• 07.03.2013, 09:34:26
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Internationaler Frauentag: 2. Humanitärer Kongress mit Fokus auf die verletzlichsten Opfer

Diakonie: Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderung am meisten von Katastrophen betroffen

Utl.: Diakonie: Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderung am
meisten von Katastrophen betroffen =

Wien (OTS) - Bereits zum zweiten Mal findet heuer der Humanitäre
Kongress in Wien statt. Thema des Kongresses, der am Internationalen
Frauentag in der Universität Wien über die Bühne geht, ist das Thema:
"Gender matters" - Frauen in Katastrophensituationen.

Die Lebensumstände von Frauen in katastrophengefährdeten Regionen
sind, insbesondere wegen ihrer Versorgungspflicht für Kinder,
Angehörige mit Behinderung und alte Menschen, schon an sich
schwieriger als die von Männern. "Wenn es dann tatsächlich zu
Naturkatastrophen wie die Überschwemmungen in Pakistan 2010 oder die
Hungerkrise im Sahel im vergangenen Jahr kommt, verschwinden Frauen
und ihre besonderen Bedürfnisse oftmals völlig aus der öffentlichen
Wahrnehmung", betont Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie
Katastrophenhilfe in Österreich. "In der komplexen und von großem
Zeitdruck geprägten Situation der Erstversorgung bei Ausbruch einer
Katastrophe oder eines Konflikts scheinen die speziellen
Schwierigkeiten, denen Frauen ausgesetzt sind, irrelevant zu sein."

Der besondere Blick

Gefordert ist einerseits ein besonderer Blick auf die speziellen
Schwierigkeiten, denen Frauen ausgesetzt sind. Wenn es um das Thema
"Gender" in Katastrophensituationen geht, heißt das aber auch, die
Unterschiede in den Bedürfnissen von Frauen, Mädchen, Männern und
Burschen in den Blick zu nehmen.

"Um erfolgreich zu sein, müssen sich humanitäre Einsätze auf die
speziellen Bedürfnisse von Individuen und Gemeinschaften
konzentrieren", so Lassmann. Und hier liegt auch der besondere Fokus
von wirksamer humanitärer Arbeit: "Es geht darum, in direkten Dialog
mit den Menschen, und das heißt mit Frauen und Männern, Alten und
Jungen, zu treten und sie in die Planung der humanitären Aktionen
einzubeziehen".

Eine Erfolgsgeschichte

Paulin Saintiva ist Vorarbeiterin auf einer Baustelle der
Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti. Sie ist 28 Jahre alt und dafür
verantwortlich, dass auf dieser und einer Handvoll weiterer
Baustellen handwerklich exakt und nach Zeitplan gearbeitet wird. In
der männerdominierten Gesellschaft Haitis ein ungewohntes Bild: "Die
Diakonie lässt mich zeigen, dass Frauen diese Arbeit auch machen
können", freut sich Paulin Saintiva.

Die junge Frau hat an der Technischen Schule alles gelernt, was
sie auf dem Bau wissen muss. Seit über drei Jahren arbeitet sie schon
für die Diakonie Katastrophenhilfe - mit Erfolg. "Sie ist die einzige
Frau und auch die Beste unserer 15 Vorarbeiter in La Vallée", betont
Bauingenieur Jens Sohr von der Diakonie Katastrophenhilfe, der das
umfangreiche Hausbauprojekt betreut.
In Haiti wurden von der Diakonie 600 neue erdbeben- und
hurricanresistente Häuser für Erdbebenopfer gebaut.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:

PSK 23.13.300
BLZ 60.000

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