WKÖ-Vize RfW-BO Amann: Wohnbauförderung wieder zweckbinden

"Nicht nur die Mittel der Wohnbauförderung müssen wieder zweckgebunden werden, auch der üble "Schildbürgerstreich" der Halbierung der staatlichen Bausparprämie ist zurückzunehmen."

Wien (OTS) - "Die Wohnbauförderung muss wieder zweckgebunden werden -das wäre ein echtes Konjunkturpaket für die Baubranche", so heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann. "Im Sinne der Konsumenten muss es auch unterbunden werden, dass Länderbudgets auf Kosten des Wohnbaus saniert werden. Das ist besonders angesichts des in den nächsten Jahren steigenden Bedarfs an leistbarem Wohnraum entscheidend. Die Statistik Austria prognostiziert bis 2021 immerhin ein Bevölkerungswachstum von vier Prozent", so Amann.

Eine Studie des IIBW - Instituts für Immobilien, Bauen und Wohnen zeige ganz klar die Fehlentwicklungen auf, die mit der Abschaffung der Zweckbindung einhergingen. So seien die Förderungsausgaben der Länder 2011 gegenüber 2010 um zehn Prozent auf 2,66 Milliarden Euro gesunken, die Förderungszusicherungen von 34.000 im Jahr 2009 auf 25.300 im Jahr 2011 abgefallen. Die öffentlichen Investitionen in die Sanierung seien 2011 gegenüber 2010 um 14 Prozent gesunken. "Wird die Wohnbauförderung nicht wieder zweckgebunden, wird eine weitere Verlagerung zum frei finanzierten Wohnbau, den sich aber nicht jeder leisten kann, stattfinden. Wohnen muss leistbar sein, das ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Deshalb braucht es einen guten Mix zwischen frei finanziertem und gefördertem Wohnbau. Letzterer kommt gerade Einkommensschwächeren zugute und muss sich nicht auf "Passivhausstandart" abspielen", so Amann.

Amann erinnert aber auch an die Halbierung der staatlichen Bausparprämie durch die SPÖVP-Regierung. "Auch das war ein "unfreundlicher Akt" gegenüber allen, die sich in den nächsten Jahren leistbaren Wohnraum schaffen wollen. Wenn die Finanzierungsleistungen der Bausparkassen durch einen Rückgang bei den Bausparverträgen in den kommenden Jahren geringer werden und wir vielleicht auch noch in eine Hochzinsphase eintreten, wird es für Durchschnittsverdiener schwierig, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen", so Amann. Es wäre daher ein Gebot der Stunde, nicht nur die Mittel der Wohnbauförderung wieder zweckzubinden, sondern auch den üblen "Schildbürgerstreich" der Halbierung der staatlichen Bausparprämie zurückzunehmen.

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