• 07.03.2013, 09:53:47
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WKÖ-Vize RfW-BO Amann: Wohnbauförderung wieder zweckbinden

"Nicht nur die Mittel der Wohnbauförderung müssen wieder zweckgebunden werden, auch der üble "Schildbürgerstreich" der Halbierung der staatlichen Bausparprämie ist zurückzunehmen."

Utl.: "Nicht nur die Mittel der Wohnbauförderung müssen wieder
zweckgebunden werden, auch der üble "Schildbürgerstreich" der
Halbierung der staatlichen Bausparprämie ist zurückzunehmen." =

Wien (OTS) - "Die Wohnbauförderung muss wieder zweckgebunden werden -
das wäre ein echtes Konjunkturpaket für die Baubranche", so heute
WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann. "Im Sinne der
Konsumenten muss es auch unterbunden werden, dass Länderbudgets auf
Kosten des Wohnbaus saniert werden. Das ist besonders angesichts des
in den nächsten Jahren steigenden Bedarfs an leistbarem Wohnraum
entscheidend. Die Statistik Austria prognostiziert bis 2021 immerhin
ein Bevölkerungswachstum von vier Prozent", so Amann.

Eine Studie des IIBW - Instituts für Immobilien, Bauen und Wohnen
zeige ganz klar die Fehlentwicklungen auf, die mit der Abschaffung
der Zweckbindung einhergingen. So seien die Förderungsausgaben der
Länder 2011 gegenüber 2010 um zehn Prozent auf 2,66 Milliarden Euro
gesunken, die Förderungszusicherungen von 34.000 im Jahr 2009 auf
25.300 im Jahr 2011 abgefallen. Die öffentlichen Investitionen in die
Sanierung seien 2011 gegenüber 2010 um 14 Prozent gesunken. "Wird die
Wohnbauförderung nicht wieder zweckgebunden, wird eine weitere
Verlagerung zum frei finanzierten Wohnbau, den sich aber nicht jeder
leisten kann, stattfinden. Wohnen muss leistbar sein, das ist ein
Grundbedürfnis des Menschen. Deshalb braucht es einen guten Mix
zwischen frei finanziertem und gefördertem Wohnbau. Letzterer kommt
gerade Einkommensschwächeren zugute und muss sich nicht auf
"Passivhausstandart" abspielen", so Amann.

Amann erinnert aber auch an die Halbierung der staatlichen
Bausparprämie durch die SPÖVP-Regierung. "Auch das war ein
"unfreundlicher Akt" gegenüber allen, die sich in den nächsten Jahren
leistbaren Wohnraum schaffen wollen. Wenn die Finanzierungsleistungen
der Bausparkassen durch einen Rückgang bei den Bausparverträgen in
den kommenden Jahren geringer werden und wir vielleicht auch noch in
eine Hochzinsphase eintreten, wird es für Durchschnittsverdiener
schwierig, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen", so Amann. Es
wäre daher ein Gebot der Stunde, nicht nur die Mittel der
Wohnbauförderung wieder zweckzubinden, sondern auch den üblen
"Schildbürgerstreich" der Halbierung der staatlichen Bausparprämie
zurückzunehmen.

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