- 07.03.2013, 09:56:46
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"Zukunft.Frauen": Absolventinnen des fünften Durchgangs ausgezeichnet
Gemeinsames Frauenförderungsprogramm des Wirtschaftministeriums, der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung - Diplomverleihung an Absolventinnen
Utl.: Gemeinsames Frauenförderungsprogramm des
Wirtschaftministeriums, der Wirtschaftskammer und der
Industriellenvereinigung - Diplomverleihung an Absolventinnen =
Wien (OTS/BMWFJ) - Im Rahmen eines Festakts im Wirtschaftsministerium
wurden am Mittwochabend die Absolventinnen des fünften Durchgangs des
Führungskräfte-Programms "Zukunft.Frauen" ausgezeichnet. Dabei
handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums
für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ), der Wirtschaftskammer
Österreich und der Industriellenvereinigung. Ziel ist es, den
Frauenanteil in Führungs- und Entscheidungspositionen von Unternehmen
weiter zu vergrößern.
"Unser Programm ist eine gelungene Verbindung von Workshops,
Netzwerkaufbau und Mentoring-Programmen. Die Workshops ermöglichen
praxisrelevantes Lernen von Fachleuten und vermitteln spezifisches
rechtliches und wirtschaftliches Fachwissen, das für
Aufsichtsfunktionen notwendig ist", erklärte BMWFJ-Sektionschef
Michael Losch. Ein Schwerpunkt von "Zukunft.Frauen" liegt auf dem
direkten Austausch mit Topmanager/-innen: "So entsteht auch eine
Mentoring-Situation und ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten zum
Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmerinnen und
Führungspersönlichkeiten. Damit sollen qualifizierte Frauen gezielt
für wichtige Management- und Aufsichtsratspositionen vorbereitet und
ihnen der Weg in die Chefetagen geebnet werden", so Sektionschef
Losch weiter.
"Mit dem Programm Zukunft.Frauen holen sich hochqualifizierte
weibliche Führungskräfte ein zusätzliches Rüstzeug für ihre
Karriere", betont Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der
Wirtschaftskammer Österreich, und verweist darauf, dass "Frauen in
der österreichischen Wirtschaft am Vormarsch sind: Jedes dritte
Unternehmen wird bereits von einer Frau geleitet, rund 40 Prozent der
Unternehmensgründungen erfolgen durch Frauen, und auch in
Aufsichtsräten steigt der Frauenanteil. Damit geben wir uns aber
nicht zufrieden. Das Potenzial der Frauen muss noch besser genutzt
werden und Zukunft.Frauen ist hier ein erfolgreiches und
wirkungsvolles Instrument."
Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung,
ergänzt: "Eine höhere Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen
ist erstrebenswert, nicht nur im Hinblick auf die demografische
Entwicklung und auf den Mangel an Fachkräften in Österreich. Unser
Ziel ist es daher weiterhin, Frauen stärker ins Wirtschaftsleben
einzubeziehen und ihr Potenzial noch besser zu nutzen: am
Arbeitsmarkt aber insbesondere auch in Führungspositionen. Die
Initiative "Zukunft.Frauen" leistet einen wichtigen Beitrag zur
Gestaltung einer modernen Gesellschaft in Österreich."
Neben gezielten Maßnahmen, die bei den Frauen direkt ansetzen,
braucht es auch insgesamt gute Rahmenbedingungen für die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Durch eine vom Bund und den
Ländern kofinanzierte Ausbauoffensive für Kinderbetreuungsplätze
verbessert sich das Angebot laufend. Jährlich entstehen so rund 5.000
neue bedarfsgerechte Betreuungsplätze, wobei der aktuelle Schwerpunkt
bei Unter-Drei-Jährigen liegt.
Reges Interesse an "Zukunft.Frauen" und
Aufsichtsrätinnen-Datenbank
"Zukunft.Frauen" findet immer mehr Zuspruch, das zeigt nicht nur
die starke Nachfrage, sondern auch die Tatsache, dass derzeit schon
der sechste Durchgang läuft und der siebente Durchgang ab Herbst
geplant ist. Am Mittwochabend erhielt bereits die 100. Absolventin
ihr Diplom. Das Programm wird durch eine öffentlich zugängliche
Aufsichtsrätinnen-Datenbank ergänzt, in der knapp 300 Frauen
registriert sind. Die Suche nach Kandidatinnen für
Aufsichtsratsfunktionen wird somit wesentlich erleichtert.
"Das große Interesse am Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen" und
auch die Tatsache, dass bereits einige Absolventinnen für
Aufsichtsratsmandate nominiert wurden, zeigen uns nicht nur, dass
enormes Potenzial vorhanden ist, sondern auch die Motivation und die
Begeisterung von Frauen, Spitzenjobs anzustreben", freut sich
IV-Vize-Generalsekretär Koren. Für eine stärkere Repräsentanz von
Frauen in Führungsetagen brauche es vor allem Eigeninitiative der
Frauen aber auch der österreichischen Unternehmen an Stelle von
Regulierungsmaßnahmen. "Den Absolventinnen von Zukunft.Frauen 5
möchte ich für ihr Engagement danken und ihnen das Allerbeste für
ihre weitere berufliche Zukunft wünschen." so Koren.
"Bewusstseinsbildung und eine bessere Vernetzung unter Frauen sind
das eine, um mehr Frauen in die Chefetagen zu bringen. Mindestens so
wichtig sind aber gute Rahmenbedingungen im Bereich Kinderbetreuung
und Vereinbarkeit von Familie und Beruf", so WKÖ-Generalsekretärin
Hochhauser, die den Absolventinnen des fünften Projektdurchgangs
herzlich gratulierte und viel Erfolg für den weiteren Werdegang
wünschte.
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