• 27.02.2013, 09:30:39
  • /
  • OTS0048 OTW0048

Zwischenorte und Übergangsriten im MuseumsQuartier Wien

Wien (OTS) - Zwischenorte und Übergangsriten sind das Thema des
ungewöhnlichen Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekts "Passagen
Passagiere", mit dem das MuseumsQuartier erstmals die Ein- und
Durchgänge ins Zentrum rückt. In Kooperation mit zahlreichen
Kulturinstitutionen werden an drei Abenden zwölf der überdachten
Durchgänge im MQ zu temporären Bühnen zwischen Heimat und Fremde,
Leben und Tod oder altem und neuem Jahr. Premiere ist am 07. März.

"Für das MQ-Areal sind seine zahlreichen Ein- und Durchgänge, die
das umliegende Stadtgebiet mit dem verkehrsberuhigten Kulturareal und
die Höfe des MQ miteinander verbinden, stark prägend. Ziel ist, die
BesucherInnen auf dieses Spezifikum aufmerksam zu machen und diese
besonderen Räume für künstlerische Installationen zu nutzen.
Gleichzeitig findet eine Zusammenarbeit mit zahlreichen
Kulturinstitutionen am Areal aber auch anderen Kultureinrichtungen in
Wien statt", so MuseumsQuartier Direktor Dr. Christian Strasser.
Vitus Weh, künstlerischer Leiter des Projekts ergänzt: "Als
'strukturiertes Haus' ähnelt das MQ Areal dem Leben. Seine vielen
Durchgänge gleichen dabei den Zeiträumen des Wandels. Angelehnt an
die Theorie der Übergangsriten - 'Les rites de passage' - des
Ethnologen Arnold van Gennep widmet sich 'Passagen Passagiere' diesen
Zwischenorten und thematisiert in ihnen verschiedene
Transitsituationen. Es wird ein Parcours durch das Areal und das
Leben zugleich."

An drei Abenden (07. März, 14. März und 21. März) zwischen 19 und
22 Uhr werden die verschiedenen Passagen des MQ Areals zu "Räumen des
Übergangs" und mit Szenen, die zwischen fünf und 20 Minuten dauern,
bespielt. Um 19 Uhr findet im Foyer des DSCHUNGEL WIEN, das sich als
Flughafen präsentiert, jeweils ein "Check-in" statt, danach kann sich
das Publikum individuell von Station zu Station bewegen.

So verwandelt sich unter der Regie von DSCHUNGEL WIEN Direktor
Stephan Rabl der Eingang bei der Mariahilfer Straße in das Fegefeuer
eines Asylsuchenden. Den Übergang zwischen Leben und Tod thematisiert
das Tanzquartier Wien mit einem Film von Milli Bitterli und Jack
Hauser, in dem eine Tänzerin stumm in das Leben von
HospizbewohnerInnen tanzt. Begleitet wird der Film in der Passage
beim Tanzquartier Wien durch eine Live-Performance. Ebenso um den
finalen Lebenskampf geht es im "Durchgang ins Nichts" bei der Breite
Gasse, inszeniert von monochrom: Auf der Suche nach der
Nordwestpassage ringen dort die letzten Matrosen einer
Schiffsexpedition in einem Schneesturm ums Überleben. Im
Übergangsbereich zwischen Arbeit und Arbeitslosigkeit finden sich die
BesucherInnen im Durchgang vom Kinder- in den Haupthof wieder, wo, in
Kooperation mit DSCHUNGEL WIEN, die Kündigung thematisiert wird.

Einen anderen Inbegriff von Abschluss und Neubeginn erlebt man
beim Eingang Burggasse. Dort findet, gemeinsam mit der Künstlergruppe
Krafftmalerei und der Theatergruppe Stückwerk, jede Stunde Silvester
statt. Eine musikalische Paraphrase auf die Krise der
Wintersonnenwende ("Sol invictus") erwartet die BesucherInnen im
"Geisterhof" beim Glacis Beisl. Sportlich geht es im "Hexenkessel"
zwischen Az W und mumok zu. Unter der Choreografie von Akos Hargitay
gibt ein Footballteam Einblick in seine Riten und Bewegungsroutinen.
Literarisch kann man sich dem MuseumsQuartier beim "Grenzgang"
nähern: mit ortsspezifischen Erzählungen internationaler AutorInnen
im Ohr wird das ganze Areal umrundet.

In den permanenten Themenpassagen des MQ sind filmische
Installationen zu sehen: In der KABINETT comic passage werden
ausgewählte Sequenzen aus Trickfilmen von Kindern und Jugendlichen
gezeigt, die in den letzten elf Jahren im Trickfilmstudio des ZOOM
Kindermuseums entstanden sind. In der TONSPUR_passage erleben
BesucherInnen einen künstlerischen Dialog über Smalltalk, inszeniert
von Sabine Groschup und Veronika Schubert. In der Meteoritenpassage
wird in einem Video von Nives Widauer die Melancholie der Evolution
thematisiert. Einmal mehr mit dem Übergang von Leben und Tod
beschäftigt sich die Typopassage Wien in Form von Todesanzeigen.

Das Foyer im DSCHUNGEL WIEN, inszeniert als Flughafen mit
Check-in, dient an allen drei Abenden als Treffpunkt und Infozentrum.
Das Programmheft in Form eines Reisepasses kann man sich bei jeder
Station abstempeln lassen. Der Eintritt ist frei.

Teilnehmende Institutionen: DSCHUNGEL WIEN, Tanzquartier Wien,
ZOOM Kindermuseum, monochrom, ASIFA Austria, bauer - konzept &
gestaltung, TONSPUR für einen öffentlichen raum, Soundspaziergänge,
JSB-Musikschule, Theater Stückwerk, Museum für Völkerkunde Wien,
Vienna Knights

Passagen Passagiere
Do 07.03., Do 14.03. und Do 21.03., 19-22h, Eintritt frei
MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien
www.mqw.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MQW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel