• 07.03.2013, 12:56:05
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Personal-Debatte in der FPÖ: Deutliche Kritik von Strache an Rosenkranz

NÖ-Landesparteivorstand berät über Konsequenzen aus Wahlschlappe

Utl.: NÖ-Landesparteivorstand berät über Konsequenzen aus
Wahlschlappe =

Wien (OTS) - Vor der Sitzung des FPÖ-Landesparteivorstands von
Niederösterreich hat Parteiobmann Heinz-Christian Strache kein gutes
Haar am Landtags-Wahlkampf der Freiheitlichen Spitzenkandidatin
Barbara Rosenkranz gelassen. Auch ihre Arbeit als Landeschefin der
FPÖ in Niederösterreich kritisierte er. In der ATV-Diskussionssendung
"Am Punkt" sagte Strache: "Offenbar ist in den letzten Jahren dort zu
wenig kantige Oppositionspolitik gelebt worden und da hätten die
Menschen mehr erwartet an Opposition, an kantigem Auftreten gegenüber
einer allmächtigen ÖVP." Die Frage von ATV-Moderator Meinrad Knapp,
ob Rosenkranz als Landeschefin zurücktreten solle, wollte Strache
nicht beantworten. Allerdings fügte er hinzu: "Natürlich ist es so,
dass ein Spitzenkandidat auch immer die Hauptverantwortung trägt. Das
ist genau der Unterschied: ich habe auf Bundesebene seit Jahren eine
kontinuierliche, klare Oppositionspolitik gelebt."

Die langjährige Politik-Beobachterin und Journalistin Anneliese
Rohrer sagte in "Am Punkt", dass Straches politische Zukunft davon
abhänge, ob er sich bei der Frage der Erneuerung der Freiheitlichen
in Kärnten und Niederösterreich durchsetzen könne: "Das Hauptproblem
des Herrn Strache ist seine Autorität. Wenn er die in der nächsten
Zeit nicht wirklich herstellen kann, dann hat er ein Problem und das
Problem kommt aus der eigenen Partei. Wenn Niederösterreich nicht
pariert wie er will, wenn der Wiedervereinigungsparteitag in Kärnten
nicht so läuft wie er will, kriegt er intern ein Problem. Warum? Weil
der Erfolg natürlich alles zudeckt und wenn der Erfolg ausbleibt, wie
jetzt zum ersten Mal, dann werden sich die Bruchlinien in der FPÖ
zeigen, das ist der ganz rechte Rand, das sind die Burschenschaften,
und da wird er sich durchsetzen müssen." Rohrer verwies darauf, dass
Rosenkranz, die dem rechten Flügel der Partei zugeordnet wird, einen
Rücktritt ausgeschlossen habe und aus der FPK Widerstand zu Straches
Plänen komme, die FPÖ und die FPK zu vereinen.

Der Politikberater Thomas Hofer meinte in "Am Punkt", Strache
stecke bezüglich einer Erneuerung der Partei in einem Dilemma: "Er
kann auf den rechten Flügel gar nicht verzichten, weil das
Personal-Reservoir der FPÖ mehr als begrenzt ist.", so Hofer, "die
FPÖ ist eine Ein-Mann-Partei, es gibt keine zweite Reihe."

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