"Zukunft.Frauen": Absolventinnen des fünften Durchgangs ausgezeichnet

Gemeinsames Frauenförderungsprogramm des Wirtschaftministeriums, der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung - Diplomverleihung an Absolventinnen

Wien (OTS/BMWFJ) - Im Rahmen eines Festakts im Wirtschaftsministerium wurden am Mittwochabend die Absolventinnen des fünften Durchgangs des Führungskräfte-Programms "Zukunft.Frauen" ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ), der Wirtschaftskammer Österreich und der Industriellenvereinigung. Ziel ist es, den Frauenanteil in Führungs- und Entscheidungspositionen von Unternehmen weiter zu vergrößern.

"Unser Programm ist eine gelungene Verbindung von Workshops, Netzwerkaufbau und Mentoring-Programmen. Die Workshops ermöglichen praxisrelevantes Lernen von Fachleuten und vermitteln spezifisches rechtliches und wirtschaftliches Fachwissen, das für Aufsichtsfunktionen notwendig ist", erklärte BMWFJ-Sektionschef Michael Losch. Ein Schwerpunkt von "Zukunft.Frauen" liegt auf dem direkten Austausch mit Topmanager/-innen: "So entsteht auch eine Mentoring-Situation und ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmerinnen und Führungspersönlichkeiten. Damit sollen qualifizierte Frauen gezielt für wichtige Management- und Aufsichtsratspositionen vorbereitet und ihnen der Weg in die Chefetagen geebnet werden", so Sektionschef Losch weiter.

"Mit dem Programm Zukunft.Frauen holen sich hochqualifizierte weibliche Führungskräfte ein zusätzliches Rüstzeug für ihre Karriere", betont Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, und verweist darauf, dass "Frauen in der österreichischen Wirtschaft am Vormarsch sind: Jedes dritte Unternehmen wird bereits von einer Frau geleitet, rund 40 Prozent der Unternehmensgründungen erfolgen durch Frauen, und auch in Aufsichtsräten steigt der Frauenanteil. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden. Das Potenzial der Frauen muss noch besser genutzt werden und Zukunft.Frauen ist hier ein erfolgreiches und wirkungsvolles Instrument."

Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung, ergänzt: "Eine höhere Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen ist erstrebenswert, nicht nur im Hinblick auf die demografische Entwicklung und auf den Mangel an Fachkräften in Österreich. Unser Ziel ist es daher weiterhin, Frauen stärker ins Wirtschaftsleben einzubeziehen und ihr Potenzial noch besser zu nutzen: am Arbeitsmarkt aber insbesondere auch in Führungspositionen. Die Initiative "Zukunft.Frauen" leistet einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer modernen Gesellschaft in Österreich."

Neben gezielten Maßnahmen, die bei den Frauen direkt ansetzen, braucht es auch insgesamt gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Durch eine vom Bund und den Ländern kofinanzierte Ausbauoffensive für Kinderbetreuungsplätze verbessert sich das Angebot laufend. Jährlich entstehen so rund 5.000 neue bedarfsgerechte Betreuungsplätze, wobei der aktuelle Schwerpunkt bei Unter-Drei-Jährigen liegt.

Reges Interesse an "Zukunft.Frauen" und Aufsichtsrätinnen-Datenbank

"Zukunft.Frauen" findet immer mehr Zuspruch, das zeigt nicht nur die starke Nachfrage, sondern auch die Tatsache, dass derzeit schon der sechste Durchgang läuft und der siebente Durchgang ab Herbst geplant ist. Am Mittwochabend erhielt bereits die 100. Absolventin ihr Diplom. Das Programm wird durch eine öffentlich zugängliche Aufsichtsrätinnen-Datenbank ergänzt, in der knapp 300 Frauen registriert sind. Die Suche nach Kandidatinnen für Aufsichtsratsfunktionen wird somit wesentlich erleichtert.

"Das große Interesse am Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen" und auch die Tatsache, dass bereits einige Absolventinnen für Aufsichtsratsmandate nominiert wurden, zeigen uns nicht nur, dass enormes Potenzial vorhanden ist, sondern auch die Motivation und die Begeisterung von Frauen, Spitzenjobs anzustreben", freut sich IV-Vize-Generalsekretär Koren. Für eine stärkere Repräsentanz von Frauen in Führungsetagen brauche es vor allem Eigeninitiative der Frauen aber auch der österreichischen Unternehmen an Stelle von Regulierungsmaßnahmen. "Den Absolventinnen von Zukunft.Frauen 5 möchte ich für ihr Engagement danken und ihnen das Allerbeste für ihre weitere berufliche Zukunft wünschen." so Koren.

"Bewusstseinsbildung und eine bessere Vernetzung unter Frauen sind das eine, um mehr Frauen in die Chefetagen zu bringen. Mindestens so wichtig sind aber gute Rahmenbedingungen im Bereich Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf", so WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser, die den Absolventinnen des fünften Projektdurchgangs herzlich gratulierte und viel Erfolg für den weiteren Werdegang wünschte.

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Mag. Volker Hollenstein
Stv. Pressesprecher des Bundesministers
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