Vorarlberger Nachrichten, Kommentar: "Aufruhr im dritten Lager"

Von Johannes Huber

Wien (OTS) - Vertreter der sogenannten Altparteien durften gestern jubeln: Sozialdemokraten darüber, nach einem Vierteljahrhundert die Führung über Kärnten zurückerobert zu haben, ÖVPler, die Vormachtstellung in Niederösterreich verteidigt zu haben. Große Ernüchterung war dagegen im dritten Lager angesagt.

Die Freiheitlichen haben ihre Hochburg Kärnten verloren. Und zwar nachhaltig: FPÖ-Chef Heinz Christian Strache kann nicht davon ausgehen, dass die Wähler die Machenschaften der Haider-Nachfolger bis zur Nationalratswahl im September vergessen haben; zumal Ermittlungen in zahlreichen Fällen noch laufen, wird eher das Gegenteil der Fall sein.

Zum Zweiten leiden die Freiheitlichen unter einem neuen Mitbewerber:
Viele Protestwähler geben Frank Stronach den Vorzug. Von Strache und Co. haben sie sich ganz offensichtlich abgewendet.

Wird Stronach gar das dritte Lager übernehmen? So weit ist es nicht. Noch liegen die Freiheitlichen unterm Strich vorne. Aber für eine Abspaltung von ihnen wird es eng: Nach dem mageren Ergebnis in Kärnten wird es für das BZÖ im Herbst sehr, sehr schwierig, den Verbleib im Nationalrat zu schaffen.

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