• 06.03.2013, 13:46:05
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NEBA-Schnuppertage: Einzigartige Aktion für mehr Jugendbeschäftigung

Mit an Bord sind die Sozialpartner/innen sowie zahlreiche österreichische Leitbetriebe

Start-PK des Bundessozialamtes zu den
NEBA-Schnuppertagen - Referenten Gruppenfoto. Im Bild von r.n.l.:
Dipl.-Päd. Günter Hell, Leiter des Lehrlingswesens der ÖBB; Dr.
Günther Schuster, Leiter des Bundessozialamtes; Mag.a Marlene
Mayrhofer, Geschäftsführerin des Dachverbands Berufliche Integration
Dabei Austria; Mag. Dr. Rolf Gleißner, Stellvertretender
Abteilungsleiter für Sozialpolitik und Gesundheit der WKÖ; Komm. Rat
Dir. Jörg Schielin, Leiter der SPAR Akademie Wien; Dr. Heinz
Schoibl, Jugendexperte und Leiter der Forschungsberatung Helix
Austria

Utl.: Mit an Bord sind die Sozialpartner/innen sowie zahlreiche
österreichische Leitbetriebe =

Wien (OTS) - Das Bundessozialamt stellte heute in Wien die
NEBA-Schnuppertage-Aktion http://www.neba.at/schnuppertage vor. Das
NEBA Netzwerk Berufliche Assistenz bringt mit dieser Aktion
Jugendliche mit Benachteiligung mit rund 140 Unternehmen in ganz
Österreich in Kontakt. Ziel ist das perfekte "Matching" von
Fähigkeiten der Jugendlichen mit den künftigen Notwendigkeiten der
Wirtschaft. In allen Bundesländern wird gestaffelt vom 17. Juni bis
zu 19. Juli Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren "die Chance
gegeben, ihre künftige berufliche Orientierung zu testen", erklärte
der Leiter des Bundessozialamtes, Dr. Günther Schuster, "um den
Umstieg von der Schul- in die Berufslaufbahn erfolgreich gestalten zu
können." Zahlreiche Leitbetriebe haben bereits jetzt schon mehr als
140 "Schnuppertag-Angebote" in ganz Österreich zugesagt.

Arbeitsmarktdaten zeigen deutlich, dass Jugendliche mit
Vermittlungshindernissen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt
vielfache Barrieren vorfinden, gleichzeitig sei in Österreich der
Fachkräftemangel evident. "Die NEBA-Schnuppertage sind daher eine
Zukunftsinitiative, denn angesichts einer immer älter werdenden
Arbeitsbevölkerung kann man nicht auf die Fähigkeiten und Talente der
Jugendlichen verzichten", so der Leiter des Bundessozialamtes. Die
Homepage http://www.neba.at/schnuppertage bietet sowohl für Betriebe
auch für Jugendliche alle relevanten Daten zur Aktion, listet die
Unternehmensangebote und die entsprechenden Berufsbilder auf und
bietet die Anmeldetools. Unternehmen müssen bei einer Registrierung
die in ihrem Bundesland geltenden Termine für die Schnuppertage
angeben und die gesuchten Fähigkeiten für die Berufsbilder. Ähnliche
Fragen haben auch die Jugendlichen zu beantworten, um einen Tag in
jenem Unternehmen verbringen zu können, das seinem oder ihrem
Wunschberuf am besten entspricht.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Aktion, die von den
Sozialpartnern und Sozialpartnerinnen WKÖ, IV, ÖGB und AK sowie dem
Unterrichtsministerium BMUKK und dem Bundesweiten Netzwerk Offene
Jugendarbeit (BOJA) unterstützt wird, belegen, dass Maßnahmen für
mehr Jugendbeschäftigung gesetzt werden müssen. "Österreich
verzeichnet mit 9,9% die zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeit in
der EU, im EU-Schnitt sind 23,4%, in Griechenland schon fast 60% der
Jugendlichen arbeitslos. Seit kurzem geht die Beschäftigung Jüngerer
zurück, während jene Älterer steigt", erklärte der stellvertretende
Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der WK, Mag. Dr.
Rolf Gleißner. Die Zahl der Lehrstellensuchenden zwischen Februar
2012 und Februar 2013 habe um 3,7% abgenommen. Erfreulich sei, dass
hingegen die Zahl der Lehrlinge im Rahmen der integrativen
Berufsausbildung - Zielgruppe sind hier benachteiligte Jugendliche -
stetig zunimmt (Februar 2012-Februar 2013 +3,9%). "Der Gesamttrend
hin zu weniger jungen Arbeitskräften wird sich bis zum Ende des
Jahrzehnts aber massiv verstärken", so Gleißner.

Die heimischen Unternehmen unterstützen in hohem Maße die Ziele
der NEBA-Schnuppertage. Da die Jugendlichen von den Anbieter/innen
der NEBA-Beratungs- und Serviceleistungen für eine Teilnahme gecheckt
werden, ist ein besonderes Engagement garantiert. Die Betriebe kommen
in Kontakt mit einem motivierten, künftigen Arbeitskräftepotenzial,
da zahlreiche Branchen schon jetzt bei ihrer Lehrlings- oder
Mitarbeiter/innensuche an Grenzen stoßen. Daher öffenen
beispielsweise die ÖBB ihre Lehrwerkstätten für die
NEBA-Schnuppertage, SPAR bringt das Angebot seiner
Akademie-Leistungen in die Aktion ein, KMU wie die Bäckerei Der Mann,
das internationale Speditionsunternehmen UnitCargo engagieren sich
ebenso wie der Reiseveranstalter COLUMBUS fcm und das
Gebäudemanagementunternehmen Wisag.

Der Jugend- und Sozialforscher Dr. Heinz Schoibl zitierte aus
eigenen Studien in einigen österreichischen Bundesländern, die
belegen, dass knapp 20 Prozent der Jugendlichen bei ihrer Berufswahl
scheitert. "Die Schnittstelle zwischen schulischer und beruflicher
Bildung ist von entscheidender Bedeutung dafür, ob und inwieweit es
jungen Menschen gelingt, eine adäquate Startposition für eine
vollwertige gesellschaftliche Teilhabe und konstruktive Teilgabe zu
realisieren." Eine systematische Aktion zur Durchführung von
Schnuppertagen, eingebettet in ein kooperatives Netzwerk von
Unterstützungs- und Begleitvorsorgen leiste einen wichtigen Beitrag
dazu, den Einstieg in die Berufswelt zu optimieren, zeigte sich
Schoibl überzeugt.

Über das NEBA Netzwerk Berufliche Assistenz http://www.neba.at

Im NEBA Netzwerk Berufliche Assistenz bieten rund 140
Organisationen in ganz Österreich insgesamt vier Beratungs-,
Unterstützungs- und Serviceleistungen für Menschen mit Behinderung
sowie Jugendliche mit Benachteiligungen am Arbeitsmarkt an. Das Motto
der NEBA-Leistungen Jugendcoaching, Berufsausbildungsassistenz,
Jobcoaching und Arbeitsassistenz lautet in jedem Fall: Fit für den
Arbeitsmarkt.

NEBA ist eine Initiative des Bundesozialamtes, das dem
NEBA-Netzwerk 2012 insgesamt 50 Mio Euro zur Verfügung gestellt hat.

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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