• 01.03.2013, 12:43:12
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  • OTS0185 OTW0185

"Gesund im AKH": Gesundheitsförderung für 12.000 Beschäftigte

Gesundes Angebot der betrieblichen Gesundheitsförderung

Utl.: Gesundes Angebot der betrieblichen Gesundheitsförderung =

Wien (OTS) - MitarbeiterInnen, die sich am Arbeitsplatz nicht
wohlfühlen, haben ein hohes Risiko, krank zu werden. Betriebliche
Gesundheitsförderung wird daher immer wichtiger. Mit dem neuen
Projekt "Gesund im AKH - Betriebliche Gesundheitsförderung im AKH -
Medizinischer Universitätscampus", wird das AKH Wien ab April 2013
gezielte Strategien zur Schaffung von
gesundheitserhaltenden-Arbeitsplätzen umsetzen.

"Was andere gesund macht, darf uns nicht krank machen", heißt es im
AKH-Leitbild. Dieser Philosophie werden durch das neue Competence
Center für Arbeitssicherheit und Gesundheitserhaltung (CCAG) neue
Wege beschritten, um den rund 12.000 MitarbeiterInnen des AKH Wien
ein wohltuendes Arbeitsumfeld zu bieten. Damit ist das Projekt
"Gesund im AKH - Betriebliche Gesundheitsförderung im AKH -
Medizinischer Universitätscampus" eines der größten
Gesundheitsförderungsprojekte in Betrieben in Österreich. Ziel ist
es, die Arbeitsfähigkeit und -motivation der MitarbeiterInnen so gut
und so lange wie möglich zu erhalten. Dem AKH- Personal werden daher
ab April 2013 gesundheitsfördernde Programme u.a. aus den Bereichen
Kommunikation, Ernährung bis hin zur Suchtprävention geboten.
Ermöglicht wurde das Projekt durch Förderungen des Fonds Gesundes
Österreich, die Projektleitung obliegt Univ. Prof. Dr. Jasminka
Godnic-Cvar.

Helfen ohne selbst krank zu werden

Die Arbeit im Gesundheitsbereich ist für MitarbeiterInnen psychisch
und körperlich belastend. Für das Unternehmen zeigt sich das in
Beschwerden des Stützapparates, psychoemotionalen Beschwerden sowie
steigender Krankenstandstatistik. MitarbeiterInnen begegnen dem
psychischen Druck am Arbeitsplatz oft sogar mit Stresspuffern wie
Alkohol oder Zigaretten. Ältere Erwerbstätige verzeichnen
krankheitsbedingt höhere Fehlzeiten, hinzukommen sozioökonomische
Faktoren, die psychischen Druck erzeugen. All diese Faktoren ergeben
ein Bündel an Belastungen, denen die MitarbeiterInnen aufgrund ihres
anspruchsvollen Berufs ausgesetzt sind. Die Folge: ÄrztInnen, Pfleger
und andere Beschäftigte brauchen selbst Unterstützung.

Im CCAG, das im Juni 2011 am Medizinischen Universitätscampus Wien
ins Leben gerufen wurde, wurden daher im Rahmen des betrieblichen
Gesundheitsförderungsprojektes "Gesund im AKH" Maßnahmen geplant ,
die auf die Belastungen der MitarbeiterInnen eingehen, und dazu
Gegenstrategien und -lösungen vorsehen. All diese Maßnahmen werden ab
April 2013 bis 2016 umgesetzt. Das Pilotprojekt läuft zunächst ein
Jahr lang und wird von einem externen Unternehmen evaluiert. Um den
gegenwärtigen Zustand zu analysieren, werden unterschiedliche Tools
eingesetzt, wie etwa die MitarbeiterInnenbefragung oder die
Krankenstandserhebung. Eine weitere Möglichkeit, um Ressourcen und
Belastungen aus der Praxis aufzuzeigen und Gegenstrategien zu
entwickeln, bieten Gesundheitszirkel, die an jeder Klinik
organisiert werden.

Zielgruppenkongruente Schwerpunkte

Die Schwerpunkte des Projekts "Gesund im AKH" bilden die Themen
"Interdisziplinäre Zusammenarbeits- und Kommunikationskultur",
"Bewegung", "Ernährung", "Suchtprävention am Arbeitsplatz",
"Gesundheitszirkel", "Erhalt der Arbeitsfähigkeit älterer
MitarbeiterInnen", "Informationsmanagement" und "Krankenhaushygiene".
So werden beispielsweise im Bereich der interdisziplinären
Zusammenarbeits- und Kommunikationskultur Führungskräfte in der
betrieblichen Kommunikation, in Konfliktkultur und Stressbewältigung
geschult, um die Kommunikationskultur innerhalb der
Organisationseinheiten zu verbessern. Im Bereich Ernährung gilt es,
die AKH-Betriebsküche auf gesunde, fettarme, frische und ausgewogene
Ernährung auszurichten und mit gesundheitsunterstützenden
Informationen zu vervollständigen. Aufklärungsworkshops,
Raucherentwöhnungsprogramme und gezielte Suchtprävention sind
Facetten des Teilprojekts "Suchtprävention am Arbeitsplatz". Das
Konzept "Productive Ageing" richtet sich an ältere MitarbeiterInnen
des AKH. Im Zuge dieses Schwerpunktes werden altersadäquate
Arbeitsanforderungen und Rahmenbedingungen geschaffen, damit ältere
MitarbeiterInnen möglichst lange im Arbeitsprozess bleiben.

Das Projekt orientiert sich an den Prinzipien der betrieblichen
Gesundheitsförderung sowie an den Faktoren die zur Erhaltung der
Gesundheit beitragen. Darüber hinaus soll MitarbeiterInnen durch
diesen Prozess für die eigene Gesundheit zunehmend Verantwortung
übernehmen. Gesunde, motivierte und zufriedene MitarbeiterInnen sind
in sozialer und ökonomischer Hinsicht die Voraussetzung für den
Erfolg eines Unternehmens. Das Projekt "Gesund im AKH - Betriebliche
Gesundheitsförderung im AKH - Medizinischer Universitätscampus"
orientiert sich daher an einem Gesundheitsbegriff, der ein
Zusammenwirken von physischen, psychischen und sozialen Faktoren
versteht, aus jenen Faktoren also, die das Wohlbefinden des einzelnen
bestimmen.

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