt, dass ein promovierter Akademiker hat, so dient auch beim Eurofighter der Zeitraum bis 2015 zur Einführung des Systems. Diese Phase beinhaltet das Sammeln von Erfahrungen bei der Ersatzteilbewirtschaftung, bei der Ausbildung und dem Herstellen der Einsatzbereitschaft der Piloten sowie bei Abläufen im Flugbetrieb. Es ist daher systembedingt, dass die durch interne Richtlinien vorgegebenen Flugstunden der einzelnen Piloten sowie der Klarstand erst im Jahr 2015 erreicht werden soll. Die Luftraumüberwachung hingegen war und ist immer sichergestellt. Eine höhere Einsatzbereitschaft der Eurofighter und damit verbunden höhere Flugstundenanzahl der Piloten wird im ersten Halbjahr 2013 eintreten. Zu diesem Zeitpunkt wird das Software-Update abgeschlossen, das eine signifikante Verbesserung der Funktionalitäten und der technischen Zuverlässigkeit beinhaltet und insgesamt rund 2,5 Jahre in der Durchführung in Anspruch genommen hat.

Die Tatsache, dass Flugzeuge wegen fehlender Ersatzteile nicht einsatzbereit waren, ist dem Umstand geschuldet, dass ein neuer Wartungsvertrag mit EADS ausgehandelt wurde. Dieser Vertrag hat dem Bundesheer rund 30 % im Vergleich zu dem abgelaufenen Vertrag eingespart. In der Übergangszeit in der Dauer von rund fünf Monaten ist es zu Engpässen gekommen.

Der Eurofighter muss nach einer bestimmten Anzahl von Flugstunden (z.B. 10, 50, 100, 400,...) technische Wartungsintervalle durchlaufen. Diese sind vom System vorgeben und für die Flugsicherheit zwingend erforderlich. Eine ständige Einsatzbereitschaft aller 15 Eurofighter wird daher niemals gegeben sein und ist in keiner Armee dieser Welt möglich.

Der RH bestätigt, dass mehr als die Hälfte aller Empfehlungen umgesetzt wurden. Dies betrifft insbesondere die Steigerung der Nachtsichtfähigkeit, die Herstellung der bodenseitigen Einrichtungen für den taktischen Datenlink, die umfassende Erfassung der Ausgaben für den Betrieb, konkrete Planungen der Kosten für die Luftstreitkräfte, Regelungen bezüglich der Sonderverträge der Piloten oder die frühzeitige Einbindung des BMWFJ.

Rückfragen & Kontakt:

Kommunikation/Presse, Tel.: 0664 622 2919

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001