Bures: Weltraumnation Österreich - rot-weiß-rote Satelliten erfolgreich ins All gestartet

Symbol für die starke heimische Präsenz in der internationalen Weltraumforschung

Wien (OTS/BMVIT) - Die ersten österreichischen Satelliten sind heute, am 25. Februar, ins All gestartet. Mit dem Start der beiden Satelliten "TUGSAT-1" und "uniBRITE" sind Österreich gleich zwei Weltpremiere gelungen: die ersten Austro-Satelliten im All und weltweit die einzige Nano-Satelliten-Konstellation, die damit in der Erdumlaufbahn kreisen. "Österreich ist sehr präsent in der internationalen Weltraumforschung", erinnert Innovationsministerin Doris Bures an die rasant steigende Bedeutung dieses dynamischen Forschungs- und Entwicklungszweigs. "Heimische Unternehmen machen als Zulieferer von Weltraum-Spitzentechnologie bereits jährlich Umsätze von mehr als 125 Millionen Euro. Rund 100 Firmen mit 1.000 MitarbeiterInnen sind bereits im heimischen Raumfahrtsektor tätig." ****

Der an der TU Graz gebaute "TUGSAT-1" und sein Pendant "UniBRITE", der im Auftrag der Uni Wien im Space Flight Laboratory an der Uni Toronto in Kanada gefertigt worden ist, sind die ersten Austro-Satelliten. Beide wurden heute von Indien aus in die Erdumlaufbahn befördert. "Mit diesem Projekt spielt Österreich in der ersten Liga bei der Weltraumtechnologie mit. Von dieser starken Präsenz bei den Weltraumbemühungen profitiert der Innovations- und Wirtschaftsstandort Österreich. Dadurch wird aber auch sichergestellt, dass unser Land die stetig wachsende Menge an Daten der Weltraumtechnologie bestmöglich nutzen kann", erinnerte Bures. Schließlich basieren entscheidende Anwendungen des täglichen Lebens auf Weltraumtechnologien. Wetterprognosen oder Navigationssysteme sind ohne sie undenkbar geworden.

"Klein aber fein" - mit BMVIT-Förderungen heimische Weltraumforschung an die Spitze gebracht

Am Beispiel der Nano-Satelliten wird klar, dass der noch kleine Weltraumsektor in Österreich rasch wächst und technologisch top ist. Waren 1999 erst zehn heimische Betriebe in diesem Segment tätig, so sind es heute bereits mehr als 50. TUGSAT-1 wurde über das Innovationsprogramm ASAP des BMVIT finanziert. UniBRITE wurde von der Uni Wien bei der Universität Toronto in Auftrag gegeben. Das BMVIT fördert die Satelliten-Mission mit 340.000 Euro, die Gesamtkosten legen bei etwa 1,5 Millionen Euro. Beide Satelliten sind Nanosatelliten, etwa 20X20X20 cm groß und jeweils sieben Kilogramm schwer. Durch die Jahrzehntelangen Investitionen des BMVIT in die Weltraumforschung- und -infrastruktur, konnten die österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und in den Programmen der Europäischen Union im Bereich der Erdbeobachtung (GMES) und der Meteorologie (EUMETSAT) mitmischen. Und sie erobern äußerst erfolgreich internationale Märkte wie die USA, Kanada, Brasilien, Indien und China. Kaum eine Weltraummission kommt heute noch ohne österreichische Technologie aus. So fliegt die Ariane-Rakete mit Treibstoff-Leitungen aus Österreich und die NASA kommuniziert interorbital mit einer Technologie "made in Favoriten".

Entstehung der Sterne besser verstehen

Die rot-weiß-roten Erdtrabanten haben folgende Mission: Die Lichtintensität von Sternen und Meteoriten zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen helfen, die Entstehung von Sternen besser zu verstehen. Dazu werden sie zwei Jahre lang auf einer Umlaufbahn 800 Kilometer von der Erde entfernt kreisen. Dieser "kleine Schritt für die Menschheit" kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, noch unverstandene kosmische Fragen zu lösen. Nach diesen beiden Jahren der Sternenbeobachtung werden die Satelliten noch geschätzte 100 Jahre im Weltall verbringen, bevor sie endgültig verglühen. Da Österreich durch die beiden Satelliten zum ersten Mal "Startstaat" wird, hat das Parlament 2011 einstimmig ein Weltraumgesetz beschlossen. Es regelt sämtliche rechtlichen und Schadensersatzregelungen und die Registrierungspflicht für Satelliten.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Mag.a Marianne Lackner, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
marianne.lackner@bmvit.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVM0001