- 07.03.2013, 16:33:10
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FPK-Warmuth: Protest gegen Streichung der 3-Jahresvariante des Kindergeldes!
Klagenfurt (OTS) - Anlässlich des Internationalen Frauentages
kritisierte heute Frauen- und Familiensprecherin LAbg. Wilma Warmuth
die medial angekündigte Absicht von Frauenministerin Heinisch-Hosek,
den bundesweiten Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen durch die
Streichung der "3-Jahresvariante Kinderbetreuungsgeld" zu
kompensieren. "Das bedeutet eine Verschlechterung der Wahlfreit für
Familien, ihre Lebens- und Berufssituation individuell zu gestalten,
zumal auch zahlreiche Eltern die ersten Lebensjahre ihre Kinder
selbst betreuen wollen", protestiert Warmuth.
Ziel sei es unter anderem auch, von der Wirtschaft einzufordern,
familienfreundliche Arbeitsplatzkonzepte anzubieten und ihren
Arbeitnehmerinnen Weiterbildung während der Karenzzeit, einen fairen
Berufswiedereinstieg und danach auch betriebsinterne Kinderbetreuung
anzubieten, so die FPK-Frauensprecherin.
Keine positive Bewegung sieht Warmuth in Bezug auf die
Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männer. So liegen die mittleren
Bruttojahreseinkommen für unselbständige erwerbstätige Frauen um 39,6
Prozent unter den der Männer. Ziel müsse es daher sein, Frauen für
besser bezahlte technische Berufe auszubilden sowie die
71,4-prozentige Teilzeit-Arbeitsquote durch mehr
Vollzeit-Arbeitsplätze zu ersetzen.
Fakt sei, so Warmuth, dass die Altersarmut zunehmend weiblich ist,
zumal sich die gesetzliche Frauen-Pension (ohne Beamtinnen und
Beamte) durchschnittlich auf 793,-- Euro gegenüber der Männer-Pension
in der Höhe von 1.668,-- Euro beläuft. Dies ist ein
Pensionsunterschied zulasten der Frauen von 52,5 Prozent. "Es kann
und darf nicht sein, dass Kindererziehungszeiten und
Versorgungstätigkeiten innerhalb der Familie nicht sozial- und
pensionsrechtlich abgegolten werden. Hier hat die Bundesregierung
anlässlich der Beschlussfassung zum "Familien- und Kinderpaket"
eklatanten Handlungsbedarf", stellt Warmuth fest.
Bezüglich der flexiblen Kinderbetreuung und den bedarfsorientierten
Öffnungszeiten fordert Warmuth den Start einer entsprechenden
Offensive mit den handlungszuständigen Gemeinden. Zudem sollte es
Aufgabe der Kärntner Frauenreferentin sein, das
Gratis-Kindergartenjahr vor Schulbeginn auch für die nächsten Jahre
sicherzustellen und vom Bund noch mehr finanzielle Mittel in Bezug
auf die Ausbildung und den Einsatz von Tagesmüttern sowie innovative
Betriebskinderbetreuung sicherzustellen. (Schluss)
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