AAFP verärgert über KURIER Kommentar zur ORF Gebührenrefundierung

Ambrosch: Gert Korentschnig vermischt Kritik am ORF mit leistungsfähiger Filmwirtschaft

Wien (OTS) - Heinrich Ambrosch, Präsident des Österreichischen Filmproduzentinnen und -produzentenverbandes (AAFP) stellt fest, dass der Kommentar des Stv.Kurier-Chefredakteurs Gert Korentschnig am 06.03. im Kurier zum Thema ORF Gebührenrefundierung auf unzulässige Weise die Kritik am ORF mit der Leistungsfähigkeit der Filmwirtschaft vermischt.

Sehr geehrter Herr Korentschnig! Die heimische Filmwirtschaft blickt auf eines der erfolgreichsten Jahre zurück. Wenn also - wie Sie in Ihrem Kommentar im Kurier vom 6.3. schreiben - die österreichische Film- und Fernsehwirtschaft vom ORF in Geiselhaft genommen wird, dann nur deshalb, weil sie national, wie international überaus erfolgreich ist. Wäre der österreichische Film eine lahme Ente, würde er als Geisel wohl wenig nützen, oder? Wenn Sie glauben, ORF-Bashing betreiben zu müssen, tun Sie das, aber stutzen Sie nicht ungerechtfertigter Weise der erfolgreichen österreichischen Filmwirtschaft die Flügel. In Ihrem Kommentar fragen Sie, ob das Programm all das Geld wert ist. Als Verband der österreichischen Produzentinnen- und Produzenten fragen wir zurück:

Wie viele Oscars und internationale Auszeichnungen brauchen Sie denn noch, als Beweis dafür, dass unser Anteil an diesem Programm sein Geld wert ist? Film- und Fernsehschaffen ist aber nicht nur ein Kultur-, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor, von dem das Land nachhaltig profitiert. Wir schaffen mit unseren Produktionen seit Jahren hochqualifizierte Arbeitsplätze. Zahlreiche junge Österreicherinnen und Österreicher setzen ihre Hoffnungen in die Film- und Fernsehbranche, besuchen einschlägige Fachhochschulen, die Filmakademie oder machen eine Ausbildung in der Praxis. Bei der Kreativwirtschaft handelt es sich um eine Zukunftsbranche. Das sollten sie Ihren Leserinnen und Lesern in diesem Zusammenhang vielleicht auch zur Kenntnis bringen und nicht nur über angeblich bedrohte Arten berichten.

Heinrich Ambrosch (Präsident AFFP)
Für den AAFP, Verband der österreichischen Filmproduzentinnen und -Produzenten

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