FPK-Warmuth: Protest gegen Streichung der 3-Jahresvariante des Kindergeldes!

Klagenfurt (OTS) - Anlässlich des Internationalen Frauentages kritisierte heute Frauen- und Familiensprecherin LAbg. Wilma Warmuth die medial angekündigte Absicht von Frauenministerin Heinisch-Hosek, den bundesweiten Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen durch die Streichung der "3-Jahresvariante Kinderbetreuungsgeld" zu kompensieren. "Das bedeutet eine Verschlechterung der Wahlfreit für Familien, ihre Lebens- und Berufssituation individuell zu gestalten, zumal auch zahlreiche Eltern die ersten Lebensjahre ihre Kinder selbst betreuen wollen", protestiert Warmuth.

Ziel sei es unter anderem auch, von der Wirtschaft einzufordern, familienfreundliche Arbeitsplatzkonzepte anzubieten und ihren Arbeitnehmerinnen Weiterbildung während der Karenzzeit, einen fairen Berufswiedereinstieg und danach auch betriebsinterne Kinderbetreuung anzubieten, so die FPK-Frauensprecherin.

Keine positive Bewegung sieht Warmuth in Bezug auf die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männer. So liegen die mittleren Bruttojahreseinkommen für unselbständige erwerbstätige Frauen um 39,6 Prozent unter den der Männer. Ziel müsse es daher sein, Frauen für besser bezahlte technische Berufe auszubilden sowie die 71,4-prozentige Teilzeit-Arbeitsquote durch mehr Vollzeit-Arbeitsplätze zu ersetzen.

Fakt sei, so Warmuth, dass die Altersarmut zunehmend weiblich ist, zumal sich die gesetzliche Frauen-Pension (ohne Beamtinnen und Beamte) durchschnittlich auf 793,-- Euro gegenüber der Männer-Pension in der Höhe von 1.668,-- Euro beläuft. Dies ist ein Pensionsunterschied zulasten der Frauen von 52,5 Prozent. "Es kann und darf nicht sein, dass Kindererziehungszeiten und Versorgungstätigkeiten innerhalb der Familie nicht sozial- und pensionsrechtlich abgegolten werden. Hier hat die Bundesregierung anlässlich der Beschlussfassung zum "Familien- und Kinderpaket" eklatanten Handlungsbedarf", stellt Warmuth fest.

Bezüglich der flexiblen Kinderbetreuung und den bedarfsorientierten Öffnungszeiten fordert Warmuth den Start einer entsprechenden Offensive mit den handlungszuständigen Gemeinden. Zudem sollte es Aufgabe der Kärntner Frauenreferentin sein, das Gratis-Kindergartenjahr vor Schulbeginn auch für die nächsten Jahre sicherzustellen und vom Bund noch mehr finanzielle Mittel in Bezug auf die Ausbildung und den Einsatz von Tagesmüttern sowie innovative Betriebskinderbetreuung sicherzustellen. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Landtagsklub
Landhaus, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463 513 272

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0001