• 07.03.2013, 13:04:48
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VP-Feldmann zum Frauentag: Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen

Kampf gegen Gewalt an Frauen muss forciert werden

Utl.: Kampf gegen Gewalt an Frauen muss forciert werden =

Wien (OTS) - Aus Anlass des morgigen Internationalen Frauentages
appellierte heute die Frauensprecherin der Wiener ÖVP, LAbg. Barbara
Feldmann, den Kampf gegen Gewalt an Frauen zu forcieren: "Gewalt
gegen Frauen tritt in allen sozialen Schichten unabhängig von
Bildungsstand, religiöser und ethnischer Zugehörigkeit, Einkommen und
Alter auf!". Personen, die Gewalt erfahren, erleben diese meist in
mehreren Dimensionen (körperlich, psychisch, sexuell). Dies gilt vor
allem für Frauen. So berichtet etwa laut vorliegenden Studien jede
vierte Frau, Erfahrungen in allen vier Gewaltformen gemacht zu haben,
hingegen nur jeder zwanzigste Mann.

Die wirksame Bekämpfung von Gewalt setzt Maßnahmen voraus, die sowohl
am Täter ansetzen als auch das Opfer unterstützen. Häusliche Gewalt
stellt immer noch ein vielerorts tabuisiertes gesellschaftliches
Problem dar. Um eine Bekämpfung dieser Tendenzen und eine adäquate
Betreuung der Opfer sicherzustellen, ergibt sich die politische
Verpflichtung, die Aktivitäten auf diesem Gebiet sowie die
Einrichtungen auf diesem Gebiet zu unterstützen und auch in Zukunft
abzusichern.

"Der Ausbau der Einrichtungen für Frauen, insbesondere
Alleinerzieherinnen, ist daher ein Gebot der Stunde. Erforderlich ist
vor allem ein Ausbau der Frauenhäuser, denn die bestehenden Plätze
sind zu wenig. Ähnlich ist die Situation in den privaten Mutter-Kind
Einrichtungen: dort können nur knapp 10 Prozent der anfragenden in
Not Geratenen aufgenommen werden", so Barbara Feldmann.

Umso notwendiger wäre eine österreichweit einheitliche
Frauennotrufnummer, die leicht zu merken ist. Aktuell gibt es neben
der bundesweiten Frauenhelpline gegen Gewalt autonome Notrufe in
mehreren Bundesländern. Allen gemeinsam ist, dass die zu wählenden
Nummern einer Mehrheit der Frauen unbekannt sind und die Nummern
überdies nicht allzu leicht merkbar sind (besonders in
Notsituationen). Die ÖVP Wien hat hier bereits einen entsprechenden
Antrag im Wiener Gemeinderat eingebracht, doch fand dieser leider
keine Zustimmung.

Ebenso wichtig ist für Feldmann auch eine umfassende
Bewusstseinsbildung für das Gewaltproblem. Aufklärung tut not - die
häusliche Gewalt muss auch in der Schule ein Thema sein. Barbara
Feldmann abschließend: "Ein besonderes Anliegen von mir ist, die
Verhältnismäßigkeit zu überprüfen. Die Strafen für Finanzdelikte
stehen in keiner Relation mehr zu Strafen bei häuslicher Gewalt."

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