Internationaler Frauentag: 2. Humanitärer Kongress mit Fokus auf die verletzlichsten Opfer

Diakonie: Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderung am meisten von Katastrophen betroffen

Wien (OTS) - Bereits zum zweiten Mal findet heuer der Humanitäre Kongress in Wien statt. Thema des Kongresses, der am Internationalen Frauentag in der Universität Wien über die Bühne geht, ist das Thema:
"Gender matters" - Frauen in Katastrophensituationen.

Die Lebensumstände von Frauen in katastrophengefährdeten Regionen sind, insbesondere wegen ihrer Versorgungspflicht für Kinder, Angehörige mit Behinderung und alte Menschen, schon an sich schwieriger als die von Männern. "Wenn es dann tatsächlich zu Naturkatastrophen wie die Überschwemmungen in Pakistan 2010 oder die Hungerkrise im Sahel im vergangenen Jahr kommt, verschwinden Frauen und ihre besonderen Bedürfnisse oftmals völlig aus der öffentlichen Wahrnehmung", betont Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Österreich. "In der komplexen und von großem Zeitdruck geprägten Situation der Erstversorgung bei Ausbruch einer Katastrophe oder eines Konflikts scheinen die speziellen Schwierigkeiten, denen Frauen ausgesetzt sind, irrelevant zu sein."

Der besondere Blick

Gefordert ist einerseits ein besonderer Blick auf die speziellen Schwierigkeiten, denen Frauen ausgesetzt sind. Wenn es um das Thema "Gender" in Katastrophensituationen geht, heißt das aber auch, die Unterschiede in den Bedürfnissen von Frauen, Mädchen, Männern und Burschen in den Blick zu nehmen.

"Um erfolgreich zu sein, müssen sich humanitäre Einsätze auf die speziellen Bedürfnisse von Individuen und Gemeinschaften konzentrieren", so Lassmann. Und hier liegt auch der besondere Fokus von wirksamer humanitärer Arbeit: "Es geht darum, in direkten Dialog mit den Menschen, und das heißt mit Frauen und Männern, Alten und Jungen, zu treten und sie in die Planung der humanitären Aktionen einzubeziehen".

Eine Erfolgsgeschichte

Paulin Saintiva ist Vorarbeiterin auf einer Baustelle der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti. Sie ist 28 Jahre alt und dafür verantwortlich, dass auf dieser und einer Handvoll weiterer Baustellen handwerklich exakt und nach Zeitplan gearbeitet wird. In der männerdominierten Gesellschaft Haitis ein ungewohntes Bild: "Die Diakonie lässt mich zeigen, dass Frauen diese Arbeit auch machen können", freut sich Paulin Saintiva.

Die junge Frau hat an der Technischen Schule alles gelernt, was sie auf dem Bau wissen muss. Seit über drei Jahren arbeitet sie schon für die Diakonie Katastrophenhilfe - mit Erfolg. "Sie ist die einzige Frau und auch die Beste unserer 15 Vorarbeiter in La Vallée", betont Bauingenieur Jens Sohr von der Diakonie Katastrophenhilfe, der das umfangreiche Hausbauprojekt betreut.
In Haiti wurden von der Diakonie 600 neue erdbeben- und hurricanresistente Häuser für Erdbebenopfer gebaut.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:

PSK 23.13.300
BLZ 60.000

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Roberta Rastl
Diakonie Österreich, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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