VP-Feldmann zum Frauentag: Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen

Kampf gegen Gewalt an Frauen muss forciert werden

Wien (OTS) - Aus Anlass des morgigen Internationalen Frauentages appellierte heute die Frauensprecherin der Wiener ÖVP, LAbg. Barbara Feldmann, den Kampf gegen Gewalt an Frauen zu forcieren: "Gewalt gegen Frauen tritt in allen sozialen Schichten unabhängig von Bildungsstand, religiöser und ethnischer Zugehörigkeit, Einkommen und Alter auf!". Personen, die Gewalt erfahren, erleben diese meist in mehreren Dimensionen (körperlich, psychisch, sexuell). Dies gilt vor allem für Frauen. So berichtet etwa laut vorliegenden Studien jede vierte Frau, Erfahrungen in allen vier Gewaltformen gemacht zu haben, hingegen nur jeder zwanzigste Mann.

Die wirksame Bekämpfung von Gewalt setzt Maßnahmen voraus, die sowohl am Täter ansetzen als auch das Opfer unterstützen. Häusliche Gewalt stellt immer noch ein vielerorts tabuisiertes gesellschaftliches Problem dar. Um eine Bekämpfung dieser Tendenzen und eine adäquate Betreuung der Opfer sicherzustellen, ergibt sich die politische Verpflichtung, die Aktivitäten auf diesem Gebiet sowie die Einrichtungen auf diesem Gebiet zu unterstützen und auch in Zukunft abzusichern.

"Der Ausbau der Einrichtungen für Frauen, insbesondere Alleinerzieherinnen, ist daher ein Gebot der Stunde. Erforderlich ist vor allem ein Ausbau der Frauenhäuser, denn die bestehenden Plätze sind zu wenig. Ähnlich ist die Situation in den privaten Mutter-Kind Einrichtungen: dort können nur knapp 10 Prozent der anfragenden in Not Geratenen aufgenommen werden", so Barbara Feldmann.

Umso notwendiger wäre eine österreichweit einheitliche Frauennotrufnummer, die leicht zu merken ist. Aktuell gibt es neben der bundesweiten Frauenhelpline gegen Gewalt autonome Notrufe in mehreren Bundesländern. Allen gemeinsam ist, dass die zu wählenden Nummern einer Mehrheit der Frauen unbekannt sind und die Nummern überdies nicht allzu leicht merkbar sind (besonders in Notsituationen). Die ÖVP Wien hat hier bereits einen entsprechenden Antrag im Wiener Gemeinderat eingebracht, doch fand dieser leider keine Zustimmung.

Ebenso wichtig ist für Feldmann auch eine umfassende Bewusstseinsbildung für das Gewaltproblem. Aufklärung tut not - die häusliche Gewalt muss auch in der Schule ein Thema sein. Barbara Feldmann abschließend: "Ein besonderes Anliegen von mir ist, die Verhältnismäßigkeit zu überprüfen. Die Strafen für Finanzdelikte stehen in keiner Relation mehr zu Strafen bei häuslicher Gewalt."

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