Sozialindex für Schulen auf dem Vormarsch: SPÖ tritt für Modellregion in Oberösterreich ein

SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn: "Vorrang für Chancengerechtigkeit."

Linz (OTS) - ExpertInnen sind sich einig, dass Schulen mit schwierigeren Rahmenbedingungen mehr Lehrkräfte brauchen, um ihrem Bildungsauftrag nachkommen zu können. Auch das Bildungsministerium, die Armutskonferenz und politische Vertreter aus Wien haben sich bereits positiv dazu geäußert. "Deshalb bringen wir jetzt einen Initiativantrag für die Errichtung einer Modellregion in Oberösterreich ein, bevor andere Bundesländer uns zuvorkommen. Das große Ziel des Sozialindex ist es, dass auch Schulkinder mit schwierigeren Rahmenbedingungen einen guten Schulabschluss erreichen und so gerechte Chancen am Arbeitsmarkt vorfinden", argumentiert SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn.

Die BildungsverliererInnen von heute sind die Arbeitslosen von morgen. "Prävention gegen Arbeitslosigkeit muss daher im Bildungssektor ansetzen. Die Linzer Professoren Altrichter und Bacher haben dazu ein zukunftsweisendes Modell erarbeitet, das wir im Vorjahr im Oö. Landtag bereits diskutiert haben. Dabei geht es darum, dass Ressourcen im Bildungssystem dort verstärkt eingesetzt werden müssen, wo sie am dringendsten benötigt werden", so Jahn. Die Linzer Professoren haben in ihrer Studie herausgearbeitet, dass die soziale Herkunft sowie der Migrationshintergrund zentrale Ungleichheitskriterien im Bildungssystem darstellen. Auch die Schulbildung der Eltern ist ein wesentlicher Faktor.

Oberösterreich wäre aufgrund seiner Siedlungsstruktur mit mehreren urbanen Zentren sowie ländlichen Regionen optimal als Modellregion geeignet. "Deshalb ersuchen wir mit unserem Initiativantrag die Bildungslandesrätin für die Erarbeitung einer Modellregion in Oberösterreich in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium. Es gibt zahlreiche Indizien, dass sich auch andere Bundesländer für eine solche Modellregion interessieren. Gerade in dieser sozial wesentlichen Angelegenheit, wo es um Gerechtigkeit für Schulkinder geht, soll Oberösterreich zum Vorbildbundesland werden. Es wäre schade, wenn - wie bei der Einführung der Neuen Mittelschule - unser Land erneut nur Nachzügler im Wettlauf der Bundesländer wäre", argumentiert die SPÖ-Bildungssprecherin.

"Wir müssen alle Kinder auf dem Weg zur guten Bildung mitnehmen. Das sichert ihre Lebenschancen und wir können auch wirtschaftlich nicht zulassen, dass Talente von Kindern liegen bleiben", positioniert Mag.a Gertraud Jahn.

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