Medizinische Versorgung in Wien weit besser als von Ärztekammer dargestellt

Wien verfügt österreichweit über die höchste Ärztedichte - keine zusätzlichen Stellen geplant

Wien (OTS) - "Aktuell gibt es in Wien knapp 800 Allgemeinmediziner und gut 900 Fachärztinnen und -ärzte. Im österreichweiten Vergleich ist die Bundeshauptstadt damit Spitzenreiter". Mit diesen Worten weist Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), die wiederholte Forderung der Ärztekammer nach zusätzlichen Stellen zurück. Reischl weiter: "Österreich hat nach Griechenland die höchste Ärztedichte in Europa. Und innerhalb Österreichs ist die Bundeshauptstadt Nummer eins. Die medizinische Versorgung ist also weit besser, als von der Ärztekammer dargestellt."

Hohe Ärztedichte in Wien

Konkret kommen in Wien auf 100.000 Einwohner gut 90 Mediziner mit Kassenvertrag - was bundesweit die höchste Ärztedichte ergibt. Außerdem wird der Ausbau mit modernen Angeboten stetig vorangetrieben. Mit derzeit knapp 70 Gruppenpraxen in elf verschiedenen Fächern - von Augenheilkunde über Innere Medizin bis hin zur Orthopädie - ist Wien auch bei dieser Versorgungsform österreichweit am besten aufgestellt. Reischl: "Für Patientinnen und Patienten haben Gruppenpraxen eine Reihe von Vorteilen, wie längere Öffnungszeiten oder keine Urlaubssperre. Klar ist aber auch: Das Modell wird nicht allein nach den Wünschen der Ärztekammer umgesetzt, sondern nach dem Bedarf, der sich aufgrund von Bevölkerungs- und Stadtentwicklung ergibt."

Generell ist die Versorgung im sogenannten Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) geregelt, der noch bis 2015 läuft und von der Stadt Wien, der WGKK und der Ärztekammer gemeinsam beschlossen wurde. Zusätzliche Stellen - ob Einzelordinationen oder Gruppenpraxen - sind im RSG nicht abgebildet und würden dem Strukturplan widersprechen.

Die flächendeckende Versorgung im niedergelassenen Bereich hänge nicht zuletzt davon ab, dass "die Vertragspartner ihrer Verpflichtung nachkommen und länger offen halten", ergänzt Reischl. Wenn es um die Entlastung der Ambulanzen geht, müsse man bei den Fakten bleiben. Zum einen belegen aktuelle Daten, dass die Frequenzen in den Spitalsambulanzen seit Jahren annähernd gleich bleiben. Zum anderen wird rund ein Viertel der Ambulanzbesucher vom niedergelassenen Arzt zugewiesen. Diese Entwicklung gelte es zu ändern.

Moderne Versorgung für Kinder

Auch die Versorgung von Kindern und Jugendlichen will sich die Obfrau der WGKK nicht schlecht reden lassen. Reischl erinnert in diesem Zusammenhang an das umfassende Paket, das im Vorjahr gemeinsam mit Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely vorgestellt wurde. So wird mit der Errichtung bzw. dem Ausbau von drei Therapiezentren für die Altersgruppe der 0- bis 10-Jährigen dem dringend erforderlichen Bedarf an ambulanten Plätzen Rechnung getragen. Damit ist für rund 1.000 Kinder eine Verdoppelung der Betreuungskapazität von derzeit 8.000 auf 16.000 Leistungen im Bereich der Ergo-, Logo-, Physio- und Psychotherapie und fachärztlichen Untersuchungen möglich.

Deutliche Verbesserungen wird es bis Ende 2013 auch in der Kinder-und Jugendpsychiatrie geben. Die WGKK erhöht schrittweise die finanziellen Mittel für die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung der Ambulatorien von "die Boje" und den Wiener Psychosozialen Diensten. Diesen Ausbau der Zentren für die Kinder-und Jugendgesundheit hat die Wiener Ärztekammer in der Vergangenheit überraschenderweise negativ beurteilt und den Bedarf gegenüber der Stadt Wien verneint.

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