Karlheinz Töchterle: Gezielte Maßnahmen für Frauen in Wissenschaft und Forschung

Wissenschafts- und Forschungsminister zum Internationalen Frauentag - Anteil an Professorinnen weiter im Steigen begriffen - Maßnahmen im Rahmen der Leistungsvereinbarungen

Wien (OTS) - "Wissenschaft und Forschung sind weite Felder - sie bieten zahlreiche Möglichkeiten, die gleichwohl von Frauen nicht überall zur Gänze wahrgenommen werden bzw. werden können", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle. Anlässlich des morgigen Internationalen Frauentags verweist der Minister auf mehrere Maßnahmen, um Frauen in Wissenschaft und Forschung gezielt zu unterstützen. Dazu zählen etwa die beiden FWF-Programme Hertha Firnberg und Elise Richter zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Weiters wurden in den zu Jahresende abgeschlossenen Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten entsprechende Schritte gesetzt, um Karriereperspektiven zu eröffnen. Sie reichen von Professorinnenlaufbahnstellen und Initiativen im Post-Doc-Bereich über geschlechterspezifische Studien und budgetäre Maßnahmen bis hin zu unterstützenden Angeboten beim Wiedereinstieg und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung. Weiters gilt an den Universitäten eine 40prozentige Frauenquote in sämtlichen Gremien.

Bei den Studierenden gibt es eine weibliche Mehrheit: 53 Prozent der Studierenden an Universitäten sind weiblich. Der Frauenanteil bei den Professoren ist zuletzt weiter gestiegen und liegt mittlerweile bei 21,5 Prozent: Im Vergleich zu 10,4 Prozent im Jahr 2000 hat sich der Anteil damit verdoppelt. Auch beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal konnte der Frauenanteil gesteigert werden (von 25,2 Prozent im Jahr 2000 auf 34 Prozent im Jahr 2012). An der Spitze der heimischen Universitäten holen die Frauen ebeno auf:
Derzeit gibt es vier Rektorinnen (Sonja Hammerschmid/Veterinärmedizinische Universität Wien, Christa Neuper/Universität Graz, Sabine Seidler/Technische Universität Wien, Eva Blimlinger/Akademie der bildenden Künste Wien), im Herbst folgt an der Medizinischen Universität Innsbruck (Helga Fritsch) die fünfte Rektorin. Unter den Vizerektor/innen liegt der Anteil bei 50 Prozent, in den Universitätsräten liegt der Frauenanteil bei den von der Bundesregierung nominierten Mitgliedern deutlich über den gesetzlich vorgesehenen 40 Prozent. Bei den Fachhochschulen gab es im Studienjahr 2010/2011 rund 36 Prozent weibliche Studiengangsleiterinnen.

Im Wissenschafts- und Forschungsministerium werden zwei der drei Sektionen von Frauen geleitet (Sektion II: Mag. Barbara Weitgruber, Sektion III: Dr. Elisabeth Freismuth). Dr. Roberta Schaller-Steidl leitet die Stabstelle Gender und Diversity, die vor zwei Jahren eingerichtet wurde. Auch Universitätenkonferenz (uniko), Wissenschaftsfonds FWF und die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben entsprechende Foren, um etwa Anliegen der Gleichberechtigung entsprechend zu vertreten.

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