Teil 2 des "Universum"-Dreiteilers "Mythos Amazonas"

"Wunder des Lebens" am 26. Februar um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die dreiteilige "Universum"-Serie "Mythos Amazonas" von Christian Baumeister ist eine spannende Reise in die Welt des Regenwaldes am Amazonas. Der zweite Teil "Wunder des Lebens" verwebt am Dienstag, dem 26. Februar 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2 das Leben der Kayapó mit außergewöhnlichem, teils nie gefilmtem Tierverhalten. Ob Otter, Kolibri oder Ameisenbaum - jeder spielt eine unverzichtbare Rolle in dem gigantischen Räderwerk der Natur. Es ist die Vernetzung, die den Regenwald am Leben hält und gleichzeitig so verwundbar macht. Der dritte und letzte Teil steht am Dienstag, dem 5. März, um 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF 2.

Der Amazonas-Regenwald ist einer der artenreichsten Lebensräume der Erde. Nirgendwo sonst an Land existieren mehr Tier- und Pflanzenarten. Sie gehen ungewöhnliche Allianzen ein und sind auf einzigartige Weise miteinander verbunden. Was spielt sich hinter der grünen Kulisse ab - was ist das Erfolgsgeheimnis des Regenwaldes? Amazonien ist weit mehr als eine bunte Ansammlung exotischer Arten. Es ist ein Netzwerk aus komplexen Beziehungen, Symbiosen und Wechselwirkungen, das ein Leben auf den nährstoffärmsten Böden der Welt erst möglich macht. Die Kommunikation zwischen den "Vertragspartnern" funktioniert in dem grünen Universum häufig über Farben. Sie können Partner anlocken oder Feinde abschrecken. Während Felsenhähne mit ihrem leuchtend roten Gefieder Weibchen auf sich aufmerksam machen, signalisieren Pfeilgiftfrösche mit ihren bunten Farben, dass sie ungenießbar sind.

Im Kronendach mächtiger Urwaldriesen locken farbenprächtige Blüten winzig kleine Kolibris an. Die Form der Blütenkelche entspricht exakt der des Kolibrischnabels - so bleiben der Nektar und damit auch die Pollenverbreitung dem kleinen Vogel vorbehalten. Auch die weibliche Blüte der Victoria amazonica, einer riesigen Seerose, zieht Bestäuber an: Sie verströmt einen süßen Duft, der Insekten in ihr Inneres lockt. Dort ist es angenehm warm und während sich Blatthornkäfer am Nektar laben, schließt die Seerose ihre Blüte und ändert über Nacht ihr Geschlecht. Wenn später der Käfer wieder freigegeben wird, trägt er bereits den männlichen Pollen mit sich.

Andere Arten setzen auf Unauffälligkeit. Um ihren Feinden zu entgehen, tarnen sie sich als Blatt oder Borke. Doch am raffiniertesten ist es, sich den Feind zum Freund zu machen. Ein kleiner Frosch wagt sich in den Bau einer Vogelspinne und hält dort Ameisen und Parasiten von ihren Jungen fern. Andere Fressfeinde wagen sich wegen des Mitbewohners kaum mehr in den Bau der Vogelspinne.

Wohin man auch blickt, der Regenwald Amazoniens ist voll komplexer Wechselbeziehungen. Azteken-Ameisen leben in den hohlen Stämmen des Ameisenbaumes und schützen diesen vor Übergriffen durch Pflanzenfresser. Der Baum bietet den Ameisen im Gegenzug Unterschlupf. Mehr noch, er duldet die Schildlaus-Kolonie, die sich an seinem Saft labt. Denn sie bietet wiederum den Ameisen Nahrung.

Unser Verständnis von den Abläufen der Natur im größten Regenwald der Erde wird immer genauer. Auch unser Bild von den Amazonasindianern als einfache Jäger und Sammler ändert sich zusehends. Filmemacher Christian Baumeister begleitet die Kayapó-Indianer/innen bei ihren Vorbereitungen für das große Bo-Fest. Seit Jahrtausenden leben die Kayapó mit und vom Regenwald am Amazonas. Ihre Feste bereiten sie mit großer Sorgfalt und Liebe zur Natur vor. All das deutet darauf hin, dass es sich um Jahrtausende alte Traditionen handelt. Möglicherweise sind die heutigen Kayapó das letzte Relikt einer einst noch viel reicheren Zivilisation.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0001