- 06.03.2013, 13:29:21
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"Aktion Leben": Staat soll Schwangerenberatung mehr fördern
Generalsekretärin Kronthaler: Bedarf wächst stetig - Steigende Lebenskosten setzen Schwangere unter Druck
Utl.: Generalsekretärin Kronthaler: Bedarf wächst stetig - Steigende
Lebenskosten setzen Schwangere unter Druck =
Wien, 06.03.13 (KAP) Der Bedarf nach psychosozialer Begleitung rund
um Schwangerschaft und Geburt steigt ständig - dem soll der Staat
mit einem Ausbau der Förderung Rechnung tragen. Dies hat die "Aktion
Leben" anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März
gefordert. Namentlich an das Familienministerium erging in einer
Aussendung am Mittwoch die Aufforderung, seine Fördermittel zu
erhöhen. Derzeit würden die Hälfte der Beratungsleistungen sowie
alle Finanz- und Sachzuwendungen mit Hilfe privater Spenden
abgedeckt.
Die Nachfrage in der Schwangerenberatungsstelle des
überkonfessionellen gemeinnützigen Vereins wachse wie schon in den
Jahren zuvor auch heuer weiter an; "Aktion Leben"-Generalsekretärin
Martina Kronthaler sprach von einem "deutlichen Trend". Nicht nur
der persönliche Kontakt, sondern auch intensive Telefonberatung
würden vermehrt gesucht. Zugleich würden durch den "immensen
Mehraufwand" auch dringend mehr Mittel benötigt.
Die Inhalte der Beratung und die oft daraus folgende Betreuung seien
generell komplexer und intensiver geworden, so die
Generalsekretärin. Häufig gehe es darum, wie sich das Leben mit
einem Kind gestalten lässt angesichts gestiegener
Lebensmittelpreise, verteuerter Miet-, Heiz- und Stromkosten, des
Einkommensabfalls durch Schwangerschaft und Karenz sowie schwieriger
Wiedereinstiegschancen in den Beruf.
"Wir müssen viel Zeit aufwenden, um die Existenzsicherung der Frauen
zu klären. Unsere Beraterinnen informieren nicht nur über
Familienleistungen wie Kinderbetreuungsgeld, sondern intervenieren
auch bei Ämtern, Behörden oder Dienstleistern", so Kronthaler. Und
weiter: "Immer öfter müssen wir auch finanziell aushelfen, damit
junge Mütter überhaupt eine Wohnung anmieten oder kochen und heizen
können."
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