- 06.03.2013, 12:21:37
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Medizinische Versorgung in Wien weit besser als von Ärztekammer dargestellt
Wien verfügt österreichweit über die höchste Ärztedichte - keine zusätzlichen Stellen geplant
Utl.: Wien verfügt österreichweit über die höchste Ärztedichte -
keine zusätzlichen Stellen geplant =
Wien (OTS) - "Aktuell gibt es in Wien knapp 800 Allgemeinmediziner
und gut 900 Fachärztinnen und -ärzte. Im österreichweiten Vergleich
ist die Bundeshauptstadt damit Spitzenreiter". Mit diesen Worten
weist Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK),
die wiederholte Forderung der Ärztekammer nach zusätzlichen Stellen
zurück. Reischl weiter: "Österreich hat nach Griechenland die höchste
Ärztedichte in Europa. Und innerhalb Österreichs ist die
Bundeshauptstadt Nummer eins. Die medizinische Versorgung ist also
weit besser, als von der Ärztekammer dargestellt."
Hohe Ärztedichte in Wien
Konkret kommen in Wien auf 100.000 Einwohner gut 90 Mediziner mit
Kassenvertrag - was bundesweit die höchste Ärztedichte ergibt.
Außerdem wird der Ausbau mit modernen Angeboten stetig
vorangetrieben. Mit derzeit knapp 70 Gruppenpraxen in elf
verschiedenen Fächern - von Augenheilkunde über Innere Medizin bis
hin zur Orthopädie - ist Wien auch bei dieser Versorgungsform
österreichweit am besten aufgestellt. Reischl: "Für Patientinnen und
Patienten haben Gruppenpraxen eine Reihe von Vorteilen, wie längere
Öffnungszeiten oder keine Urlaubssperre. Klar ist aber auch: Das
Modell wird nicht allein nach den Wünschen der Ärztekammer umgesetzt,
sondern nach dem Bedarf, der sich aufgrund von Bevölkerungs- und
Stadtentwicklung ergibt."
Generell ist die Versorgung im sogenannten Regionalen Strukturplan
Gesundheit (RSG) geregelt, der noch bis 2015 läuft und von der Stadt
Wien, der WGKK und der Ärztekammer gemeinsam beschlossen wurde.
Zusätzliche Stellen - ob Einzelordinationen oder Gruppenpraxen - sind
im RSG nicht abgebildet und würden dem Strukturplan widersprechen.
Die flächendeckende Versorgung im niedergelassenen Bereich hänge
nicht zuletzt davon ab, dass "die Vertragspartner ihrer Verpflichtung
nachkommen und länger offen halten", ergänzt Reischl. Wenn es um die
Entlastung der Ambulanzen geht, müsse man bei den Fakten bleiben. Zum
einen belegen aktuelle Daten, dass die Frequenzen in den
Spitalsambulanzen seit Jahren annähernd gleich bleiben. Zum anderen
wird rund ein Viertel der Ambulanzbesucher vom niedergelassenen Arzt
zugewiesen. Diese Entwicklung gelte es zu ändern.
Moderne Versorgung für Kinder
Auch die Versorgung von Kindern und Jugendlichen will sich die
Obfrau der WGKK nicht schlecht reden lassen. Reischl erinnert in
diesem Zusammenhang an das umfassende Paket, das im Vorjahr gemeinsam
mit Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely vorgestellt wurde. So wird
mit der Errichtung bzw. dem Ausbau von drei Therapiezentren für die
Altersgruppe der 0- bis 10-Jährigen dem dringend erforderlichen
Bedarf an ambulanten Plätzen Rechnung getragen. Damit ist für rund
1.000 Kinder eine Verdoppelung der Betreuungskapazität von derzeit
8.000 auf 16.000 Leistungen im Bereich der Ergo-, Logo-, Physio- und
Psychotherapie und fachärztlichen Untersuchungen möglich.
Deutliche Verbesserungen wird es bis Ende 2013 auch in der Kinder-
und Jugendpsychiatrie geben. Die WGKK erhöht schrittweise die
finanziellen Mittel für die kinder- und jugendpsychiatrische
Versorgung der Ambulatorien von "die Boje" und den Wiener
Psychosozialen Diensten. Diesen Ausbau der Zentren für die Kinder-
und Jugendgesundheit hat die Wiener Ärztekammer in der Vergangenheit
überraschenderweise negativ beurteilt und den Bedarf gegenüber der
Stadt Wien verneint.
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