- 28.02.2013, 09:55:04
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Pickerl beim ÖAMTC: Die Top-Drei-Mängel bei der §57a-Überprüfung
2012 schafften drei Viertel der Fahrzeuge die Überprüfung auf Anhieb
Utl.: 2012 schafften drei Viertel der Fahrzeuge die Überprüfung auf
Anhieb =
Wien (OTS) - "Auch 2012 vertraute eine große Anzahl an Mitgliedern
bei der Pickerl-Überprüfung dem ÖAMTC", freut sich ÖAMTC-Techniker
Rudolf Brauch und zieht Bilanz: "In der Kategorie Pkw/Kombi schafften
drei Viertel der Fahrzeuge die Überprüfung auf Anhieb, für die
anderen galt jedoch: Ein schwerer Mangel kommt selten allein." Denn
die Statistik zeigt durchschnittlich einen schweren Mangel pro
überprüftem Fahrzeug.
Die §57a-Überprüfung - umgangssprachlich "Pickerl-Überprüfung"
genannt - soll die Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie die
Umweltverträglichkeit eines Fahrzeugs sicherstellen. Um die Plakette
zu erhalten, werden Fahrzeuge genauen Richtlinien folgend auf 130
Sicherheitsmerkmale hin unter die Lupe genommen. Der ÖAMTC hat
untersucht, welche Fahrzeugteile in der Kategorie Pkw/Kombi besonders
häufig von schweren Mängeln betroffen waren.
Bremse, Licht und Reifen führen Mängel-Hitliste an
30 Prozent aller schweren Mängel im Jahr 2012 waren Bremsdefekte.
"Eine allmähliche Verschlechterung wird vom Fahrer kaum, die Alterung
von Bremskomponenten gar nicht wahrgenommen", erklärt ÖAMTC-Techniker
Brauch. Das macht Bremsdefekte besonders gefährlich: "Selbst wenn es
einmal kracht, sucht man die Schuld eher bei sich selbst, als bei der
Technik." Während man alltägliche Fahrten problemlos mit einem nicht
optimal funktionierenden Bremssystem zu meistern vermag, können die
durch ein mangelhaftes Bremssystem verschenkten Zentimeter in einer
Notsituation entscheidend sein. Deshalb ist ein regelmäßiger Check
durch einen Fachmann wichtig. Dieser verfügt über entsprechende
Geräte zur objektiven Überprüfung der Bremswirkung.
Insbesondere für Wenigfahrer hat der ÖAMTC-Experte einen Tipp: Bei
Autos, die im Freien abgestellt und wenig genutzt werden, kann es
leicht zu einer Korrosion der hinteren Bremsscheiben kommen.
Korrosion macht einen Austausch notwendig, obwohl die Bremsscheiben
gar nicht verschlissen sind. "Dabei kann man Korrosion auf einfache
Art verhindern, indem man zumindest alle 14 Tage eine schärfere
Bremsung durchführt", weiß Brauch. Aber Vorsicht: Vor der Bremsung in
den Rückspiegel schauen.
Den zweithäufigsten Mangel (20 Prozent) stellen Defekte in der
Gruppe "Leuchten, Rückstrahler und sonstige elektrische Anlage" dar.
"Die Statistik weist eine jährliche Zunahme in dieser
Mangel-Kategorie aus", erzählt der ÖAMTC-Techniker. Als Gründe sieht
er das mittlerweile übliche Fahren mit Licht am Tag (viele verwenden
den Hauptscheinwerfer, weil das Auto noch nicht über eigene
Tagfahrleuchten verfügt) in Kombination mit den seit einiger Zeit
üblichen H1- und H7-Hochleistungslampen "Deren Lichtausbeute ist zwar
höher, die Lebensdauer gegenüber den früheren 'Grablampen' hat jedoch
abgenommen", so Brauch.
Am dritthäufigsten kommen Mängel aus der Gruppe "Achsen, Räder,
Reifen und Aufhängungen" vor (18 Prozent). Dabei handelt es sich um
die einzige Mangelgruppe, von der junge und alte Fahrzeuge gleich
stark betroffen. Neben Schäden an oder dem Verschleiß von Reifen sind
Federn und Gelenke die am häufigsten betroffenen Bauteile.
Aber nicht jeder schwere Mangel ist mit kostspieligen Reparaturen
verbunden. "Viele schwere Mängel können gleich während der
Begutachtung behoben werden. Dazu zählen vor allem Mängel bei der
Beleuchtung, aber auch solche, die Abgas und Sicht betreffen",
erklärt der ÖAMTC-Experte.
ÖAMTC steht für Objektivität und Kompetenz
Während in den meisten Ländern Europas die Pickerl-Überprüfung nur
von Organisationen ohne Reparaturtätigkeit durchgeführt werden darf,
sind in Österreich auch Autowerkstätten dazu berechtigt. Dem ÖAMTC
wird als unabhängiger Überprüfungsstelle Vertrauen geschenkt.
Dementsprechend viel Wert wird auf die Kompetenz und Objektivität der
Clubtechniker gelegt: Durch regelmäßige Schulungen und interne
Kontrollmaßnahmen werden die Techniker immer auf dem modernsten Stand
der Technik und der für die §57a-Begutachtung zugrunde liegenden
Gesetzgebung gehalten.
ÖAMTC-Mitglieder können bei der §57a-Überprüfung österreichweit
zwischen 109 Dienststellen wählen. Neben Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen
zulässiges Gesamtgewicht überprüft der ÖAMTC auch zwei- und
dreirädrige Motorfahrräder sowie Motorräder mit und ohne Beiwagen,
Microcars, Quads, Anhänger und land- und forstwirtschaftliche
Zugmaschinen. Für eine Terminvereinbarung am besten den
Wunsch-Stützpunkt kontaktieren oder online unter
www.oeamtc.at/termine einen verfügbaren Termin auswählen. Mehr Infos
zu den Überprüfungen des Clubs sowie Videos und Fotoshows zum Ablauf
findet man im Internet unter www.oeamtc.at/pruefdienste.
AVISO an die Redaktionen:
Bilder zur Aussendung stehen im ÖAMTC-Fotoservice unter
www.oeamtc.at/presse zum Download bereit.
(Schluss)
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