Bures: Frauenförderung zeigt Erfolge - bereits ein Drittel Frauen in BMVIT-Aufsichtsräten

Technik und Innovation als Schwerpunkte der BMVIT-Maßnahmen

Wien (OTS/BMVIT) - "Frauen verdienen immer noch um 25 bis 30 Prozent weniger als Männer. Frauenförderungsmaßnahmen sind deshalb weiterhin dringend notwendig, denn ohne Gegenmaßnahmen wird sich diese Ungleichbehandlung nicht ändern. Wir brauchen hier ganz gezielte, auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Fördermaßnahmen", so Infrastrukturministerin Doris Bures anlässlich des morgigen internationalen Frauentags. ****

Frauen sind vor allem in technischen, naturwissenschaftlichen und innovativen Berufen immer noch deutlich unterrepräsentiert. Und das ist schade für die Frauen, weil gerade diese Sektoren große Zukunftsperspektiven bieten. Und es ist schade für die betroffenen Branchen, weil ihnen dadurch das Potential, das Wissen, der Blickwinkel und die Lösungsansätze von mehr als 50 Prozent der Bevölkerung entgehen. Deshalb leistet das Infrastrukturministerium BMVIT auch eine Reihe an speziellen Förderungsmaßnahmen. "Wir fördern Frauen in technischen Berufen auf mehreren Ebenen. Rund 500 Schülerinnen ab 15 Jahren werden im Sommer Praktika in Forschungs-und Entwicklungsabteilungen renommierter Institute und Einrichtungen machen. 300 Studentinnen bekommen über das BMVIT jedes Jahr hochwertige Forschungspraktika finanziert und wir fördern gendergerechte Innovationen sowie Dissertantinnen heuer mit zwei Millionen Euro", so die Ministerin. Dazu kommen noch Förderungen für Chancengleichheit in der angewandten Forschung (z.B. durch Mentoring). Insgesamt macht dieses Förder-Paket für Frauen des BMVIT heuer 4,2 Millionen Euro aus.

Darüber hinaus setzt sich die Infrastrukturministerin auch in anderen Bereichen ihrer Ressortzuständigkeit für Frauenförderung ein. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG nimmt seit Oktober 2010 verpflichtend Gender-Aspekte in ihren Bewertungskatalog für Projektanträge auf. Die eingeforderten Gender-Kriterien sind sehr umfassend und betreffen sowohl den Gegenstand der Projekte als auch ihre Folgewirkung, die Zusammensetzung der Forschungsteams sowie die Arbeitsbedingungen bei den Antragsstellerinnen und -stellern. Also kurzum - Förderung bekommt, wer Frauen fördert.

Jedes dritte Aufsichtsratsmandat ist weiblich

Auch die Aufsichtsräte von Unternehmen, an denen das BMVIT beteiligt ist, sind deutlich weiblicher geworden. War beim Amtsantritt von Ministerin Bures im Jahr 2009 nur jeder fünfte Aufsichtsratsposten von einer Frau besetzt (19,3 Prozent Frauenanteil), so ist es aktuell jeder dritte (32,65 Prozent Frauenanteil). In fünf Unternehmen mit BMVIT-Beteiligung liegt der Frauenanteil sogar bei 50 Prozent oder höher. Zum Vergleich: Laut einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer weisen die Aufsichtsräte der 20 Firmen, die im Leitindex ATX enthalten sind, einen Frauenanteil von nur 12 Prozent auf.

Auch in bisher absolut männerbeherrschten Domänen im Bereich des BMVIT sind seit dem Amtsantritt von Ministerin Bures Frauen tätig. So hat die Verkehrsministerin die Juristin Claudia Kahr zur Aufsichtsratsvorsitzenden der Autobahn- und Schnellstraßen-Finanzierungsgesellschaft Asfinag bestellt und auch die Sektion "Verkehr" des BMVIT hat mit Ursula Zechner erstmals eine Frau als Chefin.

"Frauen können mehr. Ich sehe es als meine Aufgabe, Frauen neue Möglichkeiten zu zeigen, die es in der Arbeitswelt - abseits traditioneller Frauenberufe - gibt, und Frauen, die sich dafür entschieden haben, zu unterstützen. Das stärkt die betroffenen Frauen, aber auch die heimische Wirtschaft, die dadurch neue Impulse erhält", so Bures abschließend. (Schluss)

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