Klammern an den letzten Strohhalm (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 26. Februar 2013

Klagenfurt (OTS) - Korruptionsskandale ohne Ende. Grenzenloser Machtmissbrauch. Ein Prozess nach dem anderen. Massive Auswirkungen auf die Euro-Krise. Nach all dem kann man es kaum glauben, zu welchen Höhenflügen der frühere Regierungschef Silvio Berlusconi bei den mittlerweile geschlagenen italienischen Parlamentswahlen ansetzen konnte. Wer kann verstehen, dass sich Bürgerinnen und Bürger von derart plumpen Wahlversprechen ködern lassen, wie sie der frühere Ministerpräsident lanciert hat? Schaffung von vier Millionen Arbeitsplätzen, Strafnachlass für Steuerhinterzieher, Amnestie für Bausünder, dreijährige Steuerbefreiung für Unternehmer, die Beschäftigte einstellen, Abschaffung der Immobiliensteuer und Rückvergütung der 2012 bezahlten Summe sowie vieles andere mehr. Dass sich viele, die die Krise voll getroffen hat, wider jede Rationalität an die Hoffnung auf Erfüllung dieser Versprechen klammerten, zeugt vor allem von einem hohen Maß an Resignation.

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