"Aktion Leben": Staat soll Schwangerenberatung mehr fördern

Generalsekretärin Kronthaler: Bedarf wächst stetig - Steigende Lebenskosten setzen Schwangere unter Druck

Wien, 06.03.13 (KAP) Der Bedarf nach psychosozialer Begleitung rund um Schwangerschaft und Geburt steigt ständig - dem soll der Staat mit einem Ausbau der Förderung Rechnung tragen. Dies hat die "Aktion Leben" anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März gefordert. Namentlich an das Familienministerium erging in einer Aussendung am Mittwoch die Aufforderung, seine Fördermittel zu erhöhen. Derzeit würden die Hälfte der Beratungsleistungen sowie alle Finanz- und Sachzuwendungen mit Hilfe privater Spenden abgedeckt.

Die Nachfrage in der Schwangerenberatungsstelle des überkonfessionellen gemeinnützigen Vereins wachse wie schon in den Jahren zuvor auch heuer weiter an; "Aktion Leben"-Generalsekretärin Martina Kronthaler sprach von einem "deutlichen Trend". Nicht nur der persönliche Kontakt, sondern auch intensive Telefonberatung würden vermehrt gesucht. Zugleich würden durch den "immensen Mehraufwand" auch dringend mehr Mittel benötigt.

Die Inhalte der Beratung und die oft daraus folgende Betreuung seien generell komplexer und intensiver geworden, so die Generalsekretärin. Häufig gehe es darum, wie sich das Leben mit einem Kind gestalten lässt angesichts gestiegener Lebensmittelpreise, verteuerter Miet-, Heiz- und Stromkosten, des Einkommensabfalls durch Schwangerschaft und Karenz sowie schwieriger Wiedereinstiegschancen in den Beruf.

"Wir müssen viel Zeit aufwenden, um die Existenzsicherung der Frauen zu klären. Unsere Beraterinnen informieren nicht nur über Familienleistungen wie Kinderbetreuungsgeld, sondern intervenieren auch bei Ämtern, Behörden oder Dienstleistern", so Kronthaler. Und weiter: "Immer öfter müssen wir auch finanziell aushelfen, damit junge Mütter überhaupt eine Wohnung anmieten oder kochen und heizen können."

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