22. VN-INTOSAI Symposium: Schlussempfehlungen zur Prüfung und Beratung durch Oberste Rechnungskontrollbehörden

Beratungsansatz auf Grundlage von Prüfungen wesentlicher Bestandteil der Arbeit

Wien (OTS/Rechnungshof) - Das 22. VN-INTOSAI Symposium in der Wiener UNO-City ist heute Donnerstag, den 7. März 2013, zu Ende gegangen. Schlusspunkt bildete die Annahme von Empfehlungen zum Thema des Symposiums "Prüfung und Beratung durch Oberste Rechnungskontrollbehörden: Chancen und Risiken sowie Möglichkeiten für die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern".

Insgesamt 150 Vertreter von Obersten Rechnungskontrollbehörden aus mehr als 60 Ländern der Welt haben an der Veranstaltung teilgenommen. Darunter befanden sich 40 Rechnungshofpräsidenten sowie Mitglieder zahlreicher internationaler bzw. VN-Organisationen. Das Symposium hat der österreichische Rechnungshof in seiner Funktion als Generalsekretariat der INTOSAI organisiert. Neben der Frage der Chancen und Risiken des Beratungsansatzes für Oberste Rechnungskontrollbehörden beschäftigten sich die Teilnehmer auch mit der möglichen Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern.

"Uns ist bewusst, dass wir als externe Kontrollbehörden für das Funktionieren des Staates in unsrem Bereich Verantwortung tragen. Die Bürgerinnen und Bürger sind unsere Partner und wir haben die Aufgabe, mit ihnen zu kooperieren," resümierte Rechnungshof-Präsident Josef Moser in seiner Funktion als INTOSAI-Generalsekretär.

In ihren Schlussempfehlungen betonen die Teilnehmer unter anderem, dass die Beratung auf Grundlage der Prüfungstätigkeit einen wesentlichen Bestandteil der Obersten Rechnungskontrollbehörden darstelle. Diese dürfe allerdings nur auf Grundlage veröffentlichter Prüfungsberichte erfolgen.

In Bezug auf die Prüftätigkeit sei es zur Wahrung der Unabhängigkeit unabdingbar, dass die Prüfungsarbeit nicht in das operative Verwaltungshandeln eingebunden ist, die Prüfungen zeitnah erfolgen und das Prüfungsprogramm von ihnen selbst festgelegt wird, so die Vertreter der Rechnungshöfe.

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