"profil": Peter Hochegger kassierte rund um Bulgarien-Deal der Telekom 500.000 Euro von Martin Schlaff

Hochegger: "Hatte die Aufgabe, Befindlichkeiten im Telekom-Vorstand, in der ÖIAG und bei Grasser auszuloten" - Meischberger bekam die Hälfte

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner Montag erscheinenden Ausgabe von neuen Ungereimtheiten rund um die 1,6 Milliarden Euro teure Übernahme der bulgarischen Mobiltel durch die Telekom Austria 2005. So will Telekom-Lobbyist Peter Hochegger von damaligen Mobiltel-Hauptaktionär Martin Schlaff bereits 2003 insgesamt 500.000 Euro erhalten haben, um "Befindlichkeiten im Telekom-Vorstand, in der ÖIAG und bei Finanzminister Karl-Heinz Grasser auszuloten." Hochegger gegenüber "profil": "Ich habe mich mit Vorstandsmitgliedern der Telekom getroffen und sie auf Bulgarien angesprochen. Mein Eindruck war, dass Sundt und Nemsic positiv eingestellt waren, Fischer und Colombo negativ. Colombo hatte Zweifel, dass sich das rechnen könnte." Für die Gespräche mit ÖIAG und Grasser hätte er, Hochegger, Walter Meischberger "eingecheckt, weil ich da keinen direkten Zugang hatte. Was er konkret gemacht hat, weiß ich nicht. Aber es war wichtig, Meischberger dabei zu haben."

Schlaffs Partner Herbert Cordt stellt das entschieden in Abrede:
"Herr Hochegger fantasiert." Der Lobbyist hätte lediglich den Auftrag gehabt, "für eine positivere Wahrnehmung der Mobiltel in der Öffentlichkeit zu sorgen": "Er sollte bei den richtigen Leuten gut über uns reden." Um Kontakte in die Telekom Austria zu pflegen, habe es Hochegger sicher nicht gebraucht: "Die hatten wir auch so." Und von Walter Meischberger höre er, Cordt, "überhaupt das erste Mal."

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