• 01.03.2013, 10:44:26
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Hundstorfer: Anstieg der Arbeitslosigkeit erstmals seit Sommer des Vorjahres verlangsamt

Noch zu früh für Entwarnung - Österreich nach wie vor geringste Arbeitslosigkeit in Europa - erstmals über 3,3 Mio. Beschäftigte in einem Februar

Utl.: Noch zu früh für Entwarnung - Österreich nach wie vor
geringste Arbeitslosigkeit in Europa - erstmals über 3,3 Mio.
Beschäftigte in einem Februar =

Wien (OTS/BMASK) - Mit 326.401 Arbeitslose (+16.337 oder +5,3
Prozent) und 77.605 SchulungsteilnehmerInnen (+7.209 oder +10,2
Prozent) hat sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit erstmals seit
August 2012 verlangsamt, berichtet Sozialminister Rudolf Hundstorfer
angesichts der Arbeitsmarktdaten für den Monat Februar. Weiterhin hat
Österreich mit 4,9 Prozent die geringste Arbeitslosigkeit in der EU
und liegt bei der Jugendarbeitslosigkeit hinter Deutschland an
zweiter Stelle. Die Beschäftigung steigt wieder etwas stärker als
zuletzt. Mit 3.321.000 aktiv Beschäftigten waren erstmals in einem
Februar mehr als 3,3 Mio. Menschen in Österreich beschäftigt - das
ist ein Plus von 27.000 Arbeitsplätzen. Beinahe ein Drittel der als
arbeitslos gemeldeten Menschen - ca. 97.000 - haben bereits eine
Einstellzusage und beginnen heute oder in den nächsten Wochen ihre
neue Tätigkeit. "Es ist aber zu früh um von einer Trendwende zu
sprechen: die Zahl der offenen Stellen sinkt um knapp zehn Prozent.
Trotz der üblichen Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt und trotz
weiterer Beschäftigungsgewinne muss auch in den nächsten Monaten mit
einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich gerechnet
werden", so Hundstorfer. ****

"Bevor sich Europa nicht aus dem seit fast fünf Jahren
anhaltenden Finanzkrise, Wirtschaftskrise, steigender
Staatsverschuldung und Sparpaketen lösen kann, wird auch die
exportabhängige österreichische Wirtschaft nicht genügend
Arbeitsplätze schaffen können um die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu
senken", unterstrich der Sozialminister. Mit dem Beschluss der
europäischen Jugendgarantie nach österreichischem Vorbild sei gestern
jedoch ein wichtiger Schritt und ein deutliches erstes Zeichen an die
jungen Menschen in Europa gesetzt worden. "Jetzt müssen die
Mitgliedsstaaten die nötigen Schwerpunkte in ihrer Politik setzen und
die notwendigen Mittel in die Hand nehmen", betonte der Minister.

Männer (+6 Prozent) sind von der steigenden Arbeitslosigkeit
stärker betroffen als Frauen (+3,9 Prozent). Bei Jugendlichen (+3,5
Prozent) steigt die Arbeitslosigkeit ebenfalls unterdurchschnittlich.
Bei den 15-19-jährigen geht die Arbeitslosigkeit sogar um 4,3 Prozent
zurück und es gibt auch weniger Lehrstellensuchende (-3,7 Prozent).
"Die Ausbildungsgarantie der Bundesregierung funktioniert.
Qualifikation ist nach wie vor der wichtigste Schlüssel zur
Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Fast die Hälfte aller Arbeitslosen
verfügt maximal über einen Pflichtschulabschluss. Ein
Fachkräftemangel lässt sich aus den Arbeitsmarktdaten hingegen nicht
herauslesen, da auch bei den Hochqualifizierten - wenn auch auf
niedrigem Niveau - die Arbeitslosigkeit steigt. Den mit Abstand
stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnen übrigens
AbsolventInnen eines Bakkalaureatsstudiums mit +39,4 Prozent. Ein
Zeichen, dass Bachelors von der Wirtschaft nicht sehr stark
nachgefragt werden", sagte der Sozialminister.

Im Westen Österreichs ist die Arbeitsmarktentwicklung etwas
besser: in Tirol (+1,9 Prozent) Vorarlberg (+2,2 Prozent) und
Salzburg (+3,8 Prozent) steigt die Arbeitslosigkeit am wenigsten an.
Auch Wien (+4,3 Prozent und die Steiermark (+4,8%) verzeichnen einen
unterdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Den stärksten
Anstieg der Arbeitslosigkeit gibt es in Oberösterreich (+8,6
Prozent), allerdings ist die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich nach
wie vor gering. Kärnten hat mit 6,5 Prozent nicht nur den
zweithöchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit, Kärnten war zuletzt auch
das einzige Bundesland mit sinkender Beschäftigung. Die traditionell
schwache Wirtschaftsstruktur Kärntens wird durch die Rezession in
Italien zusätzlich belastet. Auch Niederösterreich (+6,2 Prozent) und
das Burgenland (+6,2 Prozent) verzeichnen einen überdurchschnittlich
starken Anstieg der Arbeitslosigkeit. (Schluss)

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