Leitner/Haneder/Fakler: Einrichtung von Jobwerkstätten in NÖ

Wichtiges Angebot für Jugendliche, die bei der Lehrstellen- und Jobsuche Probleme haben

St. Pölten, (OTS/SPI) - Niederösterreichs Landesvize LHStv. Dr. Sepp Leitner, AKNÖ-Präsident Hermann Haneder und AMS-NÖ-Geschäftsführer Mag. Karl Fakler informierten heute im Zuge einer Pressekonferenz über eine neue Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiative für Jugendliche in Niederösterreich. "In Kooperation mit mehreren Gemeinden plant das Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ Jobwerkstätten für job- oder ausbildungssuchende Jugendliche einzurichten. Ziel dieses neuen und erstmals in Niederösterreich vorgesehenen Angebotes ist es, jungen Menschen, die keine Orientierungen betreffend ihrer beruflichen Zukunft haben, über "Learning and Learning by Doing" Platz für persönliche Entwicklung sowie "Schub" in Richtung Arbeits-und/oder Ausbildungswelt" zu bieten", so AMS-NÖ-Geschäftsführer Mag. Karl Fakler.

Die Jobwerkstätten stehen beim AMS vorgemerkten jungen Menschen im Alter zwischen 15 und maximal 25 Jahren zur Verfügung. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Jugendliche, die sich am Übergang zwischen Schule und Beruf befinden (in erster Linie also bis zu 18-Jährige) und Gefahr laufen, wegen eines verpassten oder verpatzten Um- oder Einstieges in ihrem weiteren beruflichen Leben nicht Tritt fassen zu können. Kernstück ist "produktives" Tun in der Werkstatt in den Bereichen Metall, Holz und Elektro. Ein wesentlicher Bestandteil der Jobwerkstatt ist sozialpädagogische Unterstützung und Betreuung durch die TrainerInnen. Alle TeilnehmerInnen absolvieren auch ein betriebliches Praktikum im Ausmaß bis 8 Wochen. Jeder Werkstättenstandort in Niederösterreich wird mit einer Auslastung für 30 Plätze (ganzjährig hochgerechnet für rund 60 TeilnehmerInnen) konzipiert. Die Jugendlichen können bis zu 12 Monate in der Jobwerkstatt bleiben (Ausnahmen sind möglich).

Im Jahr 2013 ist ein Standort in Gänserndorf und Ternitz fix geplant. Die Gemeinde Traiskirchen zeigt ebenfalls starkes Interesse, Gespräche im Gemeinderat werden noch geführt. Für die Finanzierung hat das AMS NÖ heuer rund 2 Millionen Euro vorgesehen. Davon tragen je 80.000,- Euro die genannten Gemeinden bei, die bereits ihr Einverständnis gegeben haben, sich an den Kosten zu beteiligen.

Auch die Arbeiterkammer Niederösterreich unterstützt die Initiative. Präsident Hermann Haneder: "Sie sind ein wichtiges Angebot für jene Jugendlichen, die bei der Lehrstellen- und Jobsuche Probleme haben. Ich bin froh, dass es solche Einrichtungen nun endlich auch in Niederösterreich gibt. Damit haben wir für junge Menschen, die sich bei der Jobsuche schwer tun, ein zusätzliches Angebot geschaffen. Denn wir können es uns nicht leisten, auf die Talente und die Arbeitskraft der jungen Leute im Land zu verzichten. Mit dem bewährten, kostenlosen AKNÖ-Bewerbungstraining trägt die AKNÖ auch aktiv zum Gelingen bei. Erfahrene TrainerInnen helfen den Jugendlichen, sich auf die Bewerbungssituation um eine Lehrstelle vorzubereiten.

LHStv. Dr. Sepp Leitner sieht dieses neue Angebot als wichtige Unterstützung für Jugendliche, die ohne derartige Angebote schwer Chancen auf eine Ausbildung und damit einen erfolgreichen Einstieg ins Arbeitsleben hätten. Leitner: "Jeder Jugendliche und jede Jugendliche hat sich eine faire Chance am Arbeitsmarkt verdient und die Jobwerkstätten sind ein Einstieg zum Aufstieg", so Leitner, der auch seine Forderung nach einem "Pakt für die Jugend" erneuerte: "Wir brauchen in Niederösterreich einen Pakt für die Jugend, eine Ausbildungs- und Beschäftigungsgarantie für junge Menschen bis 24 Jahre. Damit soll gewährleistet werden, dass jene rund 8.000 junge Menschen, die trotz aller bisherigen Programme und Anstrengungen keinen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz haben, ins Erwerbsleben integriert werden können. Wichtig ist, dass kein junger Mensch, was seine berufliche Perspektive betrifft, in Niederösterreich vor verschlossenen Türen steht."
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