Krismer/Apl zu Grundwasser-Skandal: "Landesbehörden verschlafen Alarmierung"

Grüne empört: "BürgerInnen wurden 6 Jahre zu spät informiert!"

St. Pölten (OTS) - Nach Korneuburg decken die Grünen nun einen neuen Grundwasser-Skandal auf: In Maria Enzersdorf ist den Behörden bereits seit 2006 bekannt, dass das Grundwasser verunreinigt ist. Informiert wurden die AnrainerInnen seitens der Gemeinde aber erst Ende 2012, also sechs Jahre später! "Der Skandal besteht darin, dass die BürgerInnen viel zu spät informiert wurden. 2006 war noch nicht klar, wie weit die Kontaminierung tatsächlich reicht. Trotzdem hätten die AnrainerInnen informiert werden müssen; Gerade weil man noch nicht wusste, wie groß der Schaden ist", weiß Gemeinderat und Bezirkssprecher für Mödling, Christian Apl. Das Umweltbundesamt hat die Altlast von der Putzerei Svrcek im September 2012 veröffentlicht:
http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/altlasten/altlasteninfo
/altlasten3/niederoesterreich/n71/

Alarmiert vom Beispiel Maria Enzersdorf sieht auch Helga Krismer, Umweltsprecherin der Grünen Niederösterreich, dringenden Handlungsbedarf: "Maria Enzersdorf ist kein Einzelfall! Oft warnen die Behörden erst dann, wenn der Hut brennt. Wir fordern eine aktive Informationspolitik von Landesregierung, Bezirkshauptmannschaft und Gemeinden, damit AnrainerInnen frühzeitig vor einer möglichen Gesundheitsgefährdung gewarnt sind. Wer wann und wieso das Grundwasser verseucht hat, ist für die Aufarbeitung und Aufklärung essentiell; Oberste Priorität muss aber der Gesundheit der Betroffenen eingeräumt werden."

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